
Kampf gegen Erderwärmung: Regierungsberater fordern Weltklimabank (29.08.2009)
Klimaforscher schlagen Alarm: Im Kampf gegen die Erderwärmung ist das angestrebte Zwei-Grad-Ziel nur zu erreichen, wenn die Industriestaaten Dutzende Milliarden in Emissionsrechte investieren. Berater der Bundesregierung fordern daher nach SPIEGEL-Information eine Weltklimabank.

Neues Rechenmodell: So beeinflussen Sonnenflecken das Weltklima (28.08.2009)
Unser Zentralgestirn beeinflusst das Klima auf der Erde. Je nachdem, wie viele Sonnenflecken es gibt, ändern sich Wassertemperaturen und Niederschlag vor allem im Bereich des Pazifiks. Ein neues Computermodell zeigt nun erstmals, wie dieser Effekt zustande kommt.

Steigende Temperaturen: Kosten des Klimawandels viel höher als angenommen (27.08.2009)
Die Anpassungsmaßnahmen an die Erderwärmung werden bis zu dreimal mehr Geld kosten als bisher berechnet, warnen Forscher. In früheren Kalkulationen seien Bereiche wie Energie, Tourismus und Bergbau ausgespart worden. Die Experten rechnen mit jährlichen Kosten von bis zu 500 Milliarden Dollar.

Radfahren & Gesundheit (25.08.2009)
Der WHO-Kalkulatur für Gesundheitseffekte durch Radfahren. [...] Der Radverkehrsanteil in Österreich liegt derzeit bei 5 % mit einer durchschnittlichen Fahrlänge von 2 km. Laut WHO Rechner rettet Radfahren in Österreich jedes Jahr 412 Leben. Der durchschnittliche Gesundheitsnutzen beläuft sich damit auf 405 Mio. Euro pro Jahr.
![]()
Klimawandel: Chinas Pflanzen versagen als CO2-Puffer (24.08.2009)
Die Pflanzenwelt Chinas hat in den vergangenen Jahrzehnten ein Drittel des ausgestoßenen Kohlendioxids aufgenommen. Dieser Ausgleich könnte in Zukunft verloren gehen.

Kippelemente bleiben "heißes" Thema (24.08.2009)
"Unser Artikel zeigt, dass wir die Vorstellung eines langsam und gleichmäßig verlaufenden Klimawandels aufgeben sollten", sagt Tim Lenton. Der Zustand großer Regionen des Planeten könnte sich grundsätzlich ändern, in einigen Fällen abrupt, unumkehrbar und mit Auswirkungen auf Millionen Menschen. "Wir haben die zwingende wissenschaftliche Beweislage dafür ergänzt, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf zwei Grad Celsius begrenzt werden muss, um unbeherrschbare Auswirkungen des Klimawandels zu vermeiden", sagt Schellnhuber. Die Forscher haben die Dynamik von neun dieser Kippelemente beschrieben, darunter tropische Monsunsysteme, der Amazonas-Regenwald, der Kreislauf von Meeresströmungen im Atlantik und die großen Eisschilde Grönlands und der Westantarktis.

Außergewöhnliche Temperaturen: Forscher messen Wärmerekord in den Ozeanen (21.08.2009)
Seit 1880 werden die Temperaturen der Weltmeere aufgezeichnet - und noch nie lagen die Werte so hoch wie im Juli dieses Jahres. Mit durchschnittlich 17 Grad wurde ein mehr als zehn Jahre alter Rekord geknackt. Ozeanforscher warnen vor einem gefährlichen Trend.

Der gekaufte Protest der Öl-Multis: Die Lobby begehrt auf (19.08.2009)
Was die Gegner der Gesundheitsreform können, mag Jack Gerard gedacht haben, das können wir auch. Der Mann ist Präsident des American Petroleum Institute (API), einem Lobbyarm von Amerikas mächtiger Öl- und Gasindustrie. Vorige Woche schickte Gerard ein Rundschreiben an Verbandsmitglieder, zu denen Multis wie Shell, Exxon Mobile oder ConocoPhillips gehören. Pech nur, dass die E-Mail Greeenpeace zugespielt wurde. [...] Wie die Gegner der Gesundheitsreform will die Öl-Lobby lautstarke Proteste inszenieren - um Obama und seine Demokraten unter Druck zu setzen und so das neue Klimagesetz zu verhindern.

Viren und Bakterien reisen mit (14.08.2009)
Durch Klimawandel, Welthandel und Reiseverkehr drohen uns immer neue Tierseuchen. Viren, Bakterien und krankheitsübertragende Insekten reisen im Gepäck und Frachträumen mit und verbreiten sich so ungehindert in anderen Ländern.

Ergebnisse der Klimaforschung: Die Tropen wandern (13.08.2009)
Der äquatornahe Regengürtel ist in den letzten 150 Jahren um mehrere hundert Kilometer nach Norden gewandert. Auf einigen Pazifik-Inseln könnte das Wasser knapp werden.

Arktis: Forscher befürchten neuen Eisschmelze-Rekord (10.08.2009)
Nach Messungen des Satelliten "Icesat" aus den Jahren 2004 bis 2008 ist das Eisvolumen allein in diesem Zeitraum um 57 Prozent zurückgegangen. In 30 Jahren, so die Befürchtung der Wissenschaftler, könnten die Sommer in der Arktis komplett eisfrei sein. Es droht eine gefährliche Rückkopplung: Je mehr sich das weiße Eis zurückzieht, umso mehr Wärmestrahlung der Sonne absorbiert der dunkle Ozean, was die Erwärmung der Region weiter beschleunigt.

UN-Klimaverhandlungen in Bonn gehen in die 3. Runde (10.08.2009)
„Die gleichen Industrieländer, die den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius beschränken wollen, schlagen für das eigene Land Reduktionsziele für 2020 vor, die zu einer globalen Temperaturerhöhung um 3 bis 4 Grad Celsius führen könnten“, so Kathrin Gutmann. Der WWF fordert von der Gruppe der Industriestaaten, dass sie ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 senken und das 2-Grad-Limit mit klaren Maßnahmen hinterlegen.

Golfstrom in Gefahr? (08.08.2009)
Ein plötzlicher Meeresspiegelanstieg entlang der gesamten Ostküste der USA und eine deutliche Abkühlung im Nordatlantik deuten womöglich auf eine erhebliche Abschwächung des Golfstroms hin. Käme es tatsächlich soweit, dann hätte das einschneidende Konsequenzen für die klimatischen Bedingungen in ganz Europa und auch darüber hinaus.
![]()
Debatte um Küstenschutz: Die Ruhe vor dem Sturm (05.08.2009)
Was tun, wenn der Meeresspiegel steigt? Deutsche Deichbauer, Ingenieure und Küstenbewohner streiten um den richtigen Weg.

Diese Bilder versuchte Bush zu verstecken (28.07.2009)
Fotos, welche die verheerenden Auswirkungen der globalen Erwärmung in der Arktis beweisen, wurden endlich veröffentlicht. George W. Bush hatte die Bilder strikt vor der Öffentlichkeit versteckt.

Neue Statistik: Schmelzende Arktis bedroht Eisbären noch stärker (22.07.2009)
Den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zufolge, gibt es rund um den Pol immer mehr Eisbärpopulationen, die schrumpfen. Im Jahr 2005 seien die Bestandszahlen von fünf Populationen rückläufig gewesen, erklärte der WWF. Innerhalb von nicht einmal vier Jahren habe sich diese Zahl mittlerweile auf acht erhöht. "Damit schrumpfen zwei Drittel der zwölf wissenschaftlich untersuchten Eisbärbestände", erklärte der Artenschutzexperte Stefan Ziegler. Wenn sich die derzeitige Entwicklung ungebremst fortsetze, dann könne die Zahl der Eisbären im Jahr 2050 um mindestens 30 Prozent niedriger liegen als heute. Große Gebiete am Nordpol wären dann "eisbärfreie Zonen". Verantwortlich dafür sei der von Menschen verursachte Klimawandel, der das Ökosystem der Arktis im rasanten Tempo verändere. Tatsache ist: In keinem anderen Teil der Welt schlägt der Klimawandel stärker zu als in der Arktis. "Der Eisbär hat aufgrund der Schnelligkeit, mit der sich sein Lebensraum verändert, keine Gelegenheit sich anzupassen", warnte Umweltschützer Ziegler.

