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Klimawandel lässt Meeresspiegel weiter steigen (25.06.2012)
Wie eine neue Studie zeigt, muss selbst bei einer auf zwei Grad Celsius begrenzten globalen Erwärmung weltweit mit einem erheblichen Meeresspiegel-Anstieg gerechnet werden. Bis zum Jahr 2300 könnte das Meer um 1,5 bis vier Meter steigen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie eines deutsch-niederländisch-australischen Forscherteams, wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Sonntag mitteilte.

Klimaforscher: Lufthülle bläht sich immer stärker auf (07.01.2012)
Infolge der zunehmenden Erderwärmung dehnt sich die Lufthülle unseres Planeten aus. Das haben Wissenschafter vom Alfred Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel in Graz und vom Physikinstitut der Universität Graz nachgewiesen. [...] Die Ausdehnung und Hebung sind definitiv eine Folge der Treibhausgas-Emissionen. Für das Weltklima bedeutet die Erwärmung der Wetterschicht, die jetzt klar belegt wurde, dass sich unter anderem die globalen Windsysteme und die Verteilung der Niederschläge verändern.
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Milde Winter bringen häufig Stürme (06.01.2012)
Starke Unwetter scheinen uns immer häufiger zu treffen. Ist das schon eine Folge der allgemeinen Erderwärmung? Klimaforscher erklären das Phänomen.
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Klimastudie: Forscher messen so viel Treibhausgas wie nie zuvor (21.11.2011)
In der Luft sind immer mehr Kohlendioxid und Methan. Laut einer neuen Studie hat die Menge der Treibhausgase 2010 ein Rekordniveau erreicht - die Konzentration ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Industrialisierung. [...] Zu den Treibhausgasen zählt auch Distickstoffmonoxid (N2O), dessen Konzentration gegenüber der vorindustriellen Zeit um 20 Prozent zugenommen hat. In den vergangenen zehn Jahren nahm die Konzentration jährlich im Schnitt um 0,75 ppm zu. Das ist vor allem auf den Einsatz von Stickstoffdüngern und Viehmist zurückzuführen. Die WMO nutzt für ihre Datenerhebungen Messstationen in mehr als 50 Ländern.
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Erwärmung: Chinesische Forscher warnen vor drastischem Gletscherschwund (25.10.2011)
Die Gletscher schrumpfen weltweit, teils mit rasantem Tempo. Jetzt schlagen chinesische Wissenschaftler Alarm wegen des Tauwetters in ihrem Land: Millionen Menschen drohen Überflutungen und Trinkwassermangel. [...] „Die Auswirkungen sind weit ernster als eine einfache Änderung der Landschaft“, so die Forscher. „Gletscher sind ein integraler Bestandteil von Tausenden Ökosystemen und spielen eine entscheidende Rolle in der Versorgung der Bevölkerung.“ Verstärkte Gletscherschmelze könne zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen, natürliche Lebensräume beeinträchtigen sowie Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung schädigen. „In einer Übergangszeit von zehn bis 20 Jahren drohen durch die verstärkte Gletscherschmelze zunächst Überflutungen“, erklärt der Schweizer Glaziologe Wilfried Haeberli. „Anschließend könnte es in vielen Gebieten, beispielsweise in Indien, zu Trockenheiten kommen.“ Diese Gefahr drohe nicht nur im Himalaja, sondern auch in anderen Weltregionen - wie beispielsweise in den Alpen. Die Studie der chinesischen Forscher sei absolut seriös, meint Haeberli. „Sie bestätigt die globale Tendenz, die eindeutig in Richtung höherer Temperaturen und Gletscher-Rückgang geht.“

Steigender Meerespiegel bedroht Australiens Küstenstädte (29.05.2011)
Neuere Berechnungen haben zuletzt den prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels durch die globale Erwärmung gegenüber früheren Modellen empfindlich nach oben korrigieren müssen. Zu ähnlich düsteren Ergebnissen kommt nun auch eine Studie der Klimakommission der australischen Regierung: Dem Report mit dem Titel "The Critical Decade" zufolge könnte der Meeresspiegel innerhalb eines Jahrhunderts um bis zu einen Meter steigen. [...] Der Vorsitzende der Klimakommission, Tim Flannery, sagte, es werde von Jahr zu Jahr offensichtlicher, dass die Menschen das Klima veränderten. Dies sei besonders sichtbar in Australien, wo der Meeresspiegel bereits entsprechend der Vorhersagen gestiegen sei und es in einigen Gegenden deutlich weniger regne. "Dies ist das Jahrzehnt, in dem wir handeln müssen", forderte Flannery. Erst im Dezember und Jänner war der Nordosten Australiens von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht worden.

Ganz ohne Tier – das erste vegane Einkaufsparadies (27.02.2011)
Wer komplett auf tierische Produkte verzichtet, hat für gewöhnlich wenig Auswahl im Supermarkt. In Dortmund hat nun der erste komplett vegane Lebensmittelmarkt eröffnet. [...] In Deutschland leben nach Angaben der Veganen Gesellschaft in Berlin etwa 600.000 Menschen in Deutschland vegan. „Die Tendenz steigt, denn in der Bevölkerung wächst das Bewusstsein für eine tierfreie Ernährung“, sagt der Vorsitzende Christian Vagedes.

Amazonas: Dürre trocknete halben Dschungel aus (04.02.2011)
Eine extreme Dürre hat vergangenes Jahr den Amazonas-Regenwald heimgesucht. Das belegt die Auswertung von Satellitendaten, berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin "Science". Der Amazonas-Dschungel ist 15-mal so groß wie Deutschland; gut die Hälfte des Waldes war von der Dürre von Juli bis Oktober 2010 betroffen. Es war die zweite schwere Dürre binnen sechs Jahren: Bereits 2005 hatte monatelange Trockenheit ein Drittel des Waldes absterben lassen. [...] Sollten sich Dürren im Amazonas-Wald häufen, könnte "die Zeit vorbei sein", in der der Dschungel die weltweite Zunahme von Kohlendioxid (CO2) in der Luft abmildere, schreiben Lewis und seine Kollegen. Der Amazonas-Regenwald absorbiert ein Fünftel des weltweiten Abgasausstoßes an CO2.

Klimasteuer auf Fleisch und Milch gefordert (26.01.2011)
Für jede Tonne CO2, die bei der Herstellung von Fleisch und Milch an die Atmosphäre freigesetzt wird, sollen Konsumenten künftig 60 Euro Klimasteuer zahlen. Das fordern Ökonomen der Universität Göteborg in der Zeitschrift "Climate Change". Die Massnahme könnte die Treibhausgas-Ausstösse der europäischen Landwirtschaft um sieben Prozent senken, rechnen die schwedischen Forscher vor.
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Fischerei: Rettet den Hering! (25.1.2011)
30 Prozent der europäischen Fischbestände stehen vor dem Kollaps, schätzt die EU-Kommission. Fangquoten haben daran nichts geändert. Rund jedes zweite Meerestier, das wir in Europa essen, wird inzwischen importiert. Und zugleich werfen Fischer tote Fische ins Meer, weil diese kleiner sind als vorgeschrieben, weil die Fangquote für diese Art schon ausgeschöpft ist oder weil die Kapitäne einfach nur Platz brauchen für wertvollere Fische. Das Meer leert sich, die Flotte ist zu groß, die Subventionen sind zu hoch. Jeden Fisch "bezahlen die Europäer praktisch zweimal", stellt die Europäische Kommission nüchtern fest: "einmal im Geschäft und dann noch einmal über ihre Steuern".

Eine Welt ohne Wurst (17.01.2011)
Und seit Staatsanwälte ermitteln, wie das hochgiftige, krebserzeugende Dioxin erst ins Tierfutter kam und dann Millionen Hühner und Abermillionen Eier belastete, stellen wohl noch mehr Verbraucher die Frage, ob nicht ein Ende gefunden werden muss für die oft tierquälerische Massentierhaltung – und ob eine vegetarische Ernährung zur Alternative werden kann. Die Antworten sind eindeutig. Es gibt kaum noch vernünftige Zweifel daran, dass die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen – und die von Menschen aus den übrigen Industrieländern - ein Irrweg sind. Es ist nicht mehr zu bestreiten, dass die überdimensionierte Fleischproduktion fatale Auswirkungen auf das Weltklima hat. Es ist nachgewiesen, dass der durchschnittliche Fleischkonsum hierzulande etwa doppelt so hoch ist, wie es der Gesundheit guttut. Und es macht sich zunehmend die Überzeugung breit, dass es moralisch nicht zu vertreten ist, Tiere in der Mast zu quälen und zu töten, damit sie zu Braten oder Frikadellen verarbeitet werden können.

Alpengletschern droht Massenschmelze (10.01.2011)
Die Erderwärmung könnte bis zum Jahr 2100 zwei Drittel aller europäischen Gletscher zum Schmelzen bringen. Europa würde dann zu den Kontinenten gehören, die von der Gletscherschmelze am stärksten betroffen sind. Das geht aus einer im Fachmagazin "Nature Geoscience" veröffentlichten Studie hervor. [...] Wenn die Forscher Recht haben, dann erwartet die europäischen Alpen ein Gletscher-Rückgang um 75 Prozent. Neuseeland wird 72 Prozent seiner Eisflächen verlieren. In den Hochgebirgen Asiens würden dagegen bis 2100 nur zehn Prozent der Gletscher schmelzen.
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Ausblick Klimaforschung: Wie geht es im Klimaschutz weiter? (28.12.2010)
Künftig müssen wir den Fokus allerdings besonders auf die Städte legen, vor allem auf die Megacitys. Drei Viertel des weltweiten CO2-Ausstoßes pusten diese Ballungszentren in die Atmosphäre. "Hier wird in den kommenden zehn Jahren entschieden, wie viele Emissionen die Menschheit in den folgenden sechs bis sieben Dekaden in die Umwelt bläst", sagt Edenhofer. Denn in die Städte fließt das meiste Geld innerhalb des Jahrzehnts, etwa in den Straßen- und Wohnungsbau, sowie in Stromnetze und Kraftwerke. [...] Im Wärmebereich liegen die größten Potenziale für Sofortmaßnahmen. Einmal durch die Einsparung fossiler Energieträger durch Solar- und Geothermie, sowie durch eine bessere Dämmung der Gebäude. Die Solarthermie ist momentan die Technologie, die am meisten CO2 ersetzen kann im Wärmebereich. Wärmedämmung hat auch ein Riesenpotenzial, doch die Kosten dafür müssen sich amortisieren. "Hier ist die Politik erstaunlich ideenlos", sagt Werner. Doch es sei wichtig, dass die globale Gemeinschaft gemeinsam nach Lösungen suche. Nur so lässt sich unser Zusammenleben auch in Zukunft friedlich gestalten. "Ich glaube, dass Klimaschutz zunehmend ein geopolitisches Problem wird – eines zwischen Krieg und Frieden", sagt Werner. Die Opfer des Klimawandels, insbesondere die Entwicklungsländer werden das Zögern der Industrienationen nicht mehr lange mit ansehen. "Für sie geht es schließlich ums nackte Überleben."

Der neue Trend: Esst weniger Fleisch! (27.12.2010)
Und in den Unternehmenskantinen wird dem "meat free monday" eine grosse Zukunft vorausgesagt. So wie man am "casual friday" keine Krawatte mehr trägt, wird montags in der Kantine nicht mehr Spaghetti bolognese oder Geschnetzeltes mit Reis serviert, sondern thailändisches Gemüse-Curry oder Quiche Lorraine mit Salat. Zuvor hat die PR-Abteilung die Belegschaft darüber informiert, wie viele Tonnen CO2 das Unternehmen dadurch jährlich einspart. Wie ist der neue Trend zu erklären? Es gibt verschiedene Ursachen: Nach wie vor ist das Schlachten von Tieren keine appetitliche Angelegenheit und die Massentierhaltung ist etwas, worauf die Menschen nicht stolz sein können. Zudem hat die anhaltende Diskussion über den Klimawandel dazu geführt, dass auch die ökologischen Folgen des Fleischessens bewusster geworden sind. Um ein einziges Kilo Rindfleisch herzustellen, braucht es etwa zehnmal so viele Kalorien, wie wenn man sich pflanzlich ernähren würde. Dazu kommen noch 15’000 Liter Wasser. Schliesslich ist der Verzehr von Fleisch gesundheitlich umstritten, Vegetarier haben eine höhere Lebenserwartung.

Top Trend 2011 – weniger Fleisch (16.12.2010)
Das amerikanische Ernäherungsmagazin Allrecipes.com hat gemeinsam mit Konsumforscher Robin Avni die Top-Essens-Trends für 2011 erforscht. Einer davon ist der Verzicht bzw. die Reduktion des Fleischkonsums. "Was schlecht für die Wirtschaft sein wird, ist dafür gut für den Kampf gegen die Klimaerwärmung. Gemüse wird der neue Star am Essenshimmel sein. Sein eigenes Gemüse anzubauen wird auch zum Trend, aber generell scheinen die Konsumenten gefallen an vegetarischen Gerichten zu finden, zu positiven Lasten des Fleischkonsums. Sogar Restaurants bieten mittlerweile bereits fleischlose Montage an. Die Hauptmotivation hinter dem Trend ist zwar die Gesundheit, aber auch für den Körper, das Bankkonto und die Umwelt ist der Trend ein Segen," schreibt das Magazin.

Einigung von Cancún: Aus dem Koma erwacht (11.12.2010)
Wäre nach Kopenhagen auch Cancún gescheitert, wären die internationalen Klimaschutz-Verhandlungen womöglich wirklich am Ende gewesen. Die Uno und ihre Mitglieder haben diese letzte Chance zum Glück genutzt. Das ist aber kein Grund, sich nun beruhigt zurückzulehnen. Im Gegenteil geht jetzt vor allem jener "zweite Gipfel" los, von dem Unep-Chef Achim Steiner in Cancún gesprochen hat – der permanente Gipfel der Bürger, Firmen, Stadträte und Regierungen. Sie müssen dafür sorgen, dass die Beschlüsse nicht nur umgesetzt, sondern am besten übertroffen werden. Von Cancún führt eine Spur in den Alltag jedes Einzelnen. Die Menschen – vor allem in den westlichen Ländern – haben die Macht, weniger Auto und mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, ihren Fleischkonsum zugunsten hochwertiger pflanzlicher Lebensmittel einzuschränken, in erneuerbare Energien zu investieren, statt ihre Wohnungen mit fossilen Brennstoffen auf T-Shirt-Temperatur zu heizen. Zudem können sie Politiker dabei unterstützen, Steuergelder in Energieforschung, statt in kurzfristigen Konsum zu investieren, in grüne Infrastruktur statt in weiteren Raubbau. So ließe sich demonstrieren, dass westlicher Wohlstand nicht heißen muss, den Planeten zugrunde zu richten. Neue, smartere Formen von Wohlstand sind möglich. Der globale Klimagipfel wird mit dem Happy End in Cancún also erst beginnen.
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Klimakonferenz: "Sagt nicht, ihr braucht mehr Zeit!" (09.12.2010)
Seit 18 Jahren verhandeln die Vereinten Nationen über die Erderwärmung. Rio, Kyoto, Bali, Kopenhagen – "Ihr redet schon mein ganzes Leben lang", steht auf den T-Shirts einer Jugend-NGO, "sagt nicht, dass ihr mehr Zeit braucht!"

"World Ocean Review": Hiobsbotschaft im Flüsterton (18.11.2010)
Der Mensch fischt die Ozeane leer, benutzt sie als Müllkippe, beutet sie rücksichtslos aus. Jetzt soll der "World Ocean Review" die breite Öffentlichkeit über den Zustand der Meere unterrichten. Doch die deutschen Forscher flüstern, anstatt aufzuschreien. [...] Das pflanzliche Plankton, die Basis der Nahrungspyramide, ist seit 1950 global um 40 Prozent geschwunden. [...] Die steigende Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre führt zu einer Versauerung der Ozeane, die weitreichende Konsequenzen für die gesamte Nahrungskette im Meer haben dürfte.
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Klimakonferenz Cancún: Die Lage ist nicht ernst. Sondern dramatisch (24.10.2010)
Daten der Nationalen Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (NOAA) zeigen, dass 2010 weltweit voraussichtlich das wärmste Jahr sein wird, seit die Behörde ihre Aufzeichnungen im Jahr 1880 begann. Der Juni dieses Jahres war der 304. Monat in Folge, in dem die weltweiten Temperaturen von Festland und Ozeanen die Durchschnittswerte des 20. Jahrhunderts überstiegen. [...] In den Vereinigten Staaten leben vier Prozent der Weltbevölkerung, doch das Land produziert ein Viertel der globalen Kohlendioxidemissionen.