Folge des Klimawandels: Erderwärmung lässt Fische in Europa schrumpfen (21.07.2009)
Der Klimawandel lässt Fische, Plankton und Bakterien schrumpfen, glauben Forscher. Sie haben Bestände in europäischen Salz- und Süßgewässern analysiert und sind sich sicher: Die geringere Körpergröße ist ein Resultat steigender Temperaturen. Die Folgen treffen auch den Menschen. [...] Zugleich seien die Fischbestände in Nord- und Ostsee sowie in Flüssen in Europa um durchschnittlich 60 Prozent zurückgegangen. Die Forscher glauben aber, dass Überfischung allein das Phänomen nicht erklären kann: "Wir beobachten ein allgemeines Schrumpfen aller Organismen" sagt Studienautor Martin Daufresne - und zwar in allen möglichen Lebensräumen. Mögliche andere Gründe für das Schrumpfen seien bedacht worden, aber angesichts der Verschiedenheit der Lebensbedingungen kämen nur die steigenden Temperaturen in Betracht. Zudem seien auch Bakterien und Plankton in Salz- wie auch Süßwasser kleiner geworden. Die Forscher hatten Fische und Kleinstlebewesen in Flüssen in Frankreich, sowie in Nord- und Ostsee untersucht.
![]()
Wasserkrise: Unser täglich Wasser (16.07.2009)
1,2 Milliarden Menschen ohne sichere Trinkwasserversorgung. 2,6 Milliarden Menschen, deren Abwässer nicht geklärt wird. 5000 Kinder, an jedem einzelnen Tag, die infolge von Wassermangel an Diarrhö und anderen Krankheiten elend sterben. [...] Zwei Phänomene aber gibt es, die aus den vielen kleinen Wassernöten der Welt eine große Krise machen: den Klimawandel – und den Handel mit virtuellem Wasser zulasten ohnehin schon trockener Regionen. Dem natürlichen Stoffwechsel der Erde, der fortwährend Wasser als Luftfeuchtigkeit aus den äquatornahen Weltmeeren in die höheren und niedrigeren Breiten befördert, haben die Menschen ein zweites System globaler Wasserströme hinzugefügt: den Handel mit wasserintensiven Produkten. Nun werden sie dieses virtuelle Kanalsystem einsetzen müssen, um den Schaden zu verringern, den sie dem natürlichen Wasserhaushalt der Erde zugefügt haben.
![]()
Prognose: Heiß und trocken (16.07.2009)
Wärmeres Küstenwasser, ein steigender Meeresspiegel, Dürre und sintflutartige Regenfälle – Klimaprobleme sind Wasserprobleme. Aber nur an wenigen Orten äußern sie sich so harmlos wie in Deutschland. Im vergangenen Jahr hat die insgesamt noch geringfügige Aufheizung der Erdoberfläche weltweit schätzungsweise 300000 Menschen das Leben gekostet. Sie sind an Durchfall infolge verseuchten Trinkwassers gestorben, an Hunger in Dürregebieten, einige sind im Hochwasser ertrunken, das auf heftige Monsunregenfälle folgten. Jedes einzelne Opfer lässt sich so wenig dem Klimawandel zuordnen wie ein einzelnes Wetterereignis, Dürreperioden und Überschwemmungen gab es schon immer. Doch heute kommen sie häufiger vor als früher. Klimaopfer sind ein statistisches Phänomen, aber darum nicht weniger real.

Klimaschutz: Schellnhuber begrüßt G8-Einigung (09.07.2009)
Der Direktor des Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, hat die Einigung des G8-Gipfels zur Begrenzung des Ausstoßes von Treibhausgasen begrüßt. Zu Beginn des G8-Gipfels im italienischen L'Aquila haben sich die Teilnehmer das gemeinsame Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. (...) Die Gipfelteilnehmer verpflichteten sich auch, die Treibhausgasemissionen weltweit bis 2050 zu halbieren.

NASA: Eis in der Arktis wird dramatisch dünner (08.07.2009)
Seit 2004 habe die Eisschicht in der Arktis pro Jahr um 17,78 Zentimeter abgenommen, berichtete das "Journal of Geophysical Research-Ocean", das die NASA-Erkenntnisse veröffentlichte. Die Gesamtfläche, die von dickerem mehrjährigem Eis bedeckt ist, habe seither um 42 Prozent oder 1,5 Millionen Quadratkilometer abgenommen. Das entspreche in etwa der Fläche Alaskas.

Arktis: Eis-Volumen seit 2004 dramatisch geschrumpft (08.07.2009)
In nur vier Jahren ist das Volumen des arktischen Eises um 57 Prozent gesunken. Dies ergaben Messungen mit einem Nasa-Satelliten. Forschern macht besonders der drastische Rückgang eigentlich langlebigen, älteren Eises Sorgen, das im Sommer nicht taut.

Schweiz: Neue Rechnung belegt dramatischen Gletscherschwund (23.06.2009)
Der Klimawandel lässt die Gletscher schmelzen, auch in den Alpen. Schweizer Forscher haben nun ausgerechnet, wie stark die Eisriesen in den vergangenen zehn Jahren gelitten haben. Ihre Modellrechnung zeigt klar, wie schnell die weiße Pracht verschwindet.

Riesiges Potential: Windenergie könnte ganze Welt versorgen (23.06.2009)
Mit einem globalen Netz von Windkraftwerken könnte man den weltweiten Energiebedarf decken, wie Forscher nun errechnet haben.

Gent - Vegetarische Hauptstadt Europas (19.06.2009)
Etwas gegen den Klimawandel tun – das wollen wir alle. Irgendwie. Die Europäische Union hat sich ein ehrgeiziges Klimaschutz-Ziel gesetzt - und die belgische 240 000-Einwohner-Stadt Gent hat sich jetzt etwas besonders kreatives überlegt, um der Erderwärmung zu Leibe zu rücken: Die Stadtobern haben Gent kurzerhand zur ersten vegetarischen Hauptstadt Europas erklärt. Ob sofort sollen alle Bürger donnerstags auf Fleisch verzichten. In den Schulen und der Stadtverwaltung wird an diesem Tag nur noch Vegetarisches serviert. Und sogar ein extra-fleichloser Stadtplan wurde gedruckt. Auf ihm können Genter und Besucher all die Restaurants finden, die ausschließlich oder zumindest auch vegetarische Gerichte anbieten. „Wir haben hier die meisten vegetarischen Restaurants, wenn man sie auf die Anzahl der Einwohner umrechnet. Den Genter sind Umwelt- und Klimaschutz wichtig“, sagt Stadtrat Tom Balthazar, der kürzlich in einer öffentlichen Ansprache den vegetarischen Tag eingeführt hat. Was hat nun aber fleischloses Essen mit Klimaschutz zu tun? – Experten haben berechnet, dass die Nutztierhaltung für rund ein Viertel der Erderwärmung verantwortlich ist. Besonders schlimm sind Kühe. Jeder Pups von ihnen setzt nämlich die gefährlichen Treibhausgase frei. Der belgische Vegetarierbund hat errechnet: Wenn alle Genter ein Jahr lang an einem Tag in der Woche auf Fleisch verzichten, dann hat das für das Klima den gleichen Effekt wie wenn 20 000 Leute kein Auto fahren.

Klima: Tausende Wissenschaftler fordern "umgehende Schritte" (19.06.2009)
Wenige Monate vor der Weltklimakonferenz in Kopenhagen haben tausende Wissenschaftler eindringlich vor "schnellen und unumkehrbaren Klimaveränderungen" gewarnt. Die Höhe des Treibhausgasausstoßes und andere wichtige Indikatoren zum Klimawandel lägen bereits an oder nahe an den jeweiligen Obergrenzen, die der Weltklimarat (IPCC) vorgegeben habe, heißt es in einem in Brüssel vorgelegten Bericht.

Letzte Warnung der Klimaforscher: Klima-Ziel kaum noch erreichbar (18.06.2009)
Es ist die letzte Warnung der Wissenschaft an die Adresse von Politik und Wirtschaft, beim UN-Klimagipfel im Dezember schnell und drastisch zu handeln. Denn sonst steht unsere Zivilisation auf dem Spiel. Wissenschaftlich formuliert heißt das, es "bewegen sich viele Klima-Indikatoren über die Grenzen, in denen sich die gegenwärtige Gesellschafts- und Wirtschaftsform erfolgreich entwickelt hat". Das ist eine der zentralen Aussagen im "Synthese-Report" der "internationalen Allianz der Forschungs-Universitäten", der am Donnerstag in Brüssel vorgestellt wurde. Wenn nicht "schnell, langfristig, effektiv und global koordiniert" gehandelt werde, sei die Erwärmung der Atmosphäre nicht mehr auf zwei Grad zu begrenzen: Dann würde der Klimawandel unkontrollierbar, weil etwa große Eismengen schmelzen und die Permafrostböden auftauen. Der Klimawandel würde sich selbst verstärken.

Weltbank kippt Kredit für brasilianischen Fleischproduzenten (15.06.2009)
Die Weltbank-Tochter IFC (International Finance Corporation) hat ihren 90-Millionen-Dollar-Kredit für den größten brasilianischen Rindfleischproduzenten zurückgezogen. Mit dem Geld wollte das Unternehmen weiter in den Amazonasurwald vordringen, um Weideland zu gewinnen. Zwei Wochen zuvor hatte Greenpeace enthüllt, wie die IFC in Brasilien zur Urwaldzerstörung beiträgt.

McCartney-Appell: Fleischfreier Montag für Klima und Körper (15.06.2009)
Paul McCartney ist bekennender Umweltschützer, aber auch Pragmatiker. Der Ex-Beatle ruft zu einem fleischfreien Montag auf, um dem Klima zu helfen - und die am Wochenende angefutterten Kilos zu killen. [...] "Wird der Fleischverzehr nur um einen Tag in der Woche reduziert, würde die Erde schon ernsthaft davon profitieren", sagte der Musiker. Die Forschung habe belegt, dass ein geringerer Fleischkonsum auch den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen durch den weltweiten Viehbestand verringere.

Das Rülpsen der Rinder (13.06.2009)
Kühe und andere Nutztiere blasen gewaltige Mengen des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre. Doch der wahre, durch das Rindvieh verursachte Schaden dürfte woanders liegen.

EU-Schätzung: Klimaschutz soll über 100 Milliarden Euro jährlich kosten (05.06.2009)
Finanzexperten sehen hohe Kosten für den weltweiten Klimaschutz voraus. Laut einem Zeitungsbericht geht die EU von rund hundert Milliarden Euro jährlichem Bedarf allein in Entwicklungsländern aus. Hinzu kämen 23 bis 54 Milliarden für Anpassungsmaßnahmen wie etwa den Deichbau.

Zum Beispiel Rinderzucht: Kühe, die subventionierten Klimakiller (05.06.2009)
Im Vorjahr exportierte Brasilien Rindfleisch im Wert von 5,1 Milliarden und Leder im Wert von 1,9 Milliarden Dollar – Tendenz steigend. Die Rinderzucht – und damit auch der Fleischkonsum bei uns – ist aber nicht nur wegen der Waldvernichtung problematisch. Ein Fünftel der brasilianischen Ackerfläche wird bereits für den Anbau von Tierfutter für die EU-Länder verwendet. „Die Rinder der Reichen essen das Brot der Armen“, lautet deshalb ein Spruch, der die Situation realistisch beschreibt. 1,3 Milliarden Rinder werden auf der ganzen Welt für die Fleischgewinnung gemästet. Rund die Hälfte des weltweiten Getreideanbaus ist der Viehfutterproduktion vorbehalten – das sind jährlich 600 Millionen Tonnen. Würde man dieses Getreide nicht für die Fleischgewinnung, sondern als Lebensmittel nutzen, könnten damit zehnmal soviele Menschen ernährt werden. Man bräuchte also lediglich ein Zehntel der landwirtschaftlichen Fläche, um genauso viele Menschen täglich satt zu machen.

Das "Schlachthaus Amazonien" (03.06.2009)
Bereits ein Drittel der rund 200 Millionen brasilianischen Rinder weiden mittlerweile in den sieben Amazonas-Bundesstaaten. Tendenz steigend: Der Viehbestand Brasiliens nahm im letzten Jahrzehnt um 24 Prozent zu, in Amazonien jedoch um satte 72 Prozent. Ein Fünftel des Regenwaldes wurde in den letzten 30 Jahren meist gesetzwidrig vernichtet: 80 Prozent dieser Fläche wird für die Viehzucht genutzt. Die Urwaldzerstörung macht Brasilien damit zum weltweit viertgrößten Treibhausgasemittenten. Von solchen „illegalen" Farmen in Amazonien kaufen etwa europäische Supermarktketten wie Aldi, Lidl und Makro ihr Rindfleisch. Auch das Leder ist begehrt: Zum Beispiel bei der US-Firma Ottawa Eagle, einem Zulieferer von BMW oder den großen Sportschuhmarken Adidas, Reebok oder Nike in Asien. Auch Seifen, Zahnpasta und Kosmetika enthalten Rinderfett, Gelatine ist etwa in Joghurts oder Süßigkeiten enthalten.

Bericht: 300 000 Tote durch Klimawandel (29.05.2009)
An den Folgen des Klimawandels sterben nach einer Studie bereits jetzt 300 000 Menschen pro Jahr. Unter der Erderwärmung leiden demnach weltweit 300 Millionen Menschen, dazu verschlingt sie fast 90 Milliarden Euro Folgekosten pro Jahr.

Saure Meere bedrohen Muscheln und Korallen (19.05.2009)
Die Versauerung der Ozeane durch die Aufnahme von Kohlendioxid bedroht Teile der Meeresfauna, warnen Forscher. Vor allem Muscheln und Korallen sind in Gefahr. Aufgrund einer wachsenden Zahl an eindeutigen Studien machen Experten immer nachdrücklicher auf die Versauerung der Meere aufmerksam. So jetzt auch auf einer Tagung von Geowissenschaftlern in Wien: Pro Tag nehme der Ozean 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Luft auf – ein Drittel dessen, was von der menschlichen Zivilisation freigesetzt werde, sagte Jelle Bijma vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven am Dienstag. [...] Dass der Ozean saurer wird, wenn mehr Kohlendioxid in der Luft ist, daran besteht in der Fachwelt nicht der geringste Zweifel. Die chemischen Veränderungen, die im Wasser ablaufen, gelten als gut verstanden. Seit Beginn der Industriellen Revolution vor mehr als 150 Jahren hat der Säuregrad der Weltmeere um etwa 30 Prozent zugenommen. Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts könnte der Ozean um zusätzliche 150 Prozent saurer werden, wenn der Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration in der Luft nicht deutlich gebremst wird.

Stadt Gent plant wöchentlichen vegetarischen Donnerstag: Verzicht auf Fleisch zum Klimaschutz (13.05.2009)
In der belgischen Stadt Gent will man den Donnerstag zum "fleischlosen Tag" machen. Bereits heute, Mittwoch, habe man mit dem Vorhaben begonnen, berichtet die Genter Stadtverwaltung. Ab September werden auch Schulen mit einem eigenen "vegetarischen Tag" nachziehen. Mit dem Vorhaben will man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen soll damit der ökologische Fußabdruck verringert werden, zum anderen sehen die Stadtväter dies auch als Maßnahme gegen Übergewicht. "Das Vorhaben hat natürlich Symbolcharakter", meint der Genter Vize-Bürgermeister Tom Balthazar im pressetext-Interview. Zunächst werden die Kantinen, wo die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Magistrats essen, am Donnerstag auf fleischlose Kost umsteigen. Das gleiche werde dann auch in den Schulkantinen eingeführt, so der Vize-Bürgermeister. "Wir haben 90.000 vegetarische Stadtpläne drucken lassen, in denen die Restaurants der Stadt eingezeichnet sind, die auf fleischlose Kost setzen", erklärt Balthazar. Gent habe mit seinen 240.000 Einwohnern ohnehin schon die größte Dichte an vegetarischen Restaurants weltweit. "Insgesamt sind es 94." [...] "Als weiteren Teil der Kampagne werden in Zukunft auch Kochkurse für die Zubereitung von fleischlosen Mahlzeiten angeboten", erklärt der Vizebürgermeister. In Zukunft wolle man mit dem Direktor der Hotel- und Restaurantschule auch darüber nachdenken, den letzten Teil der Kochausbildung der Zubereitung von fleischlosen Gerichten zu widmen. Nach Angaben der UNO sind die weltweiten Tierherden für mindestens ein Fünftel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Auf dieser Grundlage basiert auch das ehrgeizige Projekt der belgischen Stadt.

Nordpolarmeer: Zentralsibirische "Eisfabrik" kühlt nicht mehr richtig (04.05.2009)
Tauende Permafrostböden, Einwanderung neuer, bis dato unbekannter Planktonarten, rasant schmelzende Eisflächen: Der Klimawandel im Norpolarmeer ist nicht mehr zu übersehen. Forscher aus Deutschland und Russland ziehen nach einer Expedition in die zentralsibirische Laptev-See ein beunruhigendes Fazit.

Treibhaus-Effekt: Wie wir unser Klima verheizen (30.04.2009)
Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann haben wir schon in 20 Jahren die Erde um weitere zwei Grad aufgeheizt. Deshalb sollten wir jetzt schleunigst aufhören soviel Kohle, Öl und Gas zu verbrennen. Das sagt eine aktuelle Studie des Potsdamer Instituts für Klimaforschung.

Neue Prognose: Eisfreier Arktis-Sommer schon in 30 Jahren (03.04.2009)
Das Eis der Arktis schmilzt. Aber wie schnell? Forscher haben jetzt eine neue Prognose vorgelegt - und die klingt wenig beruhigend: Die weiße Pracht ist demnach bis 2037 so gut wie verschwunden. Manche Modelle sagen sogar einen deutlich früheren Totalverlust des arktischen Meereises voraus.