Gloggnitz – erste österreichische Stadt mit "Veggie Day" (07.10.2010)
Ab sofort bieten die Gloggnitzer Gastronomen – jeden Donnerstag, beginnend mit 7. Oktober 2010 – ein vegetarisches Menü an. Dieser "Veggie Day" wurde von den Grünen und der Gemeinderätin Karin Schieraus gemeinsam mit den Gloggnitzer Gastronomen ins Leben gerufen. Veggie Day bedeutet Verringerung des CO2 Ausstoßes und trägt so zum Klimaschutz bei, dient dem Tierschutz durch Verringerung der Massentierhaltung und der Tiertransporte, fördert unsere Landwirtschaft und unsere Region und steigert durch die Senkung des Cholesterinspiegels die Gesundheit.
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Weniger Fleisch ist gut für's Klima (28.09.2010)
Immerhin ist die Fleischproduktion für 18 Prozent der klimaschädlichen Gase weltweit verantwortlich. Rinder produzieren bei der Verdauung erhebliche Mengen Methan, das 25mal so schädlich ist wie CO2. Außerdem werden in Südamerika immer mehr CO2-absorbierende Regenwälder vernichtet, um noch mehr Weideland zu schaffen. Somit ist der Fleischverzicht der einfachste Beitrag zum Klimaschutz, der sofort und ohne große Vorbereitungen umgesetzt werden kann. Wenn über 200.000 LübeckerInnen an 52 Tagen zusätzlich vegetarisch essen würden, ersparten sie der Umwelt die Kohlendioxid-Belastung von zirka 18.000 Autos pro Jahr.

Bilanz 2010: Wetterextreme treten immer häufiger auf (27.09.2010)
Hochwasser, Waldbrände, Stürme – Naturkatastrophen haben in diesem Jahr weltweit Milliardenschäden angerichtet. Der Versicherungskonzern Münchner Rück sieht einen Zusammenhang mit dem Klimawandel und fordert weniger CO2-Emissionen. [...] "Verbindliche CO2-Reduktionsziele müssen deshalb auf der Tagesordnung bleiben, sonst tragen künftige Generationen die Folgen", sagte Höppe in Hinblick auf den Weltklimagipfel im November und Dezember in Mexiko.

Satellitenmessung: Arktis-Schmelze setzt sich fort (13.09.2010)
Die große Schmelze dauert an: Im vierten Jahr in Folge ist das Meereis rund um den Nordpol stark geschrumpft. Die Ausdehnung der Eisfläche erreicht eine der geringsten Ausdehnungen seit Beginn der Messungen.

Ab 7. Oktober dominiert vegetarische Kost den Donnerstag (10.09.2010)
[...] Und Gloggnitz soll als erste Stadt nachziehen und jeden Donnerstag ein vegetarisches Menü anbieten. Schieraus: „Die Wirte von Köstliches Gloggnitz stehen der Idee alle offen gegenüber. Es ist auch ein gewisses Prestige, erster zu sein." Vorigen Freitag stellte Schieraus gemeinsam mit Grüne-LA Madeleine Petrovic – sie ist, wie Schieraus auch Vegetarierin – das Projekt Veggi-Day vor. Wichtig ist nicht nur die, damit verbundene, gesunde Kost für den Gast. "Es ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz, da für Fleisch deutlich mehr Ressourcen verbraucht werden, als für Gemüse", so Schieraus. Vom Wegfallen der Tiertransporte ganz zu Schweigen.

Kohlenstoff-Speicher: So atmet der Regenwald (07.09.2010)
Indem sie Kohlendioxid aus der Atmosphäre saugen, schützen Regenwälder unser Klima. Doch wo steckt das meiste Gas? Ein neues Verfahren zeigt, an welcher Stelle wie viel Kohlenstoff in der Vegetation gespeichert ist – und welche Orte somit besonders schützenswert sind.

Drastischer Plankton-Rückgang: Futterkrise in den Weltmeeren (29.07.2010)
Die Hälfte des von Pflanzen produzierten Sauerstoffs geht auf das Konto des Phytoplanktons. [...] Zudem absorbiert Phytoplankton auch einen Teil der gewaltigen Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid, die jedes Jahr von den Ozeanen aufgenommen werden. Das Schwinden der kleinen Pflanzen könnte die Erwärmung auf diese Weise nochmals beschleunigen.

Klimaschutz durch bewusste Ernährung (28.06.2010)
Den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten einzuschränken und landwirtschaftliche Produktionsmethoden anzupassen, würde die globalen Emissionen von Treibhausgasen deutlich vermindern. Bis zum Jahr 2055 könnte der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 Prozent reduziert werden, berichten Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Ergebnisse ihrer Modellierungsstudie wurden kürzlich im Fachmagazin "Global Environmental Change" veröffentlicht.

Fleischverzicht schont das Klima (28.06.2010)
Wer weniger Fleisch isst und weniger Milch trinkt, schont das Klima. Bis zum Jahr 2055 könnte der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 Prozent verringert werden. Das errechneten Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). "Milch und Fleisch machen wirklich einen Unterschied", sagte der Leiter der Studie, Alexander Popp.

"Fleisch und Milch machen einen Unterschied" (28.06.2010)
Globale Treibhausgas-Emissionen könnten durch den eingeschränkten Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten deutlich gemindert werden. Das berichten Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) im Fachmagazin Global Environmental Change. Bis 2055 könnte der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80 Prozent reduziert werden.

Eis der Arktis erholt sich nicht - Forscher von Alfred-Wegener-Institut und KlimaCampus legen Prognosen zum Septemberminimum vor (23.06.2010)
Auch für den Spätsommer 2010 ist wieder ein kritisches Minimum des arktischen Meereises zu erwarten. Dies veröffentlichten jetzt Wissenschaftler vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) und vom KlimaCampus der Universität Hamburg im jährlich erscheinenden Seaice-Outlook.

Weltweiter Rekord: Mai war der wärmste seit Beginn der Messungen (16.06.2010)
Neuer globaler Temperaturrekord: Der Mai war der wärmste seit mindestens 130 Jahren. Das ganze Jahr schon war es weltweit ungewöhnlich warm - nun jedoch könnte pazifische Kälte die Temperaturen auf dem Globus vorübergehend senken.

Wärme dort, Kälte hier (14.06.2010)
Der Klimawandel lässt das Eis in der Arktis schmelzen. Langfristig wird das den Industrienationen in Europa, Nordamerika und Asien im Winter mehr Schnee und Frost bescheren.

Erste Expeditionsergebnisse: Ozeane versauern nachweisbar (04.06.2010)
Meeresforscher messen in der Arktis mit Hilfe riesiger Versuchsgefäße die Versauerung des Ozeans. [...] Die Ozeane speichern einen großen Teil des von Menschen verursachten Kohlendioxids und wirken damit der Erderwärmung entgegen. Seit Beginn der Industrialisierung haben sie den Angaben zufolge bereits so viel CO2 aufgenommen, dass der Säuregrad des Wassers um 30 Prozent gestiegen ist. Bis 2100 werde er voraussichtlich noch einmal um 100 Prozent wachsen, wenn der CO2-Ausstoß in derzeitigem Umfang fortgesetzt wird, vermuten die Forscher. Polargebiete reagieren besonders sensibel auf diesen Versauerungsprozess.

UNEP-Bericht fordert einschneidende Reformen in den Bereichen Energie und Landwirtschaft (02.06.2010)
"Der Ausschuss hat alle verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse überprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass zwei weitgefasste Bereiche derzeit einen unverhältnismäßig hohen Einfluss auf die Menschen und die lebenserhaltenden Systeme des Planeten haben - das sind der Energiebereich in Form fossiler Brennstoffe sowie die Landwirtschaft, insbesondere die Viehzucht für Fleisch und Milchprodukte", sagte Achim Steiner, Untergeneralsekretär der UNO und UNEP-Exekutivdirektor. Dem Bericht zufolge fallen 70 % des weltweiten Süßwasserverbrauchs und 38 % der gesamten Landnutzung auf die landwirtschaftliche Produktion. Sie ist ein großer Motor für viele Umweltprobleme, beispielsweise für den Verlust von Lebensräumen, den Klimawandel und die Umweltverschmutzung. [...] Der Ausschuss weist darauf hin, dass letztlich die privaten Haushalte für viele Umweltfolgen verantwortlich sind. "In den meisten Ländern bestimmt das Konsumverhalten der Haushalte zu 60 % oder mehr die Auswirkungen des Produktlebenszyklus durch den Endverbrauch", so der Bericht. "Es seien daher "dramatische Verbesserungen" der Energieverbrauchsmuster der Haushalte erforderlich, zum Beispiel bei den Heiz- und Kühlsystemen, bei Maschinen und Geräten und der Art, wie die Menschen reisen. Zur Frage der Ernährung empfiehlt der Bericht eine deutliche Verschiebung weg von tierischen Proteinen hin zu mehr pflanzlicher Kost.

Landwirtschaft frisst die Erde auf (02.06.2010)
Wie sich die Welt ernährt und wie sie Energie erzeugt, wird die Entwicklung im 21. Jahrhundert maßgeblich mitbestimmen. In diesen zwei Sektoren gilt es, dramatische Reformen zu setzen, um die Zukunft der Erde zu sichern. Zu diesem Schluss kommt das International Panel for Sustainable Resorce Management des United Nations Environmental Programme (UNEP), das heute, Mittwoch, seine jüngste Studie präsentiert. [...] "Ganz oben auf der Liste der größten ökologischen Fußabdrücke steht jedoch auch die Landwirtschaft", betont Hertwich. "Sie ist verantwortlich für 20 Prozent der Treibhausgasemissionen, für 60 Prozent der Phosphor- und Stickstoffemissionen und für 30 Prozent der Gift-Emissionen in Europa - insbesondere von Chemikalien." Die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten trage den größten Anteil an diesen Umweltfolgen. "Auf Kosten der Landwirtschaft gehen zudem 70 Prozent des weltweiten Süßwasserbedarfs und 38 Prozent der gesamten Fläche." [...] "Das Panel stellt eine Diagnose. Nun geht es darum, die geeignete Therapie dazu zu finden", so von Weizsäcker. "Wir folgen der von UNEP-Direktor Achim Steiner vorgeschlagenen Abkopplung des Wohlstands von den verursachten Schäden. Im Falle der Landwirtschaft bedeutet dies unter der Prämisse, dass die Weltbevölkerung bis 2050 um 50 Prozent zunimmt, eine radikale Änderung der Ernährungsgewohnheiten weg von tierischen Produkten."

Ozeanographie: Temperatur der Ozeane gestiegen (21.05.2010)
Die Temperatur in den oberen Schichten der Weltmeere ist zwischen 1993 und 2008 definitiv gestiegen. Dies berichtet ein internationales Forscherteam nach einer detaillierten Fehleranalyse und Neubewertung vorhandener Messdaten im Fachjournal "Nature".

Folgen der Erderwärmung: Eisschmelze lässt Grönland aufsteigen (20.05.2010)
Grönlands Festland wird größer: Weil die Eismassen schwinden, verringert sich ihr Druck auf den darunter liegenden Fels. Das Land taucht auf - und zwar deutlich messbar. Das Phänomen hat Folgen für den Meeresspiegel.

Weltweiter Rekord: April war der wärmste seit Beginn der Messungen (19.05.2010)
Forscher melden einen globalen Temperaturrekord: Der April war der wärmste seit mindestens 130 Jahren. Auch die Monate davor waren im weltweiten Durchschnitt extrem warm - in Deutschland gab es aber keine neuen Höchstmarken.

Hitzestress im 22. Jahrhundert: Erde könnte für Menschen zu heiß werden (12.05.2010)
US-Forscher haben den "worst case" der aktuellen Klimamodelle untersucht: Wenn der Mensch weiterhin so viele Treibhausgase wie bisher produziert, sehen seine Überlebenschancen im 22 Jahrhundert düster aus. Weite Teile des Planeten würden dann wegen unerträglicher Hitze unbewohnbar.
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UN-Bericht: Artensterben wie seit den Dinosauriern nicht mehr (11.05.2010)
Der Pariser Ökologe Paul Leadley warnt besonders vor den sogenannten Tipping Points – plötzlichen, katastrophalen Ereignissen, dem sprichwörtlichen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. [...] So zeigen Berechnungen der Biologen, dass das Überleben des Amazonas-Regenwalds von sich gegenseitig beeinflussenden Abholzungen, Buschfeuern und dem Klimawandel abhängt. "Jeder dieser drei Prozesse kann das System zum plötzlichen Zusammenbruch führen", erläutert Leadley. "Um das zu verhindern, müssen alle drei Probleme gelöst werden – nur eines oder zwei zu lösen, reicht nicht aus." Ohne eine Lösung, so hat Leadley berechnet, könnte bis 2030 eine riesige Fläche Urwald verloren gehen, die nicht nur das Klima in ganz Südamerika verändern würde. "Zugleich würde so viel Kohlenstoff freigesetzt, wie die Menschheit sonst in zwei Jahren produziert." [...] Die Bevölkerungsexplosion müsse ebenso zur Debatte stehen wie Konsum- und Wirtschaftsmuster. "Es wird Zeit, dass wir die Auswirkungen in die Bilanz unseres ökonomischen Handelns integrieren." Lovejoy betont den engen Zusammenhang zwischen Biodiversitätsverlusten und dem Klimawandel. Der Bericht empfiehlt ein globales Programm zur Regenerierung von Ökosystemen, das den Treibhauseffekt deutlich bremsen könnte. [...] "Mir ist klar, dass eine Klimaerwärmung von 2 Grad, die in Kopenhagen diskutiert wurde, zu viel für unser Ökosystem ist." Eine zwei Grad heißere Welt sei eine artenärmere Welt – eine Welt etwa ohne Korallenriffe. "Die Auswirkungen nicht nur für marine Ökosysteme, sondern auch für fünf Prozent der Weltbevölkerung, die im Umkreis von 100 Metern von Korallenriffen leben, wären äußerst weit reichend."

Tierfabriken schlagen Kleinbauern (04.05.2010)
Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist für 18 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich – für mehr als das Transportwesen. Bei der Tierhaltung wird nicht nur CO2 freigesetzt. Die Verdauung von Rindern produziert grosse Mengen Methan, das 23-mal stärker zur Erderwärmung beiträgt als CO2. Im Kot von Tieren sind Stickoxide enthalten, welche die 296-fache Wärmewirkung haben. Forscher haben errechnet, dass bei der Produktion eines halben Kilos Rindfleisch so viel Klimagase entstehen wie bei einer 35 Kilometer langen Fahrt mit einem Mittelklassewagen. Die Gewinnung der gleichen Menge an Kartoffeln macht mit demselben Auto gerade mal die Fahrt zum nächsten Einkaufszentrum aus, nämlich 600 Meter. [...] Je wohlhabender die Menschen werden, desto mehr Fleisch essen sie. Das chinesische 1,4-Milliarden-Volk fällt besonders ins Gewicht. Dort ist der jährliche Fleischkonsum pro Kopf zwischen 1995 und 2005 von 38,2 auf 59,5 Kilogramm gestiegen. Und die Entwicklung geht im selben Tempo weiter. Zum Vergleich: In der Schweiz stagniert der Fleischkonsum bei 72,3 Kilogramm pro Kopf; Amerikaner essen durchschnittlich 126,6 Kilogramm Fleisch im Jahr – in Malawi sind es 4,6.

Geologie: Im Permafrost lauert der größte Kohlenstoff-Schatz (04.05.2010)
Bei Diskussionen um den Klimaschutz ging es bisher meist um die Atmosphäre oder Regenwälder – dabei hätte ein Blick auf die so genannte Circumpolarregion nicht geschadet: In den dortigen Permafrostböden wird die Hälfte des Kohlenstoffs der Erde gespeichert. Fatal wird es, wenn die Böden auftauen.

Wenn es keinen Ausweg aus der Klimakatastrophe gibt (30.04.2010)
Werden bei der zunehmenden weltweiten Erwärmung bestimmte Grenzwerte – die Wissenschaftler sprechen von "Kipp-Punkten" – erreicht, lassen sich Entwicklungen nicht mehr umkehren.

Klimawandel in Deutschland: Regen im Westen, Durst in Sachsen (28.04.2010)
Der Klimawandel wirkt sich regional sehr unterschiedlich aus, meldet der Deutsche Wetterdienst - und bietet Klimaskeptikern die Stirn.