Dürre und übermäßiger Wasserverbrauch in Europa (17.03.2009)
In Europa werden insgesamt betrachtet 44 % des entnommenen Wassers für die Energieerzeugung, 24 % für die Landwirtschaft, 21 % für die öffentliche Wasserversorgung und 11 % für die Industrie verwendet. Diese Zahlen sagen jedoch nichts über die erheblichen Unterschiede des Wasserverbrauchs in den einzelnen Sektoren der verschiedenen Teile Europas aus. Im südlichen Europa werden zum Beispiel 60 % des gesamten entnommenen Wassers von der Landwirtschaft verbraucht – in einigen Gebieten sogar bis zu 80 %.

WWF: Klimawandel heizt Flüsse auf (12.03.2009)
Der Klimawandel und Kraftwerke heizen nach Angaben der Umweltorganisation WWF die Flüsse auf - mit Folgen für die Natur und die Energieversorgung. Schon im Lauf des 20. Jahrhunderts habe sich die Wassertemperatur in mitteleuropäischen Flüssen um etwa ein Grad erhöht. Bis zur Jahrhundertmitte könnten die Durchschnittstemperaturen der Flüsse zusätzlich um etwa 1,5 Grad steigen, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des WWF (World Wide Fund for Nature) in Frankfurt. [...] Bei Wassertemperaturen von über 28 Grad drohten Fisch- und Pflanzensterben - "es entsteht eine Algensuppe mit sehr begrenztem Leben." Und die Flüsse transportierten das Problem weiter ins Meer. Epidemien und Seuchen im Tierreich werden mit weiter steigenden Wassertemperaturen nach Erwartungen der WWF-Experten wahrscheinlicher. Hohe Wassertemperaturen seien im Sommer 2003 offenbar eine wesentliche Ursache für das im Rhein beobachtete massenhafte Aalsterben gewesen. Auch für die Forelle werde der Lebensraum immer kleiner, weil sie nicht unbegrenzt in höher liegende kühlere Gewässerabschnitte ausweichen könne.

Mittelmeer steigt um bis zu 61 Zentimeter (04.03.2009)
Der Meeresspiegel des Mittelmeeres könnte in den nächsten 90 Jahren um bis zu 61 Zentimeter ansteigen. Das stellte ein spanisch-britisches Forscherteam fest, als es mithilfe von Klimamodellen die Temperaturen und Anstiege des Meeres für drei unterschiedliche Szenarien berechnete. Wie sie in der Fachzeitschrift "Journal of Geophysical Research-Oceans" berichten, könnte sich möglicherweise auch der Salzgehalt des Mittelmeeres in den nächsten Jahrzehnten erhöhen.

Uno-Report: Meere werden immer stärker überfischt (02.03.2009)
Dramatische Warnungen von der Uno: Rund 80 Prozent der Fischbestände in den Weltmeeren sind überfischt oder werden bis an die Grenzen ausgebeutet - Tendenz steigend. Dazu kommen Probleme durch den Klimawandel.

Riesiges Eisschild in der Antarktis zerbrochen (18.02.2009)
In der Antarktis ist ein Teil des Wilkins-Schelfs so groß wie Schleswig-Holstein und oder Thüringen abgebrochen. Das ursprünglich mit dem Festland verbundene Eisschild ist innerhalb der letzten 50 Jahre stark geschrumpft und droht vollkommen auseinander zu brechen. Vom Eissockel ist nur noch ein kleiner Teil übrig.

Klimaforscher erwarten fatale Kettenreaktion (15.02.2009)
Die Erde erwärmt sich Klimaforschern zufolge schneller als erwartet. Dies wiederum könnte Großflächenbrände und eine massive Eisschmelze auslösen, was weitere verheerende Folgen hätte.

Globale Diät gegen Klimawandel (12.2.2009)
Die Tiernutzung zählt zu den größten Treibhausgas-Erzeugern: Käme nur zweimal wöchentlich Fleisch auf den Tisch, könnten 15 Billionen Euro an Klimaschutzförderung eingespart werden. [...] Die niederländische Forscherin Elke Stehfest berechnete nun, wie viel die Klimawandelbekämpfung kosten würde, wenn der aktuelle Konsum von Fleisch bis 2050 anhält. Investitionen in der Höhe von 30 Billionen Euro wären nötig, um den CO2-Ausstoß um zwei Drittel zu senken, damit etwa der Anstieg des Meeresspiegels verhindert wird. Um diese Kosten zu halbieren und zusätzlich die Stickoxid- und Methan-Emissionen um zehn Prozent zu senken, schlägt Stehfest im Journal "Climatic Change" eine Diät für die Welt vor. Jeder Mensch müsste sich wöchentlich auf 70 Gramm Rindfleisch und 325 Gramm Hühnerfleisch sowie Eier beschränken. 15 Millionen Quadratkilometer an Viehweiden, also die 175-fache Fläche Österreichs, würden so frei werden, um durch Bepflanzung CO2-Senken zu schaffen. Potential für die Landwirtschaft bleibt gegeben, denn auf den Flächen könnten Pflanzen für Bioenergie angebaut werden.

Über 430 Mrd. Euro im Kampf gegen den Klimawandel einsparen – mit Genuss (16.02.2009)
Laut Netherlands Environmental Assessment Agency beträgt das Einsparpotential beim Kampf gegen den Klimawandel 20 Billionen US-Dollar (15,5 Billionen Euro), wenn pro Person und Woche nur 75g Rindfleisch sowie 325g Hühnerfleisch und Eier gegessen würden. Nach Angaben der FAO beläuft sich der weltweite Fleischkonsum auf etwa 250 Mio. Tonnen, davon werden knapp 7 Mio. Tonnen in Deutschland konsumiert. Aus diesen Zahlen lässt sich ein möglicher Einspar-Beitrag von mehr als 430 Mrd. Euro für unser Land bzw. über 5.000 Euro pro Einwohner berechnen.

Fleischverzicht reduziert Klimakosten drastisch (11.02.2009)
20 Billionen Dollar Einsparung bis 2050 möglich - Der Verzicht auf Burger und Frühstücksspeck könnte die Kosten für die Bekämpfung des Klimawechsels um 20 Bio. Dollar verringern. Das ist die drastische Schlussfolgerung einer Studie der Netherlands Environmental Assessment Agency, die die wirtschaftlichen Kosten der modernen fleischreichen Ernährung berechnet hat. Das Team um Elke Stehfest betont, dass eine Reduzierung von Rind- und Schweinefleisch zu einer enormen Verringerung des Kohlenstoffs führen würde, da die Vegetation auf den ungenutzten Flächen deutlich zunähme. Das Modell berücksichtigt Ackerland, das genutzt wird, um zusätzliche Nahrungsmittel zu produzieren. Dafür ist jedoch weniger Fläche notwendig. Ein Teil würde in der Folge brach liegen. Darüber hinaus würden Millionen Tonnen Methan jedes Jahr ebenfalls nicht anfallen. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Climatic Change veröffentlicht.

Klimawandel: Die Welt muss mindestens 1000 Jahre schwitzen (27.01.2009)
Alarmierende Modellrechnungen: Selbst wenn die Menschheit ab sofort kein Kohlendioxid mehr ausstoßen würde, hätte die Erde bis zum Jahr 3000 mit massiv erhöhten Temperaturen zu kämpfen. Der Grund sind langfristige Effekte in den Ozeanen.

Weniger Fleisch essen für den Klimaschutz? (26.01.2009)
Stromfressende Glühlampen kommen in den Müll, das Haus wird gedämmt, statt jeden Meter mit dem Auto zurückzulegen, kommt das Fahrrad zum Einsatz – es gibt viele Möglichkeiten, das Klima zu schützen. Andreas Troge bringt eine neue ins Spiel: weniger Fleisch essen. Der Chef des Umweltbundesamtes empfiehlt "die Rückkehr zum Sonntagsbraten und eine Orientierung an mediterranen Ernährungsgewohnheiten". Denn nach den Berechnungen seines Hauses verbraucht die Fleischproduktion besonders viel Energie: in Rindermägen entsteht bei der Verdauung klimaschädliches Methan, die Tiere brauchen viel Grünzeug. Doch bei der Düngung von Böden wird schädliches Lachgas freigesetzt, dazu kommt das Kohlendioxid der landwirtschaftlichen Maschinen.

Statistik-Tricks: Wie sich Klimawandel-Skeptiker die Erderwärmung kaltrechnen (23.01.2009)
Die Klimaforschung eine einzige Lüge, die Erderwärmung eine Erfindung: Selbsternannte Experten und Lobbyisten streuen schon wieder Zweifel an Aussagen des Weltklimarats IPCC. Sie tricksen - und ergehen sich in Verschwörungstheorien.

Umweltamt rät: Nur noch sonntags einen Braten (22.01.2009)
Anlässlich der weltgrößten Agrarmesse Grüne Woche forderte Troge Landwirtschaft und Verbraucher nun zu einem klimabewussteren Verhalten auf. Dazu gehört für ihn auch, die Produktion und den Verzehr von Fleisch einzuschränken. "Wir sollten unseren hohen Fleischkonsum überdenken", sagte Troge der Berliner Zeitung. "Ich empfehle eine Rückkehr zum Sonntagsbraten und eine Orientierung an mediterranen Ernährungsgewohnheiten." Das tue nicht nur der Gesundheit gut, sondern nütze auch dem Klima. "Und es bedeutet wohl kaum Verzicht auf Lebensqualität", sagte der Behördenchef.

Neue Klimastudie: Erderwärmung trifft alle Gebiete der Antarktis (21.01.2009)
Der Südpol ist die eisigste Region der Welt, doch nun präsentieren US-Wissenschaftler brisante Messdaten: Diese belegen, dass die Antarktis seit einem halben Jahrhundert als Ganzes wärmer wird. Zeitgleich berichten britische Forscher, dass ein gigantischer Eisbruch unmittelbar bevorsteht.

Fleisch isst unser Klima (19.01.2009)
Nach Ansicht von PETA werden in Deutschland nur deswegen so sorglos tierische Produkte konsumiert, weil die negativen Auswirkungen für das Klima den meisten Konsumenten nicht bewusst sind. Das ein informierter Bürger durch seine Kaufentscheidung das Klima sehr wohl schützen kann, zeigt, dass 40 % der CO2 Emissionen durch die Ernährung und den Konsum verursacht werden.

Klimaschonend essen - brisantes Thema (14.01.2009)
Die Empfehlungen an den Verbraucher "für eine klimaschonende Ernährung" lesen sich unmissverständlich: Mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel sollten auf dem Speiseplan stehen. Mehr saisonales und möglichst regional angebautes Obst und Gemüse, keinesfalls aber per Luftfracht ins Land transportierte Produkte, sowie "frische, gering verarbeitete" Lebensmittel sollte der Kunde verzehren. Sogar das Einkaufen zu Fuß oder mit dem Fahrrad empfiehlt der Report. Diese Tipps stammen weder von Umweltschutzorganisationen wie BUND oder Euronatur, noch von Foodwatch oder Bioland. Sie kommen vielmehr aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Klimawandel: Forscher warnen vor massiven Hungersnöten (08.01.2009)
Der Klimawandel könnte in den kommenden Jahrzehnten die Lebensmittelversorgung weltweit massiv gefährden. Einer Studie zufolge wird gegen Ende des Jahrhunderts die Hälfte der Erdbevölkerung von Hungersnöten bedroht sein, sollte sich die Menschheit nicht schnell anpassen

Erderwärmung: Der Hälfte der Menschheit droht Hunger (08.01.2009)
Der Klimawandel wird in den kommenden Jahrzehnten die Produktion von Lebensmitteln auf der ganzen Welt massiv beeinträchtigen, warnen Wissenschafter aus den USA. Im Jahr 2100 ist die Hälfte der Erdbevölkerung von Hungersnöten bedroht. Auch Europa ist in Gefahr.

Normalgewichtige in der Minderheit (30.12.2008)
Der viel zu hohe Zucker- und Fleischkonsum hat dazu geführt, dass normalgewichtige Erwachsene in Deutschland inzwischen in der Minderheit sind. Dies geht aus dem aktuellen Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) hervor. Je nach Studie sind bis zu 68 % der Männer und 50 % der Frauen übergewichtig bis adipös. Wenn nicht massiv gegengesteuert wird, werden sich diese Zahlen in Zukunft noch weiter verschlechtern. Der Grundstein der Fehlernährung wird bereits im Kindesalter gelegt. Deutsche Kinder essen laut DGE "deutlich zu viel Süßigkeiten, Salz und proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Käse".

Katastrophen kosten 220.000 Menschen das Leben (29.12.2008)
Wegen der Erderwärmung müssen sich die Menschen auf immer mehr Naturkatastrophen einstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rückversicherers Münchener Rück. Mit 220.000 Toten und Schäden von 200 Milliarden Dollar geht 2008 als eines der schlimmsten Naturkatastrophenjahre in die Geschichte ein.

Klimawandel in den Tropen: Flucht in die Berge oder der Tod (10.10.2008)
Die Erderwärmung wird in den Tropen lebende Arten stark dezimieren, fürchten Biologen. Tiere und Pflanzen, die mit höheren Temperaturen nicht zurechtkommen, sterben aus oder müssen in höher gelegene Gebiete ausweichen. Dort ist aber nur wenig Platz.

UN-Klimachef fordert: Weniger Fleisch essen (08.09.2008)
Insgesamt verursacht die weltweite Fleischproduktion 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase und liegt damit um fünf Prozentpunkte über dem Verkehrssektor. Auf diesen Umstand wird der Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Rajendra Pachauri, heute, Montag, in London hinweisen. Zugleich wird der Experte die Menschen dazu auffordern, weniger Fleisch zu essen, und damit das Klima zu schützen. [...] Der Wissenschaftler Karl von Koerber vom Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie hat in einem pressetext-Interview auf die Problematik hingewiesen. Die Tierproduktion trage im Ernährungsbereich am meisten zum Treibhauseffekt bei. Problematisch sei zudem, dass über ein Drittel der Weltgetreideernte an Tiere verfüttert werde, um Fleischwaren, Milch und Eier zu produzieren. "Die Folgen für Entwicklungsländer sind schwerwiegend: Je mehr Getreide die Bauern für den Futtermittelexport anbauten, desto weniger Produktionsflächen bleiben ihnen für die eigene Nahrungserzeugung", so Koerber. Daher habe der hohe Fleisch- und Wurstkonsum, wie er etwa in Deutschland existiert, weitreichende Folgen auf Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit.

UN-Klimaexperte fordert Verzicht auf Fleisch (08.09.2008)
Sonntagsbraten, Grillfleisch oder der Döner um die Ecke. Laut dem UN-Beamtem und Friedensnobelpreisträger Dr. Rajendra Pachauri (68) sollte das bald der Vergangenheit angehören. Er fordert die Bevölkerung weltweit auf, ihren Fleischverzehr zu drosseln.

Tauende Arktis: Nordost- und Nordwestpassage erstmals gleichzeitig eisfrei (27.08.2008)
Kein Eis, nirgends. Zum ersten Mal sind sowohl die Nordost- als auch die Nordwestpassage gleichzeitig für Schiffe befahrbar. Das Meereis in der Arktis könnte dieses Jahr so stark wie nie zusammenschmelzen, neue kurze Schifffahrtsrouten werden befahrbar.

Halb soviel Fleisch – und doppelt soviel Bio (27.08.2008)
Die deutsche Landwirtschaft stößt pro Jahr Treibhausgase mit der Klimawirkung von 133 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus – fast ebenso viel wie der Straßenverkehr verursacht. [...] Der größte Klimakiller aber ist die Milch- und Fleischproduktion: Allein 71 Prozent der Treibhausgasemissionen gehen hierauf zurück. Vor allem in der Rindermast werden Unmengen von Methan frei: Kühe mit ihren vier Wiederkäuermägen rülpsen ununterbrochen das Treibhausgas Methan in die Atmosphäre, das in seiner Wirkung um ein Vielfaches stärker ist als Kohlendioxid. [...] Das Fazit von Foodwatch: Der Konsum von Rindfleisch und Milchprodukten müsse eingeschränkt werden. Eine Senkung des Verbrauchs tierischer Produkte um 30 Prozent hätte laut Studie knapp 70 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen zur Folge. Verfügbare Ackerflächen sollten in jedem Falle für ökologischen Nahrungsmittelerzeugung genutzt werden – und nicht für den Anbau von Agrospritpflanzen, dessen positiver Effekt für das Klima ohnehin fragwürdig sei.

Milch und Fleisch schaden dem Klima (26.08.2008)
Ackerbau und Massentierhaltung sind für das Klima fast ebenso schädlich wie der Straßenverkehr. Dabei trägt vor allem die Herstellung von Fleisch, Milch und Milchprodukten wie Käse überdurchschnittlich zur Erderwärmung bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, die gestern in Berlin vorgestellt wurde. "Die Landwirtschaft muss endlich Teil der deutschen Klimapolitik werden", forderte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Der Studie zufolge produziert die deutsche Agrarwirtschaft jedes Jahr 139 Millionen Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid. Zum Vergleich: Im Straßenverkehr, unter anderem also bei Autos und Bussen, entstehen rund 152 Millionen Tonnen im Jahr. Die Verbraucherschützer legten den Kunden nun nahe, ihren Konsum von Rindfleisch und Milch zu senken. Rinder produzieren als Wiederkäuer bei ihrer Verdauung schädliche Methangase. Bei der intensiven Düngung der Äcker entstehen ebenfalls Treibhausgase.