Probelauf für Desertec: Wie Siemens in Spanien den Wüstenstrom testet (23.04.2010)
Es soll das größte Öko-Energieprojekt der Geschichte werden: Für 400 Milliarden Euro wollen europäische Konzerne Strom in Nordafrika produzieren – aus Sonnenkraft. Nun hat Siemens in Spanien mit dem Probelauf begonnen und ein sogenanntes solarthermisches Kraftwerk errichtet.

Kopenhagen-Akkord: Staaten verfehlen 2-Grad-Ziel (22.04.2010)
Über 70 Staaten haben im Anschluss an die Weltklimakonferenz ihre Reduktionsziele bekannt gegeben. Doch die sind viel zu lasch, kritisieren Wissenschaftler.
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Geologie und Klimaforschung: Klimawandel könnte Vulkanausbrüche fördern (21.04.2010)
Wenn gigantische Eisschichten über Vulkanen schmelzen, sinkt der Druck. Dadurch kann sich schneller Magma im Erdmantel bilden. Und das könnte Einfluss auf Eruptionen haben.

Klimawandel läßt die Erde beben und Vulkane speien (21.04.2010)
Treibhausgasemissionen bewirken eine globale Erwärmung. Kohlendioxidemissionen außerdem einen Anstieg der Acidität der Meere. In der Folge verändern sich Lebensräume, sterben Arten aus, werden biologische Nahrungskreisläufe unterbrochen, kommt es zu vermehrten Extremwetterereignissen, Dürren, Überschwemmungen, möglicherweise zum Verlust des Meeres als Nahrungsquelle, zu schwerwiegenden Störungen der Nahrungsmittelversorgung zum Beispiel in Asien, zu fehlender Wasserversorgung in Teilen Asiens und Australiens, zu einem Anstieg des Meeresspiegels und dadurch zur Versalzung oder Überschwemmung vieler landwirtschaftlicher Nutzflächen und von Wohngebieten im Küstenraum. Das ist nur eine Auswahl von Wirkungen, die früher oder später sicher eintreffen oder zumindest wahrscheinlicher werden, wenn die Emissionen der Treibhausgase nicht rechtzeitig eingeschränkt und schließlich beendet werden. Der Klimawandel kann außerdem vermehrt zu Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis führen.
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Klimaschutz: Zwei Grad und nicht mehr (16.04.2010)
Wenn jedes Land, ungeachtet seiner historischen Verantwortung für die Belastung der Atmosphäre, nur noch an sich dächte, würden sich gefährliche Spannungen aufbauen und schließlich entladen. Verlieren dürften dabei alle, insbesondere aber die jungen und noch nicht geborenen Menschen, denen eine lebenswerte Zukunft abhanden zu kommen droht. Und dies ganz besonders in den armen Ländern des Südens, die über ein Emissionshandelssystem erhebliche Entwicklungschancen gewinnen könnten. Zum guten Risikomanagement gehört es, die Chancen zu erkennen, die mit dem Einhegen von Gefahren verbunden sind. Die Weltgesellschaft schnell, also bis zur Jahrhundertmitte, aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu befreien hätte drei Vorteile: Erstens würde das Klima stabilisiert. Zweitens käme es dadurch zum Übergang zu einer hocheffizient-nachhaltigen Energieversorgung aus Sonne, Wind und Wellen. Drittens könnten viele Entwicklungsländer "schmutzige" Industrialisierungsphasen überspringen. Sie würden dadurch gerade für Deutschland und Europa zu interessanten Partnern und Märkten im 21. Jahrhundert.

Debatte über die Wirtschaft der Zukunft: Fortschritt ja, aber bitte grün (15.04.2010)
Der Kapitalismus pur stößt an seine Grenzen. Die Weltbevölkerung wächst rasant, die Ökosysteme kollabieren, ganze Landstriche drohen zu veröden. Die Unternehmen müssen deshalb radikal umdenken und ihre Produkte an einem höheren Ziel ausrichten: der grünen Revolution.

Klima: Deutschland drohen klirrende Winter (15.04.2010)
In Zukunft müssen die Menschen in Großbritannien und Mitteleuropa häufiger mit kalten Wintern rechnen. Einem vom Menschen erzeugten Klimawandel widerspricht das aber nicht.
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Grüner leben: Für die Vernunft erwärmt (12.04.2010)
Von fast 18 Millionen Zentralheizungen in Deutschland läuft derzeit nur eine Million mit erneuerbaren Energien. Hinzu kommen 1,3 Millionen solarthermische Anlagen auf Dächern. Immerhin favorisiert jeder achte Käufer bei neu eingebauten Heizungen die Nutzung von Holz oder Umweltwärme. Und jeder Dritte hat eine zusätzliche Warmwasserbereitung mit Sonnenkraft eingebaut. Häuser sind Energiefresser. Für Heizung und Warmwasser werden fast 40 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs aufgewendet. Das meiste davon schlucken Altbauten: Selbst wenn "alle Neubauten Häuser ohne Energieverbrauch wären, würde das die Energiebilanz Deutschlands kaum ändern", sagt deshalb der Haustechniker Christian Huber von der Technischen Universität München. [...] Zwar hat die Bundesregierung das energieeffiziente Bauen und Sanieren seit 2007 mit satten sechs Milliarden Euro gefördert. Trotzdem wird es beim bisherigen Tempo rund hundert Jahre dauern, bis alle Gebäude modernisiert sind. Bei Mietshäusern gibt es das Sonderproblem, dass der Eigentümer selbst nicht die Heizkosten zahlt und daher wenig Anreiz zum Investieren hat.

San Francisco führt vegetarischen Wochentag ein (10.04.2010)
San Francisco ist die erste US-amerikanische Stadt, die das Konzept des vegetarischen Wochentags aufgreift. Am Dienstag (06.04.2010) stimmte das "San Francisco Board of Supervisors" einer Resolution zu, die den Montag als "Vegetarian Day" bezeichnet, und über den Restaurants, Supermärkte und Schulen aufgefordert werden, ihr vegetarisches Angebot deutlich auszuweiten. Die Resolution betont die ökologischen Vorteile der vegetarischen bzw. veganen Ernährung, und sie beschreibt diese als "wahrhaft grüne Ernährung". Dabei wird sowohl auf eine Studie vom Worldwatch Institute Bezug genommen, nach der die Fleischproduktion für 51% der vom Menschen verursachten Klimagasemissionen verantwortlich ist als auch Nobelpreisträger Rajendra Pachauri erwähnt, der dazu rät, den Fleischkonsum aus Umweltgründen zu reduzieren.

Uno-Treffen: Kopenhagen-Kater trübt Bonner Klimakonferenz (09.04.2010)
Neustart im Klimaschutz-Marathon: Erstmals nach dem Desaster von Kopenhagen trifft sich die Staatengemeinschaft zu neuen Verhandlungen. Doch bei dem Treffen in Bonn herrscht Katerstimmung - die Vertrauensbasis scheint dauerhaften Schaden genommen zu haben. [...] Yvo de Boer wäre schon froh, wenn in Cancún das bereits für Kopenhagen anvisierte Ergebnis herauskäme. Dies wäre aber nur eine Rahmenvereinbarung für den künftigen Klimaschutz, kein fertiger Vertrag. Das bedeutet: Einen Vertrag gäbe es frühestens erst ein weiteres Jahr später - Ende 2011 auf dem Gipfel in Südafrika.

Fleischfreier Wochentag jetzt auch in Millionenmetropole Kapstadt (08.04.2010)
Kapstadt unterstützt als erste Stadt Afrikas offiziell den fleischfreien Wochentag. Durch ein einstimmiges Votum im Stadtrat am 6.4.2010 beschloss der Städtische Gesundheitsausschuss, dem Aufruf der Organisation Compassion in World Farming nach einem fleischfreien Wochentag zu folgen.

Küstenschutz: Deiche kriegen auf den Deckel (02.04.2010)
Mit einem neuen Generalplan Küstenschutz will Schleswig-Holsteins Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Juliane Rumpf (CDU), den Auswirkungen des Klimawandels begegnen. "Ohne Deiche stünde ein Viertel des Landes mehrmals im Jahr unter Wasser", sagte Rumpf am Donnerstag in Brunsbüttel. Die Politik müsse sich auf einen Anstieg des Meeresspiegels von "bis zu eineinhalb Metern" bis zum Ende des Jahrhunderts einstellen.

BürgermeisterInnen für niedrigeren Fleischkonsum (26.03.2010)
Neben dem vegetarischen Donnerstag in Bremen und dem fleischfreien Freitag in Schwerin tut sich auch in anderen Städten einiges rund um das Thema Fleischreduktion.

Schwerin führt fleischfreien Wochentag ein (24.03.2010)
Die Oberbürgermeisterin von Schwerin, Angelika Gramkow, hat den Freitag zum fleisch-, aber nicht fischfreien Wochentag erklärt. In der Kantine der Schweriner Stadtverwaltung, wo pro Tag durchschnittlich 130 Mittagessen verzehrt werden, wird nun einmal wöchentlich kein Fleisch angeboten. Die Stadtverwaltung möchte auf diese Weise einen Beitrag zum Klimaschutz und für die Gesundheit der Mitarbeiter leisten. Allerdings bietet die Kantine freitags auch weiterhin Fisch und Fischgerichte an. Eine umfassende Reduzierung des Fischkonsums ist erforderlich, da die weltweiten Fischbestände dramatisch zurückgehen. Auch Aquakulturen bringen viele ökologische Probleme mit sich.

Warme Meeresströmung: Südlichstes Korallenriff der Welt verliert Farben (24.03.2010)
Wenn Korallen unter Stress geraten, stoßen sie die in ihnen lebenden Algen ab, verlieren ihre Farbe und sterben. Eine solche Bleiche hat sich jetzt vor Australien ereignet. Schon warnen Forscher davor, dass die Krise der Korallen die Lebensgrundlage vieler Millionen Menschen gefährden könnte.

Problem gelöst: Umkämpfte Insel im Golf von Bengalen versunken (24.03.2010)
Rund 30 Jahre haben Indien und Bangladesch um eine kleine Insel im Golf von Bengalen gestritten. Jetzt hat sich das Problem von selbst gelöst: New Moore Island ist im Meer versunken - offenbar wegen des steigenden Meeresspiegels.

Studie stützt Bundespräsidenten: Auch Umweltbundesamt für höhere Spritpreise (23.03.2010)
Bundespräsident Horst Köhler hatte mit seiner Forderung nach höheren Spritpreisen für Empörung gesorgt. Jetzt erhält er Rückendeckung vom Umweltbundesamt. Die Behörde weist in einer Studie nach, dass eine Erhöhung des Spritpreises um drei Cent pro Jahr möglich und noch dazu gut für die Umwelt wäre.

Konsumdenken als "Klimakiller" Nummer eins (21.03.2010)
Das Konsumdenken nach westlichem Muster ist der Klimakiller Nummer eins, geht aus dem "State of the World Report 2010" hervor, den das unabhängige Worldwatch Institute verfasst hat. Um eine Zerstörung der weltweiten Ökosysteme zu vermeiden, seien nicht nur umweltfreundliche Technologien oder staatliche Maßnahmen erforderlich, sondern vor allem ein Wandel im Konsumverhalten, fordern die Autoren des Reports "Einfach besser leben - Nachhaltigkeit als neuer Lebensstil". [...] Schon heute übernutze die Weltbevölkerung die natürlichen Ressourcen der Erde um ein Drittel, heißt es in dem Report. Die Hauptverantwortung dafür liege bei den Industriestaaten: Wenn alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen würden, wie die konsumhungrigen US-Amerikaner, könnte der Planet nur 1,4 Milliarden Menschen ernähren. Doch werden 2050 voraussichtlich rund neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Die 500 Millionen Menschen mit dem größten Wohlstand stellen zwar nur sieben Prozent der Weltbevölkerung, sind aber für die Hälfte der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Weltwassertag – jeden Tag baden und trotzdem sparen (21.03.2010)
Tatsache ist, dass unsere Essgewohnheiten entscheidend dazu beitragen, wie groß unser Wasser-Fußabdruck ist. Viel Wasser wird vor allem für die Herstellung von Produkten tierischer Herkunft benötigt. So werden laut dem internationalen Water Footprint Network 4.000 Liter Wasser für ein 250-Gramm-Rindersteak benötigt. Für den Anbau der gleichen Menge Kartoffeln werden dagegen nur 225 Liter Wasser gebraucht. "Wer sich vorwiegend vegetarisch oder vegan ernährt, könnte theoretisch jeden Tag ein Bad nehmen und würde dennoch mehr Wasser sparen als ein Fleischesser, der nur kurz unter die Dusche springt. Schade, dass die wenigsten Umweltschutzorganisationen bislang den Mut aufbringen, das ihren Mitgliedern auch zu erklären", bedauert Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Öko-Doku "Die 4. Revolution": So gut sah die Energiewende noch nie aus (19.03.2010)
Kein Öl, keine Kohle, keine Atomenergie - der Kinofilm "Die 4. Revolution" zeigt, wie die Welt allein mit erneuerbaren Energien auskommen könnte. Auch die Finanzierung der Doku ist spektakulär: Statt Filmförderung brachten mehr als 150 Unternehmen und Privatpersonen das nötige Geld auf.

Zum Weltwassertag: Wöchentlicher Veggietag spart pro Person und Jahr 95.000 Liter Wasser (19.03.2010)
Wie viel Wasser wir verbrauchen, hängt nicht maßgeblich davon ab, wie viel wir trinken oder für Kochen, Waschen und Körperpflege benötigen. Der durchschnittliche Haushalt verbraucht hierfür täglich lediglich 100 bis 500 Liter Wasser. Für den Anbei der Nahrungsmittel werden jedoch täglich 2.000 bis 5.000 Liter Wasser benötigt. Am stärksten wird unser Wasserbedarf also indirekt, über unsere Ernährung, bestimmt. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln verursacht im Durchschnitt einen bis zu 10-mal höheren Wasserverbrauch als unser sonstiger privater Bedarf an sauberem Wasser. Tierische Produkte sind dabei deutlich ressourcenintensiver als die Erzeugung von pflanzlicher Nahrung wie Obst, Gemüse und Getreide: Laut der UNESCO sind im Schnitt 700 Liter Wasser nötig, um 1 kg Äpfel zu produzieren und 900 Liter für 1 kg Kartoffeln. Eier verbrauchen je Kilo 3.000 Liter Wasser und 1 kg Rindfleisch erfordert sogar 15.500 Liter. Würde man auf dieses eine Kilo Rindfleisch verzichten, könnte eine Person mit dem eingesparten Wasser ein ganzes Jahr lang täglich für mehrere Minuten duschen.
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Wattenmeer-Konferenz: Mehr Schutz für das Welterbe Watt (18.03.2010)
Klimawandel, Verschmutzung und fremde Arten bedrohen das Wattenmeer. Deutschland, Dänemark und die Niederlande wollen nun eine klimaneutrale Zone für die Region schaffen.

Vegetarier: Immer mehr sind fleischlos glücklich (17.03.2010)
Verzichten ist modern, nicht nur in der Fastenzeit: Immer mehr Menschen streichen Fleisch von ihrem Speiseplan. Dieser Trend geht inzwischen soweit, dass in Berlin im Januar die erste rein vegetarische Mensa eröffnet wurde und Bremen den Donnerstag zum "Veggie-Tag" erklärt hat.

Rote Liste: Alarmstufe rot für Europas Insekten (17.03.2010)
Der Verlust der Lebensräume und der Klimawandel gefährdet das Überleben von Schmetterlingen, Käfern und Libellen in Europa. Das zeigt die neuesten von der EU-Kommission in Auftrag gegebene europäische Roten Liste. Demnach sind knapp zehn Prozent der Schmetterlinge, 14 Prozent der Libellen und elf Prozent der in verrottendem Holz lebenen Käferarten in Europa vom Aussterben bedroht. Einigen Arten droht sogar das weltweite Aussterben.

Klimawandel: Treibhaus schlägt Sonne (17.03.2010)
Welche Rolle die Sonne bei der Erderwärmung spielt, war lange umstritten. Die Ergebnisse mehrerer neuer Studien überraschen die Forscher.

Zweitwärmster Winter seit 130 Jahren (17.03.2010)
Ist in Deutschland vom ausklingenden Winter die Rede, denken viele Menschen an klirrende Kälte, meterhohe Schneeverwehungen und zugefrorene Seen. Doch der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf stellt fest, dass es sich - bezogen auf die gesamte Nordhalbkugel - um den zweitwärmsten Winter seit Beginn der Messungen im Jahr 1880 handelt.