Klimabilanz: Kühe sind ähnlich klimaschädlich wie Autos (26.08.2008)
„Die Landwirtschaft in Deutschland emittiert mit 133 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten fast ebenso viel Treibhausgase wie der Straßenverkehr.“ Die Forscher kritisieren deshalb, dass der Agrarsektor bei den Klimastrategien der Bundesregierung ausgeklammert bleibe. Fast drei Viertel der Emissionen der Landwirtschaft gingen auf das Konto der Tierhaltung und hierbei deutlich mehr als die Hälfte auf die Rindfleisch- und Milchproduktion. Wer durch die Ernährung gezielt seine persönliche CO2-Bilanz aufbessern wolle, schaffe dies deshalb nur durch geringeren Verzehr von Fleisch, insbesondere von Rindfleisch. [...] „Eine alternative Klimastrategie bestünde in der klimatechnischen Optimierung der konventionellen Landwirtschaft, vor allem über einen geringeren Einsatz von Mineraldünger.“ So ließen sich sieben Prozent an Treibhausgasen einsparen, und „der hierfür erforderliche Flächenbedarf wäre mit etwa einer Million Hektar vergleichsweise gering.“ [...] Allerdings fordern die Experten, das bestehende europäische Subventionssystem, das „extrem klimaschädlich“ sei, aufzugeben und an seiner Stelle ein System von Umweltabgaben und Emissionssteuern zu setzen. Dies müsse, so schreiben sie, letztlich auf eine Verteuerung von Fleischprodukten hinauslaufen, um die klimaschädliche Tierhaltung einzudämmen.

Zurück zum Sonntagsbraten (25.08.2008)
Ziemlich klimafreundlich ernähren sich Vegetarier, die auf Milchprodukte verzichten. Doch schon wer auf Rindfleisch verzichtet, kann seine CO2-Bilanz deutlich aufhübschen. Aber wie bringt man Bauern und Verbraucher dazu, klimafreundlich zu produzieren und zu konsumieren? Die Teilnahme der Landwirtschaft am Emissionshandel ist nicht praktikabel, bilanziert Foodwatch. Und fordert stattdessen, die EU-Agrarsubventionen abzuschaffen und Emissionssteuern und Umweltabgaben einzuführen. Dadurch würden Landwirte für CO2-freundliche Produktion belohnt. Bezahlen müsste der Verbraucher: Eine erhebliche Verteuerung von Fleisch, Milch und Käse wäre die – erwünschte – Folge.

Klimakiller Methan: Eine Frage der Futter-Verwertung (22.08.2008)
Das Problem bei der Viehhaltung ist das vor allem in den hoch spezialisierten Mehrfachmägen der Wiederkäuer - vor allem Rinder, Ziegen, Schafe - entstehende Methan. Speziell während des eigentlichen Wiederkäuens rülpsen die Tiere mehr oder weniger minütlich und lassen dabei einen Teil des extrem stark wirkenden Treibhausgases Methan in die Umwelt. Für die Haltung vor allem von Rindern werden zudem auch Wälder gerodet und durch Weideflächen ersetzt. Auch das weist eine schlechte Bilanz in Sachen Treibhausgase aus, da Weiden im Gegensatz zu Wäldern praktisch keinen Kohlenstoff speichern. [...] So stößt eine Hochleistungs-Kuh rund 20 bis 25 Gramm Methan pro produziertem Liter Milch aus. In Entwicklungsländern sind es bis zu 500 Gramm pro Liter.

Jahrringe zeigen grossräumigen Anstieg der Niederschläge (22.08.2008)
Hochwasser, Jahrhundertflut und Schneechaos – es tropft, regnet und schneit scheinbar immer mehr. Tatsächlich haben die Niederschlagsmengen in den letzten hundertfünfzig Jahren in vielen Regionen der Erde zugenommen, wie ein Forschungsteam der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL zusammen mit Wissenschaftern aus Jülich, Bonn und Potsdam in der Ausgabe von 'Nature' am 27. April 2006 berichten. In einem grossräumigen Vergleich zeigten sie, dass die Niederschlagsmengen in vielen Regionen der Erde in den letzten hundertfünfzig Jahren zugenommen haben. Sie gehen davon aus, dass diese Entwicklung mit der globalen Erwärmung zusammenhängt. Der Mensch ist offensichtlich mindestens für einen Teil dieser Entwicklung verantwortlich, denn die Niederschlagsmengen steigen erst mit dem Beginn der Industrialisierung und der globalen Erwärmung deutlich an.

Der neue Rinderwahn (16.08.2008)
Wir müssen unseren Fleischkonsum drastisch einschränken. Als Präsident Clinton vor zehn Jahren seinen Mitbürgern erklärte, wenn die US-Amerikaner nur zehn Prozent weniger Fleisch essen, müssten 60 Millionen Menschen weniger hungern, wollte noch niemand diesen Zusammenhang verstehen. Doch inzwischen steigt weltweit der Fleischkonsum – vor allem in China und anderen Schwellenländern – so stark, dass das Essen von Tieren global die Nahrungsmittelpreise hochschnellen ließ und die Auswirkungen des Klimawandels dramatisch verstärkt hat.
![]()
Durch Fleischverzicht die Welt retten (30.07.2008)
Knapp 200 Kilogramm des Klimagases CO2 spart der Klimavegetarier im Jahr durch Fleischverzicht. Der Klimaveganer legt noch eins drauf und vermeidet zusätzlich 450 Kilogramm CO2 durch Verzicht auf Milch und Käse nach Studien des Freiburger Öko-Instituts. Der Klimavegetarier und -veganer ist hochgradig politisch. Kein Fleisch-Essen oder sogar der generelle Verzicht auf tierische Produkte sichert ihn mehrfach ab. Er tritt für den Tierschutz ein, tut Gutes für das Klima und verhält sich auch noch sozial gerecht. Zwar werden einige traditionelle Viehbauern arbeitslos, doch im Gegenzug werden so einige Öko-Bauerhöfe gerettet. deren Kühe nicht so viel rülpsen und pupsen wie die konventionell gefütterten.

Kohlenstoffsenke Sumpf gefährdet (23.07.2008)
Sümpfe, Moore, Bruchwald, Feuchtwiesen, Auen und Schilfen binden Kohlenstoff. Die Zerstörung dieser Feuchtgebiete könnte die Klimaerwärmung beschleunigen. [...] Feuchtgebiete binden bis zu 20 Prozent des auf der Erdoberfläche vorhandenen Kohlenstoffs – Das entspricht dem Gehalt an Kohlendioxid in der Erdatmosphäre. Trocknen diese Ökosysteme aus, wendet sich das Blatt: 40 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar setzt ein ausgetrocknetes tropisches Feuchtgebiet frei. Und auch große Mengen des Treibhausgases Methan.

Gabriel: Umweltschutz geht alle an (21.05.2008)
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Verbraucher dazu aufgerufen, weniger Fleisch zu essen, Ökostrom zu nutzen und Sprit zu sparen. Mit bewusstem Konsumverhalten könne jeder zum Umweltschutz und den Erhalt des biologischen Reichtums der Erde beitragen. Verbraucher könnten "ihre Macht stärker nutzen", indem sie etwa beim Kauf von Produkten darauf achteten, wo und wie sie hergestellt würden, sagte Gabriel am Mittwoch bei der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn. [...] Beim Verzehr von Fleisch sei etwa auch der Regenwald in Brasilien betroffen, der verstärkt zur Erzeugung von Futtermitteln wie Soja abgeholzt werde, erläuterte Gabriel. Für ein Kilo Fleisch müsse sechsmal soviel Soja aufgewendet werden, und die EU sei der größte Soja-Importeur. Auch die Nutzung von "Ökostrom" sei möglich. Beim Autofahren könnten allein durch das Fahrverhalten bis zu 25 Prozent des Spritverbrauchs eingespart werden. "Hier tut man was für den eigenen Geldbeutel und für die Umwelt."