Eine Familie lebt vegetarisch: Leben ohne Schnitzel (14.03.2010)
"Junge Menschen fühlen sich oft machtlos, sie würden gerne etwas tun, etwa gegen den CO2-Ausstoß und den Klimawandel", sagt Katja Nienborg. Fleischverzicht sei auch ein Aufbegehren gegen die Gewohnheiten der Eltern, oft sogar eine Möglichkeit des politischen Protests im Privaten, wie man auf zahlreichen No-Meat-Blogs im Internet erfahren kann.

Todgeweihte Paradiese (12.03.2010)
Ein Bildband zeigt, welche Gebiete vom Klimawandel besonders bedroht sind.

Maisethanol ist kein Klimaschützer (12.03.2010)
Obwohl Ethanol aus Mais bei der Verbrennung kein Kohlendioxid (CO2) aus fossilen Quellen erzeugt, ist er nicht klimafreundlich. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Purdue University im Fachmagazin BioScience. Die Wissenschaftler erstellten ein Modell des CO2-Ausstoßes, den die Maisethanol-Produktion der USA global verursacht. [...] Die Forscher untersuchten, wie sich die Landnutzung durch die von der USA geplante Steigerung der Ethanolproduktion weltweit verändern wird. Dass viele Landstriche zusätzlich in Maisfelder umgewandelt werden, bedeutet in Summe einen Ausstoß der Treibhausgase CO2 und Lachgas (N2O). [...] CO2 stamme dabei direkt aus dem in der Maisproduktion freigesetzten Bodenkohlenstoff, indirekt aus der Landnutzung in anderen Regionen der Erde. "Steigt in der USA die für Bioethanol verwendete Bodenfläche, so muss die nötige Stärke als Nahrungsmittel woanders produziert werden. Im Extremfall führt dies etwa zur Abholzung von Regenwald in Brasilien", erklärt der Experte. Lachgas entsteht direkt, wenn der Stickstoff-Dünger bei starkem Regen ausgewaschen wird. Die indirekten Klimafolgen durch Lachgas dürften jedoch weit über jene der Landnutzung reichen. Im Mississippi-Mündungsgebiet im Golf von Mexiko wuchert eine sauerstoffarme Todeszone, die eine direkte Folge der hohen Stickstoffeinträge der Biotreibstoff-Gewinnung ist.

Energie: Böser Biosprit (12.03.2010)
Die Industrieländer müssen einen Großteil des Biosprits importieren. Die EU etwa bezieht ihn aus Asien, Afrika und Lateinamerika. Aber auch dort sind brauchbare Anbauflächen knapp. Um Raum für neue Plantagen zu schaffen, werden Regenwälder brandgerodet – auch wenn sie geschützt sind. Denn die Regierungen verdienen an den riesigen Konzessionen, die sie vergeben. Und drücken beide Augen zu, selbst wenn geschützte Wälder für Plantagen geopfert werden. Eine Studie des Umweltverbands WWF gibt einen Eindruck von den Flächen, um die es geht: Würde nur ein Prozent des europäischen Kraftstoffbedarfs aus Palmöl gedeckt, müsste dafür eine Million Hektar Regenwald fallen. [...] Durch diese Entwicklung steigt der Druck auf die Bauern, ihre Äcker aufzugeben oder Zuckerrohr und Palmen statt Nahrungsmitteln anzubauen. Wer sich weigert, läuft Gefahr, von seinem Land vertrieben oder gar getötet zu werden. Laut Alvarez gibt es in Kolumbien aufgrund des schon lange anhaltenden Konflikts derzeit vier Millionen vertriebene Menschen.

Grüner Trend: Gelegenheitsvegetarier, die besseren Fleischesser (11.03.2010)
Der Vegetarierbund Deutschland verzeichnet einen deutlichen Wandel unserer Essgewohnheiten: Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch und greifen zur vegetarischen Alternative. Dahinter verbirgt sich aber oftmals nicht unbedingt Mitleid mit der lebenden Kreatur, sondern ein neues Umweltbewusstsein. [...] "Wer kein Fleisch isst, vermeidet die Hauptquellen der Treibhausgase Methan und Lachgas in wesentlichen Teilen, weil weit weniger Fläche zur Ernährung eines Menschen notwendig ist", fasst der Klimaforscher Hartmut Graßl, ehemaliger Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, zusammen.

Der Präsident und das steigende Meer (11.03.2010)
Mohamed Nasheed, Präsident der Malediven, hat eine Mission: Er muss die 1200 Inseln seines Landes retten. Da das Meer schneller steigt als die Bereitschaft zum internationalen Klimaschutz, macht er Umsiedelungspläne für tausende Inselbewohner und kauft Land in Indien. Nebenbei tourt er durch die Welt, um die Regierungen von einem schnellen Handeln zu überzeugen. [...] Auf die Frage, was Studenten tun könnten, die sich um den Klimawandel sorgen, war seine Antwort eindeutig: "Direkte Aktionen, das Thema auf die Straße tragen, Massendemonstrationen" – das wünscht er sich von Studenten im reichen Norden.

Einfluss von Sonnenaktivität gering (10.03.2010)
Wie Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung mitteilen, würde auch eine deutlich geringere Sonnenaktivität in den kommenden Jahren nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Temperaturentwicklung haben. Die Studie, die im Fachmagazin "Geophysical Research Letters" veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass verminderte Sonnenaktivität die Temperatur um lediglich 0,3 Grad senken würde. [...] Verminderte Sonnenaktivität könne die globale Erwärmung aufgrund der vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen nicht ausgleichen.

Fleischverzicht zugunsten des Klimas: Kantine der Stadtverwaltung bietet freitags keine Fleischgerichte mehr an (05.03.2010)
Einen freiwilligen fleischfreien Tag wird es ab sofort immer freitags in der Kantine der Schweriner Stadtverwaltung geben. "Die Landeshauptstadt unterstützt damit die Kampagne der Albert Schweitzer Stiftung, die Bürgerinnen und Bürger dazu aufruft, mindestens an einem Tag in der Woche kein Fleisch zu verzehren", sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. [...] Mahi Klosterhalfen, Vizepräsident der Albert Schweitzer Stiftung rechnet vor, welche Klimaeffekte der fleischfreie Tag in Schwerin bringen würde, wenn sich alle Bürgerinnen und Bürger anschließen würden: "Wenn alle Schwerinerinnen und Schweriner nur einen Tag in der Woche kein Fleisch essen, müssten pro Woche 4000 Tiere weniger geschlachtet werden, deren Aufzucht etwa dem jährlichen CO2 Ausstoß von 7000 Autos entspricht."

Gefährliches Blubbern in der Tiefe (05.03.2010)
Ein internationales Forscherteam schlägt Alarm: Bisher unbemerkt beginnen ungeheure Mengen des Treibhausgases Methan durch das Auftauen des Meeresbodens aus dem Arktischen Ozean auszutreten. 7,7 Millionen Tonnen werden gegenwärtig aus dem ostsibirischen Rücken jährlich freigesetzt, was der bisherigen Bilanz der gesamten Weltmeere entspricht. Und es kommt noch schlimmer: Die Fläche des Methan-Austritts unter Wasser ist dreimal so groß wie das Areal der Dauerfrostböden in den arktischen Tundren, die bisher den traurigen Rang als größte Quelle für Methan bekleideten.

Gefährliches Treibhausgas: Forscher messen erstmals Methan-Ausbruch vor Sibirien (05.03.2010)
Aus den Meeren Nordrusslands gelangen große Mengen Methan in die Atmosphäre - und könnten dort einen teuflischen Kreislauf in Gang setzen. Forscher haben die Emissionen nun erstmals berechnet: Vor Sibirien wird so viel von dem Treibhausgas freigesetzt wie in allen anderen Weltmeeren zusammen. [...] Die Forscher fanden in 80 Prozent des untersuchten Tiefenwassers und der Hälfte der Proben von der Meeresoberfläche stark erhöhte Methanwerte. In manchen Gebieten war im Sommer 250-mal so viel von dem Treibhausgas im Wasser gelöst wie normalerweise. Bei Eisbedeckung im Winter war es zum Teil sogar 1400-mal so viel. "Das sind extrem hohe Werte für Meeresgewässer - und die höchsten je beobachteten Konzentrationen in der Arktis", sagt Paul Overduin von der Potsdamer Außenstelle des Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Auch in den Luftschichten über dem Schelfmeer konnten die Wissenschaftler das Methan nachweisen. In der Arktis liegen die atmosphärischen Konzentrationen des Gases ohnehin acht bis zehn Prozent über den globalen Durchschnittswerten. Über dem sibirischen Schelf konnten die Forscher bei ihren Hubschraubermessungen aber zusätzliche fünf bis zehn Prozent verzeichnen.

Methanhydrat: Kommt die rapide Erderwärmung? (05.03.2010)
Das Treibhausgas Methan strömt aus dem Schelf des arktischen Polarmeers in viel größeren Mengen in die Atmosphäre als gedacht. Dies ergab eine Studie einer Arbeitsgruppe von russischen, schwedischen und US-Wissenschaftlern, die in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Science“ veröffentlicht wird.

Jonathan Safran Foer: Der Fleischverächter (01.03.2010)
Er weist auf die aus unverständlichen Gründen kaum diskutierte Tatsache hin, dass die Viehzucht für 51 Prozent der klimaerwärmenden Atmosphären-Gase verantwortlich ist. Er dokumentiert die massive Verschmutzung von Böden und Gewässern durch den Kot von industriell gehaltenen Tieren. Und er beschreibt den hochtechnologisch geführten "Krieg gegen die Meere", wie er die Überfischung der Ozeane mit Hilfe von Radar, Satelliten und Kriegsschiffen nennt.

Es gibt keinen IPCC-Skandal (28.02.2010)
Surreal an dieser Mediendebatte ist, dass auf einmal Grundkenntnisse der Klimatologie infrage gestellt werden – etwa ob der Mensch die globale Erwärmung verursacht und damit Gletscherschmelze, Meeresspiegelanstieg und schlimmere Wetterextreme. Dabei betrifft keiner der echten oder vermeintlichen Fehler überhaupt den Band 1 des IPCC-Berichts und damit Resultate der Klimatologie. Bizarr ist, dass ein oder zwei isolierte Fehler in einem 2800-Seiten-Bericht, in dem nach wie vor 99,9 Prozent korrekt ist, im Ton der Entrüstung skandalisiert werden – in Zeitungsartikeln, in denen kaum 50 Prozent des Gesagten sachlich korrekt ist. Erstaunlich auch, dass zahlreiche Medien begierig über diese vermeintlichen Fehler berichten – aber niemand sich die Mühe macht nachzuprüfen, an welchen dieser Vorwürfe überhaupt etwas dran ist.

Klimawandel: Und es gibt ihn doch (26.02.2010)
Trotz der anhaltenden Kältewelle, die sich von Sibirien bis zur Westküste der USA erstreckte, zeigen aktuelle Daten des US-Wetterdienstes NOAA, dass der Januar 2010 im weltweiten Mittel der viertwärmste Januar seit dem Beginn der Datenaufzeichnung im Jahr 1850 war. Der November 2009 war sogar der Rekordhalter der letzten 130 Jahre. Auf der Südhalbkugel und im pazifischen Raum ist es dagegen dank eines El Nino überdurchschnittlich warm, worunter auch die Winterolympiade in Vancouver leidet. Die Ursache für die ungewöhnliche Temperaturverteilung auf der Nordhalbkugel ist eine außergewöhnliche Anordnung der Tief- und Hochdruckgebiete über Island bzw. den Azoren. Über den nördlichen Breiten (Island) herrscht ein höherer Luftdruck als über den Breitengraden Südeuropas. Dadurch können anstelle der normalerweise vorherrschenden milden Westwinde nun eiskalte arktische Luftmassen bis nach Westeuropa bzw. an die Ostküste der USA vordringen. [...] Heute verursacht aller Wahrscheinlichkeit nach wiederum die Freisetzung von Treibhausgasen den Temperaturanstieg, nur werden sie diesmal nicht von Vulkanen oder aus dem Meer in die Luft geblasen, sondern vom Menschen.

Klima-Debatte: Uno lässt Klimarat künftig kontrollieren (26.02.2010)
Die Vereinten Nationen nehmen ihren Klimarat an die kurze Leine: Ein unabhängiges Expertengremium soll künftig die Arbeit der Wissenschaftler kontrollieren. Die Uno will damit die seit Wochen andauernde Kritik an falschen Prognosen und fehlender Transparenz des IPCC entschärfen.

Globale Erwärmung bedroht Indien (24.02.2010)
Wenn man den Klimamodellen Glauben schenkt, werden sich unter den gegenwärtigen warmen Wetterbedingungen die mit Hilfe der Monsunregen erzeugten Weizenerträge in Indien bis 2050 um 44 Prozent verringert haben. Ein solcher Rückgang hätte verheerende Auswirkungen für die Armen in Indien, die bereits heute in hohem Maße unter Mangelernährung leiden, sagte M.S. Swaminathan, ein Pflanzengenetiker, Leiter der Grünen Revolution in Indien, die er seinerzeit selbst mitgestaltete.

Klimatreffen auf Bali: Uno verlangt ehrgeizigere Reduktionsziele (23.02.2010)
In der Klimafrage muss nach Ansicht der Uno rasch gehandelt werden – und entschlossen. Das Uno-Umweltprogramm hat jetzt eine Studie vorgestellt, die strengere Reduktionsziele von den Industrienationen fordert. [...] Weltweit müssen demnach die Schadstoffemissionen in den Jahren 2020 bis 2050 um 48 bis 72 Prozent sinken. Wenn die Treibhausgase in diesem Zeitraum jährlich um rund drei Prozent gesenkt würden, bestehe immerhin eine 50-prozentige Chance, den Anstieg der weltweiten Temperaturen unter zwei Grad Celsius zu halten, heißt es in dem Bericht. [...] Der Jahresbericht der Unep stellte zudem einen Zusammenhang zwischen Rohstoffknappheit, Umwelt- und Klimaveränderungen und einer Häufung von Katastrophen und Konflikten her. So hätten 40 Prozent der bewaffneten Konflikte im vergangenen Jahr eine direkte Verbindung zur Konkurrenz um natürliche Ressourcen, heißt es darin.

Welternährungsorganisation empfiehlt Fleischsteuer (21.02.2010)
"[Die Nutztierhaltung] verbraucht einen großen Anteil der weltweiten Ressourcen und verursacht einen signifikanten Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen". Außerdem "übt [sie] einen immer stärker werdenden Druck auf Land, Luft, Wasser und die biologische Vielfalt aus. Korrekturmaßnahmen sind nötig", heißt es auf den Seiten 94 und 99 des am Donnerstag veröffentlichten Jahresberichts der Welternährungsorganisation FAO. Als eine solche Korrekturmaßnahme empfiehlt die FAO, die Nutztierhaltung zu besteuern, damit die Kosten der Umweltverschmutzung durch die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern nicht länger von der Allgemeinheit, sondern von den Verursachern getragen werden. Diese Rückführung auf das Verursacherprinzip gehört zum Grundwerkzeug des politischen Baukastens und wird im Umweltbereich bereits an den verschiedensten Stellen eingesetzt. Allerdings haben es alle bisherigen Bundesregierungen versäumt, das Konzept auf die sogenannte Nutztierhaltung anzuwenden. Dies ist gerade deshalb unverständlich, weil der Sektor laut FAO weltweit 18 % aller Treibhausgase verursacht, aber nur 2 % zur gesamten Wertschöpfung beiträgt.

Uno-Studie: Großkonzerne verursachen billionenschwere Umweltkosten (19.02.2010)
Es ist eine Studie, die für Aufsehen sorgen dürfte: Laut einer Uno-Erhebung haben die 3000 weltgrößten Konzerne 2008 Umweltschäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar verursacht. Wissenschaftler sprechen von einem "absolut neuen Paradigma" in der Klimawandel-Debatte.

Nach gescheitertem Klima-Gipfel: UN-Klimachef De Boer kündigt Rücktritt an (18.02.2010)
UN-Klimachef Yvo de Boer hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er werde sein Amt zum 1. Juli niederlegen, teilte De Boers Büro am Donnerstag mit. Fünf Monate später wollen die 193 UN-Mitgliedstaaten in Mexiko zu einem neuen Klimagipfel zusammenkommen, um ein neues Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase in Angriff zu nehmen.

Trotzdem wird es wärmer und wärmer (18.02.2010)
Eine Klimaanalyse der Nasa zeigt auf, dass 2009 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der modernen Globaltemperaturmessung war. Gleichzeitig haben Klimaskeptiker nach dem "Climategate"-Skandal sowie angesichts des bitterkalten Winters Oberwasser. Der US-amerikanische Klimaforscher James Hansen nimmt Stellung zur aktuellen Debatte.

Diplomatie nach Kopenhagen: Neue Prognose: 3,9 Grad (18.02.2010)
Die "Kopenhagener Vereinbarung", die eine Gruppe von 25 Staaten in Kopenhagen ausgehandelt hat und die vom Plenum der Konferenz "zur Kenntnis" genommen wurde, enthielt im Anhang eine leere Liste. Die 193 Mitgliedstaaten der Uno-Rahmenkonvention zum Klimawandel waren aufgerufen, bis Ende Januar einzutragen, um wie viel sie ihre Emissionen zu senken gedenken. 55 Staaten sind dieser Aufforderung fristgerecht gefolgt; diese sind nach Angaben des Uno-Klimasekretariats für 78 Prozent der globalen CO2-Emissionen aus der Energienutzung verantwortlich. [...] Mehr Klartext liefert das Climate-Interactive-Forschungsteam. Diese WissenschaftlerInnen vom Sustainability Institute und dem Massachusetts Institute of Technology füttern laufend ihre Klimamodelle mit den neuesten Zusagen und Absichtserklärungen der Klimadiplomatie. Mit den bis Ende Januar zugesagten Emissionsbegrenzungen würde sich die Erde immer noch um 3,9 Grad erwärmen – wenn sie denn eingehalten werden, denn rechtlich bindend sind die Erklärungen nicht.

Risiken für Klima und Gesundheit (18.02.2010)
Der Verzehr von Fleisch wächst weltweit rasant. Die UN warnen erneut vor den Risiken für Umwelt, Klima und Gesundheit. In den Entwicklungsländern hat sich der Fleischkonsum zwischen 1980 und 2005 auf 30,9 Kilo pro Person im Jahr mehr als verdoppelt. Aber auch in den Industrieländern stieg der Fleischkonsum. [...] Der Bestand an Rindern wird sich demnach von 1,5 Milliarden Tieren auf 2,6 Milliarden erhöhen, die Zahl der Schafe von 1,7 auf 2,7 Milliarden. Bereits jetzt würden weltweit 80 Prozent des Agrarlandes für Viehhaltung verwendet.

Wetter: "Der diesjährige Winter ist nichts besonderes" (17.02.2010)
Der Winter ist dieses Jahr zwar relativ lang, aber nicht rekordverdächtig kalt. In einigen nördlichen Erdregionen sei es sogar weit wärmer als normal, sagte der Hamburger Klimaforscher Hartmut Graßl.

Veggie-Tag in "Klimastädten" (16.02.2010)
Egal ob "Meat Free Monday", "Veggie Donnerstag" oder "Fleischfreier Freitag" – Vorteile für Klima, Gesundheit und die Tiere sind unbestreitbar

Historischer Vergleich: Saure Meere stressen Ökosysteme (15.02.2010)
Die Ozeane der Welt werden immer saurer – mit einer Geschwindigkeit, wie sie in 65 Millionen Jahren nicht aufgetreten ist. Forscher befürchten deswegen, dass in der Tiefsee ein massives Artensterben droht. Auch oberflächennahe Gewässer sehen sie gefährdet.

Ostsee in Atemnot – Forscher schlagen Alarm (15.02.2010)
Die intensive Förderung der Landwirtschaft seitens der EU in den Anrainerstaaten hat zu einer regelrechten Überdüngung der Ostsee geführt. Besonders Grünalgen finden viel Nahrung durch den übermäßigen Einsatz von NPK-Salzen (Nitrat, Phosphor, Kalium) als Düngemittel in der Landwirtschaft, die vom Niederschlag ausgewaschen und über Flüsse und andere Zuläufe in das Binnenmeer gespült wurden. Die Folge sind jährlich wiederkehrende, ständig wachsende und quadratkilometergroße Grünalgenteppiche, die sehr viel Sauerstoff verbrauchen und gleichzeitig das Meer darunter verdunkeln.

Die Erde in der Klima-Zange: Kippt das Klima ins Extreme? (12.02.2010)
Experten haben eine weltumspannende Ursache ausgemacht: Über dem Pazifik (zwischen Australien und Mittelamerika) liegt derzeit eine riesige warme Zone. Sie wurde ausgelöst durch das Wetterphänomen El Niño, einem ungewöhnlich warmen Meeresstrom. Auf Wärmekarten der US-Behörde für Meeresforschung ist diese Zone als gewaltiges rotes Gebiet zu sehen. Über dem Nordatlantik staut sich dagegen arktische Kälte. Wetterforscher Klaus Wolter (US-Universität Colorado): „El Niño und die Kälte über dem Nordatlantik bringen die Winterstürme nach Nordamerika und Europa.“ [...] Eine neue US-Studie (University of California) warnt davor, dass wichtige Ökosysteme ohne Vorwarnung zusammenbrechen könnten. Forscher sprechen von Kipp-Punkten. Laut WWF sind besonders der brasilianische Regenwald, die Arktis, der Golfstrom, das grönländische Inlandeis und der indischen Sommermonsun gefährdet. Wenn diese Ökosysteme kippen, würden sie sich davon nie mehr erholen! Prof. Gerstengarbe: „Es ist aber nicht vorhersagbar, wann es zum Kippen kommt.“ Solche Prozesse können innerhalb kürzester Zeit passieren.

Warum die Agrarindustrie die Welt nicht ernähren kann (11.02.2010)
Eine Landwirtschaft, deren Basis von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln, schweren Maschinen und Medikamenten gebildet wird, ist energieintensiv, verursacht Umweltgifte von Treibhausgasen bis hin zu Schwermetallen und setzt die öffentliche Gesundheit aufs Spiel. Insbesondere, wenn sich der Fleischkonsum bis zum Jahr 2050 verdoppelt, so prognostiziert es die Welternährungsorganisation, haben wir ein Problem: Durch die "Veredelungsverluste" (aus viel Pflanzenmaterial wird wenig "Tiermaterial") werden Freunde des saftigen Steaks mehr und mehr zu Nahrungskonkurrenten von hungernden Menschen. Ist also die ständige Produktionsausweitung die Lösung? Sie ist zumindest unnötig, denn schon jetzt produzieren wir mehr als genug Lebensmittel für alle. Genauer: Die weltweit produzierten Kalorien reichen etwa für elf Milliarden Menschen. Trotzdem hat die Zahl der Hungernden kürzlich die Marke von einer Milliarde Menschen überschritten. Gleichzeitig wächst die Zahl der Übergewichtigen in den westlichen Ländern. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft würde die Probleme, die wir schon jetzt durch Gülle-Seen, antibiotikaresistente Krankheitserreger und tierquälerische Haltungsbedingungen haben, weiter verstärken.

Pannenserie: IPCC kommt auf den Prüfstand (10.02.2010)
Die jüngsten Fehler haben Zweifel daran aufkommen lassen, ob die Verfahren des Weltklimarates effizient sind. Die Antwort kann deshalb nur lauten: Sie sind verbesserungswürdig. Daher soll ein unabhängiges Beratungsgremium die Verfahren des Weltklimarates auf den Prüfstand stellen. [...] Es werden in den nächsten Wochen viele Vorschläge erarbeitet werden, wie die Arbeit des Weltklimarates verbessert werden kann. Diese Diskussion wird den Weltklimarat stärken. Bei aller Kritik hat er sich immer als lernfähig erwiesen. Er wird sich auch als lernfähig erweisen müssen, denn die Herausforderungen sind beträchtlich. Der Weltklimarat soll Politik und Gesellschaft ermächtigen, sich Klarheit darüber zu verschaffen, wie vernünftige Antworten auf den Klimawandel gefunden werden können. Es lohnt sich, die Arbeit des Weltklimarates zu verbessern und seine Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.

Der Duft der grossen weiten Welt wird heftiger (10.02.2010)
Gemäss einer neuen Studie wird die Klimaveränderung dazu führen, dass Pflanzen mehr Duftstoffe aussondern. Eine Hiobsbotschaft für die Bienen.

Abholzung: Biosprit-Boom gefährdet riesige Regenwaldgebiete (09.02.2010)
Um das Ausbauziel bis 2020 zu erreichen, müssten laut der Simulation 57.200 Quadratkilometer Zuckerrohr-Anbaufläche hinzukommen; bei Soja wären es sogar 108.100 Quadratkilometer. Die neuen Flächen würden zu 88 Prozent aus ehemaligen Viehweiden bestehen. Die Folge: Rinderzüchter müssten fast 122.000 Quadratkilometer Waldfläche abholzen, um neuen Weideplatz für ihr Vieh zu kultivieren. Das entspricht in etwa einem Drittel der Fläche Deutschlands. Zuckerrohr wäre damit für 41 und Soja für 59 Prozent der indirekten Entwaldung verantwortlich. Die Wissenschaftler rechnen vor, dass man 250 Jahre bräuchte, bis das von der Regenwaldabholzung verursachte Kohlendioxid durch die Vorteile der Biospritnutzung wieder ausgeglichen sei. [...] Biokraftstoffe decken demnach heute 1,7 Prozent des globalen Kraftstoffbedarfs im Verkehrssektor. Da sie meist aus Pflanzen wie Mais, Ölpalmen oder Raps hergestellt werden, steht ihre Herstellung in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und hat in den vergangenen Jahren die Kosten für Lebensmittel teils stark in die Höhe getrieben. Das verschärfte in vielen Entwicklungsländern die Versorgungslage.

Grönlands Gletscher schmelzen (08.02.2010)
Der Hellheim-Gletscher ist mit einer Breite von sieben Kilometern und einer Dicke von 700 Metern ein echter Koloss. Auch er bewegt sich unaufhörlich. Seine Geschwindigkeit hat er innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Die Zeitraffer-Aufnahme zeigt: 30 Meter rutscht der Gletscher jeden Tag weiter ins arktische Meer. [...] Doch es liegt nicht nur an der steigenden Lufttemperatur, dass das Eis schmilzt. Steigende Wassertemperaturen lassen die Gletscher zusätzlich rasant von unten schmelzen. Warmes Wasser, sagen Meeresbiologen, könne einen Gletscher zwanzigmal stärker schrumpfen lassen als wärmere Luft. Mit dem arktischen Eis schmilzt die Fläche, die die Sonnenstrahlen reflektieren kann. Und das bedeutet – der Ozean erwärmt sich immer schneller und stärker. [...] Bereits jetzt ist das Wasser im Fjord des Hellheim-Gletschers etwa vier Grad warm. Das ist zu warm für die Gletscher. Was die Forscher hier in Grönland herausfinden, könnte viele Vorhersagen zum Klimawandel verändern. Zum Beispiel könnte der Meeresspiegel stärker ansteigen als vorausgesagt. Um bis zu einem Meter oder mehr – noch in diesem Jahrhundert.

Studie: Mehr Biosprit fördert indirekt Zerstörung des Regenwaldes (08.02.2010)
Der geplante Ausbau der Ethanol- und Biodiesel- Produktion in Brasilien könnte auch indirekt die Zerstörung des Regenwaldes forcieren: Durch eine Ausdehnung des Anbaus von Zuckerrohr (Ethanol) und Sojabohnen (Biodiesel) werden einer Studie zufolge Rinderzüchter vor allem im Südosten Brasiliens verdrängt. Sie würden dann in die Nähe des Amazonas-Regenwaldes ausweichen und dort bewaldete Flächen für die Viehhaltung abholzen. Durch diese Umwidmung der Landnutzung werde die Klimabilanz des Biosprits erheblich verschlechtert. An der am Montag veröffentlichten Studie hatten unter anderem Forscher der Universität Kassel, des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und des UN-Umweltprogramms in Nairobi mitgearbeitet.

Die Eiskappen der Antarktis und Grönlands schmelzen schneller als erwartet (08.02.2010)
Die Wissenschaftler der "Britischen Antarktis Gruppe" und andere haben jetzt einen weitaus schnelleren Eisabbau sowohl des riesigen Eis-Schildes von Grönland als auch jenes der Antarktis festgestellt als vorher angenommen worden war. [...] Die Schmelze dieser beiden hauptsächlichen Eisreserven der Erde auf festem Land ist nach diesen neuen Erkenntnissen deutlich schneller anzusetzen als nach den bisherigen Theorien. Die Schätzung, dass bis zum Ende dieses Jahrhunderts bei gleichbleibenden CO2-Ausstoss mit einem Anstieg des Meeresspiegels nur im Bereich von einem halben Meter bis 2 Meter gerechnet werden muss, lässt sich offensichtlich nicht aufrecht erhalten. Man muss vielmehr mit bis zu 8 Metern rechnen. Und das gilt nur, wenn ab sofort ein weiterer Anstieg des CO2-Ausstosses gestoppt würde. Es liegen aber keinerlei Pläne vor, die einen solchen Stopp des CO2-Ausstosses nahe legen. Ganz im Gegenteil. [...] Würden die GESAMTEN Eiskappen Grönlands und der Antarktis abschmelzen, würde der Meeresspiegel auf der Erde nach verschiedenen Schätzungen zwischen hundert und zweihundert Metern ansteigen. Damit wäre ein Überleben der Menschheit unter Umständen, die den heutigen vergleichbar sind, nicht mehr möglich. Allerdings hatten die Wissenschaftler vor diesen letzten Erkenntnissen einen Zeitraum von mehr als dreihundert Jahren angegeben, den dies in Anspruch nähme.

Treibhauseffekt und globale Erwärmung (08.02.2010)
Die weltweite Klimaänderung hat verheerende Folgen für die Umwelt

Der Klima-Rebell (07.02.2010)
Als James E. Hansen im Jahr 1988 zum ersten Mal die Bühne der Weltpolitik betrat, überrollte gerade eine extreme Hitzewelle die USA. Eine Dürre machte die Ernten zunichte, und auf dem Mississippi blieben die Lastkähne im Schlamm stecken. Hansen war vor den amerikanischen Senat geladen worden. Und dank seiner Rede kam der Klimawandel erstmals auf die politische Agenda seines Landes.

Smalltalk-Hype Winter: Mit der Klimaerwärmung werden solche Winter normal (06.02.2010)
Gerade die Abkühlung kann nämlich normal werden, wenn die Klimaerwärmung tatsächlich voranschreitet. Gern wird nämlich vergessen, dass wir das vergleichsweise milde Klima in unseren Breitengraden dem Golfstrom zu verdanken haben. Eine Abschwächung oder gar ein Zusammenbruch des Golfstrom würde zu einer deutlichen Abkühlung führen. Diese Abkühlung könnte zumindest in unseren mitteleuropäischen Regionen die globale Erwärmung überlagern. Und dabei könnte die Abschwächung des Golfstroms gerade durch die globale Erwärmung verursacht werden.

Ostsee: Das erstickte Meer (05.02.2010)
Überdüngt durch die Ableitungen der Landwirtschaft, vergiftet durch die Abwässer der Industrie, verschmutzt durch unzureichende Kläranlagen, missbraucht als Abfallhalde für Giftgas und radioaktiven Müll, durchpflügt von immer größeren Tankern: Die Ostsee ist nicht nur das am stärksten befahrene Meer. Sie ist auch ökologisch verletzlicher als alle anderen Gewässer. Ein Sechstel des Seebodens ist nach Berechnungen des WWF bereits biologisch tot, und von den weltweit zehn größten Abschnitten mit sauerstofffreiem Meeresgrund befinden sich sieben hier.

Ein grünes Gewissen für Gaskunden ist teuer (05.02.2010)
Seit gut zehn Jahren können klimabewusste Verbraucher Ökostrom beziehen. Neuerdings gibt es auch bei Gas grüne Angebote. Aber was genau steckt dahinter? Und wie ökologisch kann Biogas überhaupt sein, wenn die Rohstoffe aus Massentierhaltung oder gar Gentechnik stammen?

Bald wöchentliche Veggie-Tage in 100 Städten? (04.02.2010)
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wirbt bei BürgermeisterInnen in 100 Städten dafür, sich dem Beispiel Bremens anzuschließen, und zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt einen vegetarischen Wochentag einzuführen. Effekt: CO2-Einsparungen von 2 Mio. PKW und eine Entlastung der Gesundheitskassen.