Marktplatz der Natur (19.05.2008)
Rund 20 Prozent des Klimawandels entstehen aus Entwaldung in Tropenregionen. Waldschutz ist daher auch Klimaschutz. [...] Was kostet die Erde? Lässt sich der Wert ihrer Vielfalt bemessen? Wie viel muss uns das Inventar des Planeten wert sein? Und schließlich: Wer soll die Zeche jahrzehntelanger Misswirtschaft auf Kosten der Natur bezahlen? [...] Wildnis, Arten, Lebensräume und Ökosysteme verschwinden in nie dagewesenem Tempo. Tag für Tag radieren Menschen (je nach Schätzung) zwischen 3 und 130 Arten aus. Alljährlich fallen den Sägen der Holzarbeiter Urwälder von der anderthalbfachen Fläche der Schweiz zum Opfer. Moore verschwinden, Flüsse werden in Beton gezwängt, Berghänge erodieren zur Ödnis. [...] Zudem verstärken sich Naturzerstörung und Erderwärmung gegenseitig. Wenn der Meeresspiegel steigt und gleichzeitig Mangrovenwälder verschwinden, liegen die Küsten schutzloser da denn je. Wenn Kohlendioxid das Meer weiter versauert, werden die Kalkstrukturen von Korallen, Schnecken und Muscheln brüchig. Es geht um das Überleben von Exoten wie Kahlkopfgeier und Banggai-Kardinalbarsch, Golftümmler, Santa-Catalina-Klapperschlange und Gangesgavial. Doch es geht auch um das Überleben des Menschen selbst: Mangrovenwälder schützen die Küsten vor Überflutungen. [...] Sechs Prozent des globalen Bruttosozialprodukts - umgerechnet rund zwei Billionen Euro - kostet demnach der Verlust der Biodiversität pro Jahr. Die armen Länder trifft es am härtesten. Naturwerte in Höhe der Hälfte ihrer bescheidenen Wirtschaftskraft gehen bei ihnen jährlich verloren. "Die Vielfalt zu schützen ist deutlich billiger, als ihre Zerstörung zuzulassen", sagt der indische Ökonom Pavan Sukhdev, den Gabriel und EU-Kommissar Stavros Dimas als Leiter für die Studie gewonnen haben. [...] Doch die Zukunft der Vielfalt sieht düster aus. Beispiel Deutschland: Nach dem im April veröffentlichten Bericht "Daten zur Natur 2008" des Bundesamts für Naturschutz (BfN) sind 36 Prozent aller untersuchten Tierarten Deutschlands bedroht. Mehr als zwei Drittel der hiesigen Lebensräume gelten als gefährdet. Nur 3,3 Prozent der Landesfläche sind Naturschutzgebiete. Tag für Tag verschwinden 113 Hektar Land unter Asphalt und Beton. [...] "Ein sechstes globales Massensterben hat begonnen", sagt Unep-Chef Steiner. Fünfmal stand die Artenvielfalt schon am Abgrund, weil Riesenmeteoriten mit der Erde kollidierten, Vulkane Feuer spien oder die Meere anschwollen. Heute aber sind es die mehr als 6,6 Milliarden Menschen, welche die Natur in nie dagewesenem Tempo zerstören. Sie jagen und fischen unkontrolliert. Sie verwandeln immer mehr Land in Agrarwüsten, um ihre Mägen zu füllen. Sie hacken die letzten Urwälder ab, um Biosprit für ihre Autos zu produzieren. Sie verschmutzen mit Giftstoffen das Wasser, den Boden und die Luft. Und sie schleppen Arten von einem Ende der Erde an das andere - mit teils verheerenden Folgen.

Treibhausgase: Höchste Konzentration seit 800.000 Jahren (14.05.2008)
Die Natur spielt verrückt: Arktische und antarktische Eismassen schmelzen, Tiere verändern ihr Verhalten, Pflanzen blühen immer früher. Jetzt haben Forscher zum ersten Mal bewiesen: Die Klimaerwärmung sorgt für 90 Prozent aller biologischen und 95 Prozent aller physikalischen Veränderungen.

Die EU frisst den Regenwald (13.5.2008)
Abholzungsursachen Nummer eins und zwei für den Amazonas sind Rinderzucht und Sojaanbau. Nicht zuletzt mit Unterstützung der EU, die nach Russland der zweitgrößte Importeur brasilianischen Rindfleischs ist, und mit Hilfe Deutschlands, einer der wichtigsten Abnehmer für Soja: 3,3 Millionen der insgesamt 6,8 Millionen Tonnen importierten Sojas hierzulande stammen aus Brasilien. Berlin und Brüssel, aber auch die Konsumenten von Fleisch oder Holz tragen eine immense Verantwortung für die fortschreitende globale Waldzerstörung.

Golfstrom schützt Europa vor eiskalten Wintern (12.03.2008)
Städte wie London oder Paris müssten ohne den Einfluss des atlantischen Golfstroms bitterkalte Winter erdulden, wie japanische Forscher herausgefunden haben. Ein Abschwächen des Stroms könne einen Domino-Effekt auf Niederschläge und die Zugrichtung von Stürmen haben, warnen die Wissenschaftler.

Klimawandel: Schmelzendes Grönlandeis lässt Meeresspiegel schneller steigen (19.02.2008)
Grönlands Gletscher schmelzen - nur wie schnell? US-amerikanische Forscher haben das Abtauen des Eisschilds nun genau untersucht. Das Ergebnis: Der Meeresspiegel wird doppelt so schnell steigen wie bisher gedacht.

Brasilien: Regenwald wird rasanter denn je vernichtet (24.01.2008)
Die Zerstörung des brasilianischen Regenwaldes hat im vergangenen Jahr drastisch zugenommen: Allein von August bis Dezember 2007 sind rund 3.300 Quadratkilometer Regenwald vernichtet und für den Anbau von Soja oder die Aufzucht von Rindern genutzt worden, wie es in einem Bericht des brasilianischen Umweltministeriums hieß. [...] In den vergangenen fünf Jahren wurden nach Berechnungen der Umweltstiftung WWF im Amazonasgebiet jede Minute mindestens 4,5 Fußballfelder Regenwaldfläche vernichtet. Aus der Zerstörung der größten Tropenwälder der Erde, in Südamerika, in Südostasien und im Kongobecken in Afrika, resultiert nach ihren Angaben bis zu ein Viertel der Treibhausgas-Emissionen auf der Welt.

Fleisch oder nicht Fleisch, das ist hier die Frage (01.2008)
Vor allem mikrobielle Verdauungsprozesse und die anaerobe Zersetzung der Exkremente von 22 Milliarden – als „Nutztiere“ ontologisierter – Lebewesen machen die Nutztierhaltung global zur größten Methanquelle. Daneben spielen der CO2-intensive Primärenergieaufwand zur Futtermittelherstellung, Tier- und Futtertransporte und Lachgas- und Ammoniak-Emissionen aus der Düngemittelanwendung ebenfalls eine Rolle. Während nur 9 % aller anthropogen verursachten CO2-Emissionen auf die Nutztierhaltung zurückgeführt werden können, ist dieselbe für 37 % aller anthropogenen Methan- und für 65 % aller Lachgas-Emissionen verantwortlich. Betrachtet man die gesamte – rein pflanzliche und tierliche – Landwirtschaft, stammen hier 80 % aller Treibhausgasemissionen aus der Erzeugung tierlicher Produkte. [...] Besonders eindrucksvoll werden die oben angeführten Tatsachen, wenn man sich den ökologischen Fußabdruck einzelner Lebensmittel vor Augen hält: So bringt bspw. die Produktion von 1 kg Rindfleisch die Emission von ca. 6400 g CO2-Äquivalenten mit sich. (Tier)Käse belastet die Umwelt gar mit über 8000 g CO2-Äquivalenten. Auf der anderen Seite schlägt selbst die ökologisch ungünstigste (weil raffinierte) pflanzliche Käse-Alternative – Tofu – mit nur 1200 g CO2-Äquivalente zu Buche. Alle anderen pflanzlichen Produkte vom einfachen Feldgemüse bis zu Teigwaren und Brot liegen allesamt unter 1000 g CO2-Äquivalente / kg Lebensmittel.

Uno-Klimagipfel: Happy End auf Bali (15.12.2007)
Es gab Tränen, Buhrufe und am Ende Umarmungen: Nach langem Ringen einigten sich die Delegierten auf Bali doch noch auf eine gemeinsame Roadmap. Konkrete Zahlen fehlen zwar, für die meisten ist es dennoch ein Erfolg. Vor allem für die Kyoto-Staaten – sie einigten sich auf handfeste Reduktionsziele.

Grüne für Verzicht beim Fleischkonsum: "Leere Teller, dicke Steaks" (01.12.2007)
Die Grünen-Bundestagsfraktion legt den Schnitzel-liebenden Deutschen nahe, ihren Fleischkonsum drastisch zu reduzieren – das sei "besser für die Gesundheit und das Klima". [...] "Bioenergien nachhaltig gestalten" lautet der Titel des 19 Seiten starken Konzepts, das sueddeutsche.de vorliegt. Darin enthalten ist ein Vorschlag, der vielen nicht schmecken dürfte. An gleich drei Stellen des Papiers empfehlen die Grünen den Verzicht auf Fleischkonsum - auch für das Klima: "Nur durch eine Veränderung unserer Gewohnheiten können wir wirksam unser Klima schützen und das Spannungsfeld beim Ausbau der Bioenergien entschärfen", heißt es, und: Weltweit werde ein großer Teil der Böden für die Produktion von Fleisch genutzt. [...] Als weiteres Argument gegen den Fleischkonsum führen die Grünen die Gesundheit an: "Ein Deutscher verzehrt rund 1,5 Kilogramm pro Woche, empfohlen sind nur 300 Gramm", rechnen sie vor. "Vielfältige gesundheitliche Folgeprobleme sind mit diesem Konsummuster verbunden."