UN stellt sich nach Fehler in Klima-Bericht hinter IPCC-Chef (04.02.2010)
Der internationale Konsens über die globale Erwärmung werde nicht durch den Irrtum infrage gestellt, sagte der UN-Klima-Chef Yvo de Boer am Donnerstag in Indien. Zu der Kritik an Pachauri sagte er: "Hohe Bäume bekommen viel Wind ab. Dr. Pachauri ist ein hoher Baum."

Weltweit 157,9 Gigawatt Windenergie (03.02.2010)
Weltweit sind mittlerweile Windanlagen mit einer Leistung von 157,9 Gigawatt installiert. Wie die European Wind Energy Association (EWEA) und der Global Wind Energy Council (GWEC) am Mittwoch bekanntgaben, betrug der Zuwachs von 37,5 Gigawatt im Vergleich zum Vorjahr 31 Prozent. Rund um den Globus wurden 45 Milliarden Euro in die Windenergie investiert. Mittlerweile beschäftigt die Branche etwa eine halbe Million Menschen.

2009: das wärmste Jahr der Südhemisphäre & das wärmste Jahrzehnt (2000 - 2009) (02.02.2010)
Im vergangenen Jahrzehnt wurden nach einer NASA-Analyse der globalen Oberflächentemperatur seit Anbeginn der Aufzeichnungen global die höchsten Temperaturen gemessen. 2009, das letzte Jahr des Jahrzehnts war das zweitwärmste Jahr der modernen globalen Temperaturanalyse. Sie wurde von der Goddard Institute for Space Studies (GISS) in New York City durchgeführt und kombiniert die Temperaturen von den Wetterstationen mit den Satelliten-Daten. [...] Für die letzten drei Jahrzehnte zeigt der GISS Oberflächentemperaturdaten eine steigende Tendenz von etwa 0,2 ° C pro Jahrzehnt. Seit 1880 zeigt sich ein klarer Trend zur Erwärmung. Insgesamt sind die durchschnittlichen globalen Temperaturen um rund 0,8 ° C seit 1880 gestiegen.

Kampf gegen die Erderwärmung: Klima der Unverbindlichkeiten (02.02.2010)
56 Staaten haben beim UN-Klimasekretariat ihre Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung eingereicht. Norwegen zeigt Ehrgeiz, andere ihre Fähigkeit zum Taktieren. [...] Umweltschützer äußerten sich angesichts der Angebote enttäuscht. "Wir werden auf eine Welt zusteuern, die am Ende des Jahrhunderts um drei bis vier Grad wärmer sein wird, mit allen katastrophalen Folgen dieser Erderwärmung", sagte Martin Kaiser, Klimaexperte bei Greenpeace.

Klimawandel als tierisches Produkt (02.2010)
Im Jahr 2010 steht der Klimaeffekt der Tierhaltung endgültig auf der Tagesordnung. Neue Zahlen machen die Fleisch- und Milchproduktion für die Hälfte aller Treibhausgase verantwortlich – bei steigender Tendenz. Die weltweite Umstellung auf eine fleischarme Ernährung kann den Klimawandel entscheidend begrenzen.

Mehrheit glaubt den Prognosen zum Klimawandel oder erwartet sogar Schlimmeres (30.01.2010)
So ist das Ergebnis einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF Politbarometer im Dezember 2009 auch keine Überraschung: 78 Prozent der Befragten schätzen den Klimawandel inzwischen als (sehr) großes Problem ein.

Vegetarier sparen eine Menge Wasser (28.01.2010)
Den größten Teil des Wassers schluckt die Landwirtschaft – laut WWF rund 3900 Liter des täglichen Pro-Kopf-Verbrauchs. Deshalb sind die Ernährungsgewohnheiten ein starker Hebel für Veränderungen. Wer seinen Speiseplan wasserfreundlich umstellen will, sollte laut Rainer Berg zunächst weniger Fleisch essen. Denn für ein Kilo Weizen werden 1300 Liter Wasser benötigt, für ein Kilo Rindfleisch mehr als 15.000 Liter.

Der Klimawandel ist schon außer Kontrolle (28.01.2010)
Der vom Menschen verursachte Klimawandel bewirkt laut einer Studie eine zusätzliche Freisetzung von Kohlendioxid. Dadurch werde die globale Erwärmung verstärkt. Eine weitere Studie warnt, der Klimawandel sei nicht mehr aufzuhalten.

Mit Erderwärmung steigt Kohlendioxid-Gehalt in der Luft (28.01.2010)
Mit jedem Grad Erderwärmung steigt der Kohlendioxid-Gehalt in der Luft laut einer deutsch-schweizerischen Studie um etwa drei Prozent. Der vom Menschen verursachte Klimawandel bewirke eine zusätzliche Freisetzung des Treibhausgases aus der Landbiosphäre und dem Ozean, teilte Jan Esper vom Geographischen Institut der Universität Mainz mit. "Dadurch wird die globale Erwärmung verstärkt." [...] Vor kurzem publizierte ein niederländisch-schottisches Forschungsteam in "Science" das Ergebnis ihrer Untersuchungen, wonach die Erwärmung der Erdoberfläche und der Atmosphäre nicht nur eine Folge des Klimawandels, sondern auch eine seiner Ursachen ist. Auf Grundlage von Satellitendaten konnten sie beweisen, dass die Freisetzung von Methan bei höheren Temperaturen deutlich zunimmt. Methan ist ein Treibhausgas, das wiederum selbst eine wesentliche Rolle in der globalen Erwärmung besitzt.

Einmal die Woche: Bremen propagiert "Veggiday" (28.01.2010)
"Wir werfen einen Stein ins Wasser und hoffen, dass er viele Kreise zieht und das Bewusstsein schärft für das, was wir täglich auf dem Teller haben", sagte Hoppensack. Er gewann den Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen für die Idee, die Bremer Heimstiftung - der größte Träger von Altenheimen - ist dabei, die AOK und der staatliche Kita-Betrieb. Ein erster gastronomischer Betrieb hat sich der Bewegung angeschlossen - der feine Italiener "La Villa". Einmal in der Woche auf Fleisch verzichten, das geht vor allem gegen die Kühe. Die produzieren bei der Verdauung erhebliche Mengen Methan, das wiederum ist für den Treibhauseffekt über 20 mal so wirksam wie CO2. Insbesondere die Europäer sollten abspecken: Jedes Exemplar dieser Spezies isst im Durchschnitt 90 Kilo Fleisch im Jahr, ein Inder nur fünf Kilo.

Kritische globale Erwärmung auch bei geringem Kohlendioxid-Anstieg (27.01.2010)
Neue wissenschaftliche Studien zeigen jetzt, dass es in der Erdgeschichte bereits im Pliozän vor fünf Millionen Jahren ein wesentlich wärmeres Klima als heute gegeben hat, obwohl gleichzeitig die CO2-Konzentrationen kaum höher lagen. "Diese Studien weisen deutlich darauf hin, dass der Klimawandel unterschätzt wird", warnt Ralph Schneider. "Wir blicken in die Erdgeschichte zurück, um in die Zukunft zu sehen", erläutert Schneider: "Dabei wird deutlich, dass in der Klimapolitik viel konsequenter gehandelt werden muss, damit die Erde als Lebensraum für den Menschen in der jetzigen Form erhalten bleibt."

Essen für den Klimaschutz: Bremer erklären den Donnerstag zum "Veggiday" (27.01.2010)
Im Schnitt trage jeder Mensch in Deutschland pro Jahr mit zehn Tonnen zum gesamten CO2-Ausstoß bei – sei es durch Autofahren, Flugreisen oder den Stromverbrauch zu Hause. Die Ernährung sei dabei mit 1,7 Tonnen CO2 eingerechnet. „Und 75 Prozent dieser 1,7 Tonnen entfallen auf Fleisch und Milch.“ Diese Zahlen, sagt Christiane Schwalbe, haben vergangenes Jahr schon die Einwohner der belgischen Stadt Gent beeindruckt. Und so hätten sie im Mai 2009 den VeggieDag eingeführt: Donnerstags gebe es in allen öffentlichen Genter Kantinen und Schulmensen seitdem ein vegetarisches Hauptgericht, erklärt Christiane Schwalbe. Auch etwa 100 Restaurants beteiligten sich an der Aktion. Wenn 240.000 Genter Bürgerinnen und Bürger einmal in der Woche kein Fleisch essen, entspreche das aufs Jahr hochgerechnet einer CO2-Ersparnis von 18.000 Autos, sagt sie. Und: Würden sich alle 550.000 Bremerinnen und Bremer am „Veggiday“ beteiligen, hätte das im Bezug auf den CO2-Ausstoß denselben Effekt, als wären pro Jahr 40.000 Autos weniger unterwegs.

Veggiday 2010 in Bremen: Ein Happy Day für's Klima (01.2010)
Ein Tag in der Woche für den Klimaschutz – das ist relativ wenig. 52 Tage im Jahr für den Klimaschutz – das ist relativ viel und kann den CO2-Ausstoß von 40.000 Autos einsparen. Aber wie soll das gehen?

51 % aller Treibhausgase durch Fleischkonsum? (01.2010)
Im World Watch Magazine November/Dezember 2009 veröffentlicht das anerkannte Worldwatch Institute (WWI) in Washington /USA einen Artikel mit der Aussage, dass die Produktion von Fleisch und Lebensmitteln tierischen Ursprungs weltweit deutlich mehr Treibhausgasemissionen verursacht, nämlich 51 Prozent. Bisher galt die Zahl 18 Prozent, vertreten von der United Nations (UN) Foods and Agriculture Organization (FAO) aus dem Jahr 2006, als vielzitierter Richtwert.

Klimawandel bringt Alpen Flutkatastrophen (25.01.2010)
Eine Folge der globalen Erwärmung sind häufigere und stärkere Hochwasser in den Bergen. Das bestätigen nun Forscher der politechnischen Universität Turin in der Zeitschrift Geophysical Research Letters.

West-Antarktis droht zu kippen (24.01.2010)
Große Schelfeis-Platte könnte sich bald lösen, was eine Beschleunigung des Gletscherflusses am Kontinent zur Folge hätte.

2009 war zweitwärmstes Jahr der Neuzeit (22.01.2010)
Das Jahr 2009 war auf der Südhalbkugel das wärmste Jahr seit 1880, global gesehen das zweitwärmste. Und dies, obwohl der Winter in einigen Regionen extrem kalt war. Das zeigt eine neue Analyse der globalen Oberflächentemperaturen durch die NASA. Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigt dies, dass der Erwärmungstrend weiter anhält – trotz manchmal scheinbar widersprechender Wetterereignisse.

Klimawandel: Mehr Jahrhundertfluten in den Alpen (22.01.2010)
Bewohner der Alpen und anderer Hochgebirge müssen sich in Zukunft nicht nur auf schmelzende Gletscher einstellen, sondern auch auf immer häufigere „Jahrhundertfluten“. Das zeigt eine jetzt in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlichte Studie. Berechnungen ergaben, dass bei einer Erwärmung um zwei Grad Celsius starke Überschwemmungen fünf Mal häufiger auftreten werden als bisher.
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Agrarpolitik: Düstere Aussichten (21.01.2010)
Es ist eine Tatsache, dass auf das Konto von Kühen und Rindern ein beträchtlicher Anteil der Produktion des Klima-Killers Methan geht. Die Fleischwirtschaft muss sich auf längere Sicht ohnehin auf eine geringere Nachfrage einstellen. Schon heute wären viele Bundesbürger im Blick auf ihre Gesundheit gut beraten, den Fleisch- und Wurstkonsum zu verringern. Ganz abgesehen davon: Um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, ist eine massive Steigerung der globalen Nahrungsmittelerzeugung dringlich. Ihr Ackerflächen vorzuenthalten, um darauf weiter Mastfutter für die Fleischproduktion in den Wohlstandszentren anzubauen, ist durch nichts zu rechtfertigen.

Globale Erwärmung mit lokaler Abkühlung (21.01.2010)
Das Nationale Klimadatenzentrum (NCDC) der USA bestätigt: Es gibt eine Erwärmung des globalen Klimas. Aber: In manchen Regionen der Erde ist es auch kälter geworden.

Jeder Zweite würde Kampagnen für klimafreundliche Ernährung begrüßen (20.01.2010)
Über die Hälfte der Bundesbürger fände es begrüßenswert, in öffentlichen Projekten zu klimafreundlicher Ernährung anzuregen. Eine solche Kampagne wurde beispielsweise im belgischen Gent realisiert, wo seit dem letzten Sommer das Hauptgericht in öffentlichen Kantinen und Schulmensen einmal in der Woche fleischfrei ist. Dadurch sollen Treibhausgasemissionen eingespart werden, von denen ein Fünftel auf das Konto von Viehzucht gehen.

Klimaforschung: Neue Daten belegen Trend zu weiterer Erwärmung (20.01.2010)
Macht die Erderwärmung tatsächlich Pause? US-Forscher haben jetzt eine Studie mit eindeutiger Botschaft vorgelegt: Der Klimawandel geht nach ihrer Ansicht ungebremst weiter. Das vergangene Jahrzehnt, so sagen sie, war sogar das wärmste seit Beginn der Messungen.

Himalaja-Schmelze: Uno-Klimarat gibt Fehler bei Gletscher-Prognose zu (20.01.2010)
Der Uno-Klimarat IPCC räumt Fehler ein: Die Prognose, die Gletscher im Himalaja könnten bis 2035 komplett verschwinden, sei wissenschaftlich nicht fundiert. Das Gremium will nun prüfen, wie es zu der peinlichen Panne kommen konnte.

Panne der Uno-Experten: Falsche Gletscherprognose empört Klimaforscher (19.01.2010)
Die Gletscher des Himalaja - bis 2035 höchstwahrscheinlich geschmolzen: Mit dieser drastischen Prognose überraschte der Weltklimarat der Uno. Doch sie ist falsch. Jetzt hat das Gremium ein Problem, denn es war gewarnt. Der deutsche Experte Hans Joachim Schellnhuber fordert eine Reform der Institution.

Abspecken für das Klima? - Streitobjekt Fleisch (16.01.2010)
Die Frage nach negativen Folgen des Fleischverzehrs für das Klima hat einen Streit zwischen Wirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschützern ausgelöst. [...] Fast die Hälfte der Bundesbürger glaubt, es würde ihnen leicht fallen, die Ernährung zugunsten des Klimaschutzes umzustellen, geht aus einer Prognos-Umfrage für die Verbraucherzentralen unter knapp 3300 Bürgern hervor. Allerdings geht nur knapp die Hälfte davon aus, dass sie mit dem Essen überhaupt wirkungsvoll zum Klimaschutz beitragen können. Aigner sieht auch die Bauern in der Pflicht für mehr Klimaschutz.

Oxfam: Klimawandel bedroht 1,7 Milliarden Kleinbauern (15.01.2010)
Die betroffenen Kleinbauern – davon 837 Millionen in Asien und 228 Millionen in Afrika – leben Oxfam zufolge in ertragsschwachen und benachteiligten Gebieten, teils mit geringen Niederschlägen. Ihre Unterstützung würde sich dreifach auszahlen, sagte Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale: "Sie verbessert die Ernährungssituation, fördert die Anpassung an den Klimawandel und hilft, Treibhausgase zu reduzieren." [...] Oxfam kritisierte, umweltschonende Anbaumethoden würden bislang bei der Hungerbekämpfung kaum berücksichtigt. "Der EU-Fonds in Höhe von einer Milliarde Euro, der während der Nahrungsmittelkrise 2008 geschaffen wurde, finanziert nur zu 14 Prozent Projekte mit einer agrar-ökologischen Komponente", sagte Wiggerthale. Hingegen gingen 51 Prozent der Mittel in Projekte, in denen Pestizide verwendet werden. "Die Landbewirtschaftung muss weniger auf Düngemittel, Pestizide und Technologie setzen, und mehr auf ökologische Anbaumethoden und traditionelles Wissen. So können Klimarisiken und damit auch Hunger und Armut für Kleinbauern erheblich verringert werden", erklärte Wiggerthale. Der Studie zufolge sind in Entwicklungsländern bereits 384 Millionen Hektar vom Verlust der Bodenfruchtbarkeit betroffen. Die fruchtbare Humusschicht werde immer dünner, so Oxfam. In Afrika treffe dies für 65 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu. [...] Wichtig sei ein klimapolitischer Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft hierzulande, betonte Oxfam. "Das Ziel: Weniger Fleisch, weniger klimaschädliche Überdüngung, mehr Bodenschutz und mehr Grünland".
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Bevölkerung und Klima: Konsum auf Kosten aller anderen (14.1.2010)
Nach dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen steuert die Welt auf eine globale Erwärmung um etwa 3,5 Grad im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung zu. Und das auch nur, wenn alle Staaten bis Ende Januar ihre ambitioniertesten Ankündigungen an das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn schicken sollten, und diese Ziele dann auch erreichen. Das hat der Chef des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, Hans-Joachim Schellnhuber, ausgerechnet. Daraus folgert Erik Assadourian: "Politik wird nicht genug sein, um das Problem zu lösen." Auch Konsummuster und Verhalten eines jeden Einzelnen müssten sich ändern. Er ist Hauptautor der Studie zur "Lage der Welt" des Worldwatch Institute in Washington. [...] Assadourian schreibt, dass die Weltbevölkerung lediglich bei 1,4 Milliarden Menschen liegen dürfte, wenn alle einen amerikanischen Lebensstil pflegen würden. Auf europäischem Konsumniveau könnte die Erde 2,1 Milliarden Menschen tragen. Doch selbst mittlere Einkommen, wie in Thailand oder Ägypten, bringen Konsummuster hervor, die lediglich für etwa 6,4 Milliarden Menschen Platz ließen – derzeit leben etwa 6,8 Milliarden Menschen auf der Welt, bis 2050 werden es nach UN-Schätzungen neun Milliarden sein. [...] Ein durchschnittlicher Europäer verbraucht täglich 43 Kilogramm Materialien wie Metalle, Lebensmittel oder Energie; ein Amerikaner bringt es gar auf 88 Kilogramm täglich. Zwei Schäferhunde verbrauchen in den USA mehr Ressourcen als ein durchschnittlicher Mensch in Bangladesch. Derzeit liegt der Ressourcenverbrauch um ein Drittel über den Kapazitäten der Erde. Christopher Flavin, Präsident des Worldwatch Institute, kommentiert diesen Trend mit den Worten: "Am Ende muss der menschliche Überlebenswillen über den Drang nach einem Konsum um jeden Preis siegen."

"Bodenschutz ist Klimaschutz" (14.01.2010)
Im 18. Kritischen Agrarbericht haben die im Agrarbündnis organisierten Verbände die wertvollste Ressource des Bauern – den Boden – thematisiert. Der Appell des 300 Seiten starken Bericht ist eindeutig: Durch die Landwirtschaft werden Böden ausgebeutet, ihre Fruchtbarkeit zerstört bis sie schließlich erodieren und als Brache enden. „Unser Boden ist die belebte, dünne Haut unserer Erde“, gab Hubert Weiger vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bei der Vorstellung des Berichtes zu bedenken. Durch industrielle Landwirtschaft und Tierhaltung werde zerstört, was von der Natur in Jahrhunderten gebildet worden sei. Die Herausgeber des Berichtes warnen vor allem vor zunehmender Erosion wertvoller Humusschichten und der „Verarmung“ der Böden durch Übernutzung und chemischen Düngemitteleinsatz. Auch für das Klima sei eine nachhaltige Bodennutzung nicht unbedeutend: „In den Böden ist mehr CO2 enthalten als in unserer Atmosphäre“, erklärte Weiger. „Deshalb ist Bodenschutz auch Klimaschutz“.

Potenzialatlas: Platz machen für Erneuerbare (14.01.2010)
Bis 2020 können Erneuerbare nach Branchenprognosen 47 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland decken – Und das bei hohen Erträge auf wenig Fläche. Wieviel Platz brauchen Wind, Sonne & Co heute und zukünftig? Das zeigt erstmals ein Potenzialatlas der Agentur für Erneuerbare Energien.

Diskussion um die Landwirtschaft: Kopfschütteln über Ilse Aigner (13.01.2010)
Aigner hatte den fehlenden Handlungsbedarf damit begründet, dass die deutsche Landwirtschaft an den CO2-Emissionen nur einen Anteil von sechs Prozent habe. Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, korrigierte Aigner. "Die sechs Prozent sind nur die Treibhausgasemissionen, die unmittelbar aus der Landwirtschaft selbst stammen. Wenn man den Ausstoß aus Traktoren und Maschinen, umgebrochenem Grünland und entwässerten Mooren sowie die Mineraldüngerproduktion hinzurechnet, kommt man schon auf einen Anteil von 13 Prozent." Im Übrigen hält er die Sichtweise für wenig geglückt. "Wenn jeder Teilbereich für sich in Anspruch nimmt, nicht relevant zu sein, dann werden wir nie schaffen, den Ausstoß von Klimagasen zu senken."

Es ist nicht genug, einfach mehr Nahrung zu produzieren (11.01.2010)
Rund ein Drittel der menschgemachten Treibhausgase entsteht bei Herstellung, Verarbeitung und Transport von Lebensmitteln: Kohlendioxid beim Brandroden von Wäldern für neue Anbauflächen, Methan aus gärendem Schlamm in Reisfeldern und den Mägen von Zuchtvieh, Stickoxide aus Kunstdünger. Mit jedem natürlichen Landstrich, der Feldern weichen muss, sinkt die Artenvielfalt an Land, während die Überdüngung von Feldern Ähnliches in Flüssen und Meeren anrichtet. Nicht zuletzt gehen rund 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs auf das Konto des Nahrungsmittelanbaus, was bereits heute in vielen Regionen dazu geführt hat, dass die Spiegel von Grundwasser, Seen und Flüssen bedenklich gesunken sind. [...] Zahlungen an arme Regionen könnte deren Bewohner von der Versuchung abhalten, mehr und mehr ihrer Wälder abzuholzen. Verzicht auf Intensiv-Landwirtschaft zugunsten von pflugfreier Aussaat könnte Landschaften und Artenvielfalt schützen. Effizienterer Einsatz von Bewässerung und Düngemitteln könnte den globalen Wasserkreislauf entlasten. Vor allem könnte jedoch eine veränderte Ernährung des Menschen mit weniger Fleisch die nötigen Anbauflächen deutlich verkleinern, denn zur Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch bedarf es bis zu 16 Kilogramm pflanzlichen Futters. Positive Nebenwirkungen wären ein geringerer Ausstoß von Methan durch die Tiere und zudem eine verbesserte Gesundheit des Menschen.

Ethik in der Ernährung: Nicht Fisch! Nicht Fleisch! (10.01.2010)
Seitdem es richtig begann mit der totalen Industrialisierung tierischer Nahrung, mit Massenproduktion, Massenfang und Massenschlachtung von Vieh und Geflügel und Fisch, wächst der weltweite Fleischverbrauch. Allein in den letzten dreißig Jahren hat er sich verdreifacht. Ein Deutscher verzehrt heute pro Jahr und Kopf 88,7 Kilo Fleisch und Fisch, ein Amerikaner 123 Kilo. Ein Inder hingegen nimmt jährlich 5,2 Kilo zu sich. Noch. Das ändert sich rasch. [...] Wie ein Tsunami ertränken die Folgen der Fleischeslust uns selbst, die Menschen, die Tiere, die gesamte Erde. [...] Heute werden laut einer Studie der Welternährungsorganisation FAO rund 30 Prozent des eisfreien Landes auf der Erde direkt oder indirekt für die Viehzucht genutzt; ein Großteil der weltweiten Getreide- und Sojaernte wird zu Viehfutter verarbeitet; über 90 Prozent der Amazonas-Rodungen seit 1970 dienten der Neuschaffung von Weideland. Und in den nächsten 40 Jahren wird die Weltbevölkerung um ein Drittel steigen. Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen wird um 70 Prozent wachsen und die nach Fleisch wird sich auf 465 Millionen Tonnen verdoppeln. Die Tiere, aus denen wir unser Fleisch gewinnen, werden 2050 so viel pflanzliche Nahrung zu sich nehmen wie vier Milliarden Menschen. Doch um diese Menge zu erzeugen, wird es nicht mehr genug Land oder Süßwasser auf der Welt geben. In einigen Regionen ist das heute schon so. Da ist Fleischkonsum keine Privatsache mehr.
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Bedrohung für das Klima: Wachstum bedeutet Selbstzerstörung (09.01.2010)
Die Quantität des Wachstums schlägt in eine neue Dimension der Naturzerstörung um. Zwischen 1980 und 2001 verdoppelte sich die globale Wirtschaftsleistung. Trotz einer deutlichen Effizienzsteigerung wurden im gleichen Zeitraum 70 Prozent der globalen Ökosysteme schwer geschädigt. Im Krisenjahr 2008 wuchs die Weltwirtschaft "nur" um drei Prozent. Der Versuch, durch Effizienztechnik den Energie- und Rohstoffverbrauch vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln, reicht nicht aus, um die ökologische Selbstzerstörung unserer Zivilisation zu verhindern. [...] Ohne grundlegende Wirtschaftsreformen wird sich nichts ändern. Die Klimakrise wie die Finanzkrise sind zwei Seiten des Wirtschaftskriegs mit der Zukunft, getrieben von der Finanzgier des Kapitalmarkts und der Ausplünderung der natürlichen Lebensgrundlagen. Dieser Krieg kann nicht mit denselben Methoden beendet werden, mit denen er immer noch geführt wird. Vielmehr müssen wir die Ursachen, Triebkräfte und Interessen dahinter verstehen. Dann erst ändert sich etwas. Jetzt sind die Umwelt- und Naturschutzverbände gefordert, eine breite Debatte über Wachstum zu beginnen, damit die Leitidee der Nachhaltigkeit nicht länger für alles und nichts missbraucht werden kann. Es geht um Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit. Ohne eine im wahren Sinne des Wortes nachhaltige Kultur, die Genügsamkeit und Selbstbeschränkung kennt, sind diese Werte nicht zu verteidigen oder zu erreichen.

Welternährung: Kampf um das Korn von morgen (08.01.2010)
Die Biosprit-Produktion ist ein weiterer großer Antreiber der globalen Entwaldung. In Zentralbrasilien beispielsweise wollen Investoren den Zuckerrohranbau ausweiten, um Ethanol als Treibstoff für Autos zu erzeugen. [...] „Die Front der Rinderzüchter und Sojafarmer weitet sich nach Norden bereits auf 458 000 Hektar aus. Etwa 60 000 Hektar davon gehen auf das Konto der Ethanolraffinerie von BP.“ In Goiás soll es schon 27 solcher Anlagen geben, weitere 28 sind bis 2012 geplant. [...] „Soja-Barone bezahlen die lokale Polizei, um die einheimische Bevölkerung mit Gewalt zu vertreiben“, zitiert Greenpeace einen argentinischen Gran-Chaco-Bewohner namens Ramón Ferriera. „Sie zwingen uns, unser Land zu verlassen, oft mit vorgehaltener Waffe. Dann kommen sie mit diesen mächtigen Maschinen, legen alle Bäume um, verbrennen sie und pflanzen Soja. Und wir Einheimischen verlieren alles, was wir haben.“ [...] Die jüngst veröffentlichte Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ der EU konstatiert, dass Investitionen in Ökosysteme sich auch volkswirtschaftlich rechnen. So kostete beispielsweise das Anpflanzen und der Schutz von fast 12 000 Hektar Mangroven in Vietnam 1,1 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig aber wurden 7,3 Millionen US-Dollar an Instandhaltungskosten für Deiche eingespart.

Frei parken in Kiel: Belohnung für Klimaschutz (07.01.2010)
Seit 1. Januar gilt: Wer ein CO2-armes Auto fährt, kann in der Kieler Innenstadt künftig zwei Stunden lang auf öffentlichen Parkplätzen parken, ohne zahlen zu müssen.

Klimaschutz mit Messer und Gabel (06.01.2010)
In einer Studie der Managementberatung Sempora wünschten sich 70 Prozent der Befragten ein einheitliches CO2-Siegel für Lebensmittel und andere Konsumgüter. Die Meinungsforscher von Emnid stellten vor kurzem fest, dass jeder dritte Deutsche bereit ist, einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das gilt auch fürs Essen. Durchschnittlich elf Tonnen Treibhausgase verursacht jeder Bundesbürger pro Jahr, immerhin ein Fünftel davon entfällt auf Nahrung. Ehrgeiziges Ziel der Bundesregierung ist es, den Gesamtwert langfristig auf zwei Tonnen zu reduzieren.
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Brauchen wir eine CO2-Steuer auf alles? (04.01.2010)
Wer den Klimawandel verlangsamen will, muss die Kohlendioxid-Emissionen reduzieren. Der Handel mit Emissionsrechten reicht dafür nicht, sagen Kritiker. Sind Steuern besser?

US-Studie: Klimawandel zwingt Tiere zum Umzug (04.01.2010)
Um mit dem Klimawandel Schritt zu halten, müssen viele Tiere ihren Lebensraum im Durchschnitt in Zukunft um rund 400 Meter pro Jahr verlagern. Diesen Wert haben US-Forscher mit Blick auf die vorhergesagten steigenden Temperaturen berechnet. In bergigen Regionen allerdings verschieben sich die Bereiche der jeweils passenden Temperaturen für die Tiere dabei langsamer, fand das Team um Scott Loarie von der Carnegie Institution for Science in Stanford im US-Staat Kalifornien heraus. [...] Weil der Mensch viele Lebensräume bereits ge- oder zerstört hat, können die vor dem Klimawandel weglaufenden Tiere möglicherweise nicht einfach von einem ins andere Ökosystem wechseln – ihnen ist durch ihren fragmentierten Lebensraum regelrecht der Fluchtweg abgeschnitten. Viele Arten könnten schlicht "nirgendwohin" gehen, teilten Wissenschaftler der beteiligten kalifornischen Akademie der Wissenschaften mit.

Das Verschwinden der Arten (04.01.2010)
Weltweit sind 21 Prozent der Säugetier-, zwölf Prozent der Vogel-, 30 Prozent der Reptilien- und Amphibien- sowie 37 Prozent der Fischarten gefährdet. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist der Verlust bzw. die Verschlechterung von Lebensräumen durch menschliche Aktivitäten. Dazu kommen invasive Arten, Übernutzung und Umweltverschmutzung. Ein neues Bedrohungsszenario ist der Klimawandel, der sich in vielfältiger Weise auf die Biodiversität auswirkt bzw. noch auswirken wird.

Klima: Jetzt muss um es Plan B gehen (03.01.2010)
Bei einer globalen Erwärmung um zwei Grad werden auf dem afrikanischen Kontinent, wo bereits rund 230 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung leiden, die Ernteerträge bis zu 40 Prozent zurückgehen. In Asien werden rund 40 Prozent der 635 Millionen Menschen, die in Flussdeltas oder niedrigen Küstenzonen leben, von Hochwasser und steigendem Meeresspiegel existenziell betroffen sein. In Lateinamerika wird das Abschmelzen der Andengletscher die Trinkwasserversorgung und Energiebereitstellung von bis zu 100 Millionen Menschen gefährden. [...] Tatsächlich bedeutet bereits das Zwei-Grad-Ziel ein eklatantes Versagen der Politik, nicht frühzeitig und schon gar nicht konsequent gehandelt zu haben. [...] Die Natur nimmt keine Rücksicht auf politische Befindlichkeiten. Der Klimawandel hat eine "Zeitverzögerung", bis sich die Treibhausgase im System umsetzen, von 40 bis 50 Jahren. Wir sind kurz vor dem Punkt, an dem die Katastrophe nicht mehr zu verhindern sein wird. Die Konsequenz von Kopenhagen muss ein Plan B sein, mit dem einzelne Länder, Unternehmen, Kommunen und Akteure notwendige Klimaziele verfolgen.

Ernährung und CO2: Beeinflusst die Wurstsemmel das Weltklima? (03.01.2010)
Das erklärt auch, weshalb der CO2-Rucksack eines Veganers um rund zwei Tonnen weniger Kohlendioxid pro Jahr leichter ist! Das ist bemerkenswert. Beim Vegetarier liegt die Summe bei rund einer Tonne und wer nur am Wochenende zu Fleischwaren greift, der kann seinen CO2-Rucksack schon mal um rund eine halbe Tonne verringern. [...] Über ein Drittel der Weltgetreideernte wird an Tiere verfüttert, um Fleisch(-waren), Milch und Eier zu produzieren. In Deutschland sind es sogar 67 Prozent. Aus energetischer Sicht ist die Umwandlung pflanzlicher Lebensmittel, die auch der Mensch direkt verzehren kann, in tierische Produkte ineffektiv. Für die Erzeugung von einer Kalorie in tierischen Lebensmitteln werden durchschnittlich sieben Kalorien aus pflanzlichen Futtermitteln gebraucht. Dabei gehen 65 bis 90 Prozent der Nahrungsenergie aus den Futterpflanzen als so genannte "Veredelungsverluste" verloren. Problematisch ist außerdem, dass etwa die Hälfte unserer Futtermittel aus Entwicklungsländern stammt. [...] Seit dem Jahr 2000 gibt es erstmals weltweit mehr Überernährte als Unterernährte. 1,2 Milliarden Menschen bringen zu viel auf die Waage – und die WHO stigmatisiert das als Epidemie Nummer 1. Die durch Ernährung bedingten Krankheiten nehmen zu wie etwa Nahrungs-Karies, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Stuhlverstopfung, Kropf, Gallensteine, Gicht und Diabetes mellitus.