WWF fordert klimaschonende Landwirtschaft (05.11.2007)
Der WWF Deutschland hat davor gewarnt, bei der Klimapolitik die Landwirtschaft zu vergessen. Der Agrarsektor sei – durch die Ausdünstung von Rindern beispielsweise oder überdüngte Äcker – für immerhin elf Prozent des deutschen Treibhausgasausstoßes verantwortlich, weltweit betrachtet liege der Anteil sogar noch höher.

Weniger Fleischkonsum könnte die Erderwärmung verlangsamen (13.09.2007)
Verbraucher in Industrienationen essen pro Tag 224 Gramm Fleisch - zu viel, wie Forscher jetzt sagen. Ein weltweiter Durchschnitt von 90 Gramm pro Tag würde verhindern, dass das durch Viehzucht und Fleischproduktion erzeugte Methan den Klimawandel weiter beschleunige.

Die Ostsee erstickt an Steuergeldern (13.08.2007)
WWF: Von der EU subventionierte Landwirtschaft führt die Ostsee in den Dünger-Tod

Klimabilanz: Ein Kilo Fleisch verursacht 36 Kilogramm Kohlendioxid (19.07.2007)
Die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch belastet das Klima so stark wie 250 Kilometer Autofahrt. Das hat eine japanische Studie zur Umweltbilanz von Rindern ergeben. Am klimaschädlichsten ist das Methan, das die Tiere bei der Verdauung ausstoßen.

Uno-Warnung: Die Wüste wächst (28.06.2007)
Ein Uno-Bericht warnt vor einer katastrophalen Ausbreitung der Wüsten dieser Welt. In den kommenden zehn Jahren könnten dadurch bis zu 50 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren. Schuld ist an der Ökokatastrophe nicht zuletzt die Globalisierung - und der Klimawandel.

Ernährung: Weniger Fleisch zugunsten des Klimawandels (12.06.2007)
Jetzt sollen die umweltschädlichen Bestandteile vom Speiseplan des bewusst lebenden US-Bürgers verbannt werden. Mit der "Diät gegen globale Erwärmung" wollen die Kalifornier nicht nur den überflüssigen Pfunden, sondern auch den klimasündigen Faktoren im Essen zu Leibe rücken.

Bangladesch: In der Todeszone des Klimawandels (23.04.2007)
Der Klimawandel treibt die Meerespegel in die Höhe - und bedroht damit den Lebensraum von Millionen Menschen. Bangladeschs bettelarme Bevölkerung ist akut bedroht, viele Hütten liegen nur Zentimeter über der Flutkante. Sie ahnen nichts von der Gefahr durch die anschwellenden Ozeane.

Statistik-Studie: Hitze-Sommer 2003 hat 70.000 Europäer getötet (23.03.2007)
Der Rekordsommer 2003 hat bei weitem mehr Todesopfer gefordert als bislang angenommen. Einer neuen Studie zufolge sind der sengenden Hitze rund 70.000 Menschen zum Opfer gefallen.

Internet-Rechner: CO2-Schleuder Mensch (09.03.2007)
Jeder Mensch trägt enorm zur Erderwärmung bei - wie stark, das enthüllen jetzt CO2-Rechner im Internet. Korpulente Steakliebhaber sind die Klimakiller, Vegetarier und schlanke Frauen dagegen die Öko-Sieger.
![]()
Erderwärmung: Klimakiller ersten Ranges (18.01.2007)
Brandrodung, Weiden im Regenwald, rülpsende Kühe: Die Viehzucht heizt den Globus massiv auf.

Britische Studie: Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft (30.10.2006)
Ein Wirtschaftswissenschaftler, kein Klimaforscher, sorgt mit einer Studie zu den Kosten des weltweiten Klimawandels für Aufsehen. Nicholas Stern, britischer Sir und ehemaliger Chefökonom der Weltbank, wird der ehrwürdigen Wissenschaftlervereinigung Royal Society bedrohliche Daten vortragen: Die Folgen des Klimawandels könnten zwischen fünf und 20 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts auffressen, vergleichbar mit den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren. Kosten in einer Größenordnung bis zu 3,68 Billionen Britische Pfund (rund 5,5 Billionen Euro), hat Stern hochgerechnet, kämen auf die Menschheit zu, wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen werde. In dem Fall würde bis Ende des Jahrhunderts die globale Durchschnittstemperatur um fünf Grad Celsius ansteigen.

Heißer Draht zwischen Ozeanen (27.10.2006)
Atlantik und Pazifik könnten sich durchaus gegenseitig beeinflussen, obwohl der amerikanische Doppelkontinent die beiden Ozeane trennt. Die Folgen für das Klima könnten drastisch sein. Britische Klimaforscher stellten jetzt auf einer Fachtagung über rapide Klimaänderungen in Birmingham eine Studie vor, dass ein sich stark abschwächender Golfstrom für einen stärkeren El-Nino im Pazifik führen könnte.

Google-Maps-Erweiterung: Sintflut auf dem Bildschirm (17.05.2006)
Wer bekommt nasse Füße, wenn die Klimaerwärmung die Meere anschwellen lässt? "Flood", eine Erweiterung für Google Maps, macht eindrucksvoll deutlich, welche Gebiete im Meer versinken würden. Auch Experten loben das Programm - als Spielerei für Laien.

Hurrikan "Katrina": Klimawandel facht Wirbelstürme an (29.08.2005)
Für viele Bewohner von New Orleans könnte der Hurrikan "Katrina" zur Katastrophe werden. Klimaforscher sehen sich in ihrer Meinung bestätigt: Die globale Erwärmung lässt die Zerstörungskraft von Wirbelstürmen immer größer werden.

Klimawandel und Flut: "Das ist erst der Anfang" (24.08.2005)
Lange Zeit waren Wissenschaftler höchst vorsichtig, wenn es darum ging, Zusammenhänge zwischen Wetterereignissen wie der Flut in Süddeutschland und dem globalen Klimawandel herzustellen. Das ändert sich gerade - denn die Extremereignisse häufen sich weltweit.

Eiszeit: Verstopfter Abfluß (30.12.1991)
Meeresforscher haben ein paradoxes Klimamodell entwickelt: Wird der Treibhauseffekt Nordeuropa in eine Gletscher- und Eiswüste verwandeln?

Fleisch schmeckt dem Klima nicht
Brasilien ist heute der weltgrößte Exporteur von Rindfleisch. 1990 weideten im größten Regenwald der Erde etwa 27 Millionen Rinder, mittlerweile sind es rund 60 Millionen. [...] Seit 1960 wurde knapp ein Fünftel des Amazonas abgeholzt, was mehr als zweimal der Fläche von Deutschland entspricht. Geht die Vernichtung im bisherigen Tempo weiter, wird 2050 fast die Hälfte des brasilianischen Regenwaldes zerstört sein. [...] Sechzig Prozent des brasilianischen CO2-Ausstoßes werden durch Kahlschlag und Brandrodung im Amazonas verursacht. Der speichert geschätzte 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Derzeit bläst die Weltgemeinschaft jedes Jahr „nur“ 25 Milliarden Tonnen CO2 in die Luft. Dem Amazonas droht in der Zukunft weiter das große Fressen. Die FAO-Studie geht bis Mitte des Jahrhunderts von einer Verdoppelung der Fleischproduktion und einer fast so großen Steigerung in der Milchwirtschaft aus.

Die Auswirkungen des Klimawandels. Weltweite Entwicklung
Schon heute treten Wetterextreme wie Hitzewellen, Dürren oder Überschwemmungen vier Mal so oft wie 1980. [...] Mehr als eine Million Arten drohen bis zum Jahr 2050 von der Erde zu verschwinden, darunter der imposante Eisbär. [...] Nach Einschätzung der UNO wird der Klimawandel bis 2050 eine Flüchtlingswelle gigantischen Ausmaßes auslösen. 200 Millionen Menschen werden durch Wüstenbildung, Dürre und Überschwemmungen ihre Heimat verlieren.

Der Regenwald und seine Zerstörung
Der Regenwald ist Lebensgrundlage für 90 % aller Primaten, 80 % aller Insekten, 40 % aller Vögel und 60 % aller Pflanzen der Erde. Mindestens die Hälfte aller auf der Welt vorkommenden Tier- und Pflanzenarten brauchen den Regenwald zum Überleben. 300 Millionen Menschen leben in den Regenwäldern. Trotzdem werden die Wälder rücksichtslos abgeholzt. Hinter der Zerstörung der Wälder stehen meist einige wenige Großkonzerne, allen voran die Holzindustrie. Aber auch die Lebensmittelindustrie vernichtet unberührte Wälder, für Plantagen aus Palmöl, Kaffee, Soja oder Viehweiden zum Fleischexport.