Findet die globale Erwärmung noch statt? (01.2010)
Zu sagen, dass die Erde sich abkühlt, weil es ein paar Jahre keine neuen globalen Temperaturrekorde gab, übersieht einige einfach physikalische Realitäten: Landoberfläche und Atmosphäre sind nur ein kleiner Teil des Klimasystems der Erde. Die Wärmemenge des gesamten Klimasystems erhöht sich jedoch wegen eines Ungleichgewichts zwischen empfangener und abgestrahlter Energie. Die Atmosphäre erwärmt sich. Die Wärmemenge im Ozean steigt. Die Landoberflächen nehmen Energie auf und die Eismassen absorbieren Energie und schmelzen. Um all dies im Blick zu behalten, müssen wir uns die Wärmemenge des gesamten Klimasystems anschauen.

Berlin, Braunschweig, Freiburg, Herzogenaurach, Kiel gewinnen Kampagne für klimafreundliche Mobilität (30.12.2009)
Im kommenden Jahr bekommen diese fünf Städte aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative die Image-Kampagne "Kopf an: Motor aus" finanziert. Die Aktion soll Bürgerinnen und Bürger zum aktiven Klimaschutz motivieren. [...] Im deutschen Verkehrssektor werden jährlich rund 160 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen – das sind fast 20 Prozent der Gesamtemissionen. Die Hälfte aller Autofahrten liegt unter sechs Kilometern Fahrstrecke. Wegen des überproportionalen Spritverbrauchs kann auf diesen Distanzen besonders viel CO2 eingespart werden. Bei einer Kurzstrecke von bis zu einem Kilometer sind Fußgänger in der Stadt schneller unterwegs als Autofahrer. Bei einer Distanz bis zu drei Kilometern wird das Auto noch vom Fahrrad überholt. Durch eine Verdopplung der Fuß- und Radkilometer lassen sich in Deutschland mittelfristig fünf bis sechs Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Kipp-Punkte (30.12.2009)
Nach dem Desaster von Kopenhagen wird die Zeit eng, die der Menschheit noch bleibt, um wenigstens die schlimmsten Auswirkungen der auf uns zukommenden Klimakatastrophe abzuwenden. Es ist nämlich nicht so, dass nur ein paar Eisberge und Gletscher geschmolzen sein werden wenn wir alle fossilen Energieträger ausgebeutet und verbrannt haben. Es ist auch eine hoffnungslose Annahme, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre würde im gleichen Zeitraum wieder abnehmen, in dem sie sich vorher aufkonzentriert hatte und der Kühlschrank der Erde an den Polen und in den Hochgebirgen würde dann schon wieder anspringen. Das Problem ist nämlich nicht das CO2 allein.

Es eraignern sich noch Zeichen... (30.12.2009)
Mit 88,4 Kilo pro Kopf erreichte der Fleischverbrauch in Deutschland 2008 übrigens einen Rekordwert. Verzehrt wurden laut Fleischwarenverband 60,4 Kilo, der Rest ging in die industrielle Verwertung (z. B. für Cremes). Männer essen laut “Expresse” im Schnitt doppelt so viel Fleisch wie Frauen. Am beliebtesten ist Schwein: 2008 wurden 38,4 Kilo pro Kopf verzehrt. Auf Platz zwei folgt Geflügel (11,2 kg) vor Rindfleisch (8,6kg).

Fleischkonsum und Klimaschutz (29.12.2009)
Agrarministerin Aigner plädiert indirekt dafür, weniger Fleisch zu essen, auch als Beitrag zum Klimaschutz - bislang eine Position der Grünen. [...] Die CSU-Politikerin erklärte wörtlich: "Wenn wir uns alle gesund und ausgewogen ernähren würden, so wie es zum Beispiel mit der Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, wäre das bereits ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz." Diese Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sehen allerdings nur einen Pro-Kopf-Fleischkonsum von 300 bis 600 Gramm je Woche vor. Das ist annähernd halb so viel, wie das Volk der Schnitzel-, Steak- und Bratwurstesser tatsächlich verbraucht.

Aigner: Verzichten Sie mal auf Fleisch! (29.12.2009)
Nicht nur an den Feiertagen essen die Menschen in Deutschland viel Fleisch – rund doppelt so viel wie Ernährungsexperten empfehlen. Das schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Klima. Jetzt fordert Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) die Deutschen auf, weniger Fleisch zu essen – als Beitrag zum Klimaschutz. Sie will in der Landwirtschaft umweltfreundlichere Produktionsmethoden etablieren. Aber auch die Verbraucher müssten sich "an die eigene Nase fassen". [...] Salopp gesagt: Fleisch essen ist klimaschädlicher als Auto fahren. Denn die Viehzucht verbraucht enorme Ressourcen. Klima-Experte Jörg Feddern von Greenpeace zum EXPRESS: "Für die Fleischproduktion in Europa werden zum Beispiel in Brasilien Regenwälder abgeholzt, um Soja für billiges Viehfutter anbauen zu können. Das wird dann per Schiff um die halbe Welt transportiert." Wer seine Ernährung umstelle, könne einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, so Feddern. "Ein Verbraucher in Deutschland, der sich mit viel Fleisch und konventionell hergestellten Lebensmitteln ernährt, produziert ca. 860 Kilo Kohlendioxid im Jahr. Wer biologisch erzeugte Produkte aus der Region kauft und wenig Fleisch isst, kann seine CO2-Bilanz auf 470 Kilo pro Jahr drücken. Wird ganz auf Fleisch verzichtet, sind es nur 340 Kilo CO2."

Neue Idee von Ministerin Ilse Aigner: Weniger Fleisch essen, um das Klima zu retten (29.12.2009)
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) empfiehlt den Deutschen auch aus Klimaschutzgründen, sich gesund zu ernähren. "Wenn wir uns alle gesund und ausgewogen ernähren würden, so wie es zum Beispiel mit der Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, wäre das bereits ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz", sagte Aigner in einem Interview.

Deutsche Wetterbilanz: Jahr 2009 bestätigt Erwärmungstrend (29.12.2009)
Das zu Ende gehende Jahr liegt im Klimatrend - neue Rekorde gab es in Deutschland allerdings nicht. Mit einer Durchschnittstemperatur von 9,2 Grad liegt 2009 genau ein Grad über dem langjährigen Mittelwert.

Mit Soja und Tofu gegen den Klimawandel (24.12.2009)
Ein durchschnittlicher Belgier verspeist in seinem Leben rund 1800 Tiere. Schon mit einem fleischfreien Tag pro Woche könnten es 250 Tiere pro Kopf weniger sein. So steht es in der Informationsbroschüre, die die Schulen von der Stadt Gent erhalten. Seit der Einführung des Veggie-Tages wird an der Boomgard-Grundschule auch im Unterricht noch mehr über Ernährung - und besonders über Fleischkonsum - gesprochen. Mehr als 90 Prozent der Eltern unterstützen den Veggie-Tag, ist Schulleiterin Caroline Van Nevel erfreut. Sie hielt es für richtig, den vegetarischen Tag einmal in der Woche zur Pflicht für alle zu machen.

Kopenhagener Klimagipfel: Handzahm in die Katastrophe (24.12.2009)
Eine globale Erderwärmung um 2 Grad Celsius entspräche einem Temperaturanstieg von 3 bis 3,5 Grad in Afrika. Die Pan African Climate Justice Alliance schätzt, dass dann weitere 55 Millionen Menschen von Hunger bedroht und 350 bis 600 Millionen unter Wassermangel leiden würden. Erzbischof Desmond Tutu drückte es folgendermaßen aus: "Wir stehen vor einer Katastrophe von gigantischen Ausmaßen. Bei dem global angestrebten Ziel von 2 Grad Celsius wird Afrika zum Backofen und verliert jede Hoffnung auf Entwicklung." [...] Augustine Njamnshi von der Pan African Climate Justice Alliance verurteilt den 2-Grad-Vorschlag mit den Worten: "Man kann nicht von einer Lösung für das Klimaproblem sprechen, wenn dabei Millionen von Afrikanern sterben und die Armen weiterhin für die Umweltsünden der Reichen bezahlen." [...] Auf den Punkt brachte es Erzbischof Tutu, der zunächst darauf hinwies, was der 2-Grad-Vorschlag für Afrika bedeuten würde, und dann sagte, dass man "besser zu keinem Abschluss als zu einem schlechten Abschluss" komme. Es wäre vielleicht die einzige Chance, die eigentliche Katastrophe abzuwenden.

Ökosysteme wandern pro Jahr halben Kilometer (23.12.2009)
Mit der weltweiten Klimaerwärmung wandern auch die Ökosysteme. US-Forscher haben errechnet, mit welcher Geschwindigkeit: Sie gehen davon aus, dass sich Fauna und Flora pro Jahr rund einen halben Kilometer verschieben werden.

USA: Die XXL-Verschwender (23.12.2009)
40 Prozent aller Lebensmittel wandern in den Vereinigten Staaten auf den Müll. Schuld sind Überproduktion und Massenmärkte. Die verschwendete Energiemenge würde reichen, um den weltweiten Hunger zu besiegen.

Ökologische Ernährung kann Klimawandel stoppen (21.12.2009)
[...] ein Drittel der klimaschädlichen Emissionen entsteht in der Lebensmittelwirtschaft, insbesondere der Landwirtschaft. Würde die Ernährung weltweit auf ökologische Produkte umgestellt, könnte der Klimawandel gestoppt werden. Die CO2-Belastungen, die auf die Erzeugung von Lebensmitteln zurückgehen, addieren sich etwa zu gleichen Teilen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie der industriellen Weiterverarbeitung. Weltweit liegt nach Greenpeace-Angaben der Anteil der Landwirtschaft bis zu einem Drittel des Gesamt-CO2-Ausstoßes pro Jahr von ca. 31 Milliarden Tonnen, also etwa 10 Milliarden Tonnen. Ursachen für den hohen Ausstoß von Klimagasen der Landwirtschaft sind die intensive Tierhaltung mit hohem Methan-Ausstoß, das Auslaugen der Böden sowie die Urwaldrodung für Acker- und Weideland. Besonderen Schaden verursacht das CO2-Äquivalent Lachgas. Es greift das Klima 300-mal so stark an wie Kohlendioxid. Es entsteht in großem Maß bei der Überdüngung der Böden mit Stickstoff, aber auch bereits bei der immens energieaufwändigen Herstellung des synthetischen Stickstoffdüngers. Um eine Tonne Stickstoffdünger zu produzieren, wird eine bis anderthalb Tonnen Benzin benötigt.

Münchener Rück: Versicherungschef fassungslos über Klimaschutz-Flop (21.12.2009)
Der Manager wies erneut darauf hin, dass der derzeit zu beobachtende Klimawandel eine Tatsache und "fast ausschließlich von Menschen gemacht" sei. Mit verursacht durch den Klimawandel gebe es bereits immer mehr Naturkatastrophen. Nach Analysen der Münchener Rück kann bereits heute Jahr für Jahr ein niedriger zweistelliger Milliardenbetrag direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Seit 1980 summieren sich die Schäden durch solche Naturkatastrophen nach den von der Rückversicherung erhobenen Daten auf 1600 Milliarden Dollar (1100 Milliarden Euro). Diese Schäden werden laut Bomhard in Zukunft dramatisch zunehmen. Deshalb habe er wenig Verständnis für das magere Ergebnis des Weltklimagipfels in Kopenhagen. [...] Die Münchener Rück verdient ihr Geld in erster Linie damit, anderen Versicherungen Milliardenrisiken abzunehmen, die diese selbst nicht mehr tragen könnten: Erdbeben, Tsunamis, Pandemien und technische Havarien sowie extreme Wetterereignisse wie Hurrikans, Dürren oder Flutkatastrophen. Die Zahl wetterbedingter Naturkatastrophen hat sich, den Statistiken der hauseigenen Georisikoforschung zufolge, seit den 80er-Jahren im globalen Durchschnitt etwa verdreifacht.

Der Geist von Kopenhagen blieb in der Flasche (21.12.2009)
Alles in allem ist das Ergebnis von Kopenhagen wieder einmal nur der oft zitierte Schritt in die richtige Richtung, wohlgemerkt ein sehr kleiner Schritt. Für das Jahr 2010 bleibt zu hoffen, dass die Verhandlungspartner die Folgekonferenzen dazu nutzen, den gefundenen Accord zu konkretisieren, denn wenn es keinen breiten Konsens für umfangreiche globale klimapolitische Maßnahmen gibt, könnten sogar die im Vorfeld geäußerten einzelstaatlichen Maßnahmen wieder zur Disposition gestellt werden. Außerdem gilt für die Klimapolitik angesichts des wachsenden Zeitdrucks Ähnliches wie für Feuerwehrleute: Ein Schritt in die richtige Richtung reicht nicht aus, um das Feuer zu löschen.
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Klimaschutz mit Messer und Gabel (18.12.2009)
Ein Thema wurde bisher auf dem Klimagipfel in Kopenhagen ausgeklammert, fast schon tabuisiert: der tägliche Fleischkonsum in den Industriestaaten!

Wenn Klimaschützer eine Reise tun (18.12.2009)
Bundesrat Moritz Leuenberger ist gestern in Kopenhagen eingetroffen – nach einer sechzehnstündigen Bahnfahrt mit vielen Mitfahrern, reibungslosen Debatten und Kiwis zum Frühstück. [...] Moritz Leuenberger isst vegetarisch. Würden alle Menschen auf Fleisch verzichten, wäre der Hunger auf der Welt beseitigt, sagt er.

Runder Tisch zu biologischer Landwirtschaft und Klimawandel gegründet (18.12.2009)
"Die biologische Landwirtschaft hat ein grosses Potenzial, die Klimaveränderung abzuschwächen. Durch den Verzicht auf Kunstdünger werden weniger Treibhausgase produziert und durch den Aufbau von organischer Substanz im Boden wird Kohlenstoff gebunden", sagt Urs Niggli, Direktor des FiBL und Mitinitiator des runden Tisches.

Forschungsallianz untersucht Agrar-Emissionen (17.12.2009)
14 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes gehen auf das Konto der Landwirtschaft. Tendenz steigend. Das will eine globale Forschungsallianz mit internationalen Mitgliedern ändern. Am Mittwoch ist am Rande der Klimakonferenz in Kopenhagen auch die Schweiz beigetreten. Nach Angabe der UN-Welternährungsorganisation FAO könnte die Nachfrage nach Lebensmitteln bis 2050 um 70 Prozent über den Stand von 2000 steigen. Landwirtschaftliche Emissionen könnten in der Folge 2050 rund 30 bis 40 Prozent höher liegen als noch 2005, rechnet das Bundesamt für Umwelt der Schweiz vor.

Die Angst der Insulaner vor dem Ertrinken (16.12.2009)
Die Forderung der pazifischen Inselstaaten macht freilich eine ohnehin komplexe Konferenz noch schwieriger. Der Präsident der Malediven, Mohammed Nasheed, hatte jedoch noch kurz vor der Kopenhagener Konferenz bei einem Besuch im Bundeskanzleramt deutlich gesagt, er werde in Kopenhagen "keinen Selbstmordvertrag" unterschreiben. [...] Johnson Toribiong, Präsident von Palau, rief die Staatschefs in Kopenhagen jedoch geradezu verzweifelt dazu auf, seinem Reich rasch zu Hilfe zu eilen – und erinnerte an andere Hilfsaktionen der internationalen Staatengemeinschaft: "Der Anstieg des Meeresniveaus ist wie ein Tsunami in Zeitlupe."

Stammesführer in Kopenhagen: Häuptling Surui friert für den Regenwald (16.12.2009)
"Wenn die Erderwärmung ungebremst weitergeht, trocknet die Heimat der Amazonas-Bewohner aus, und São Paulo wird zur Wüstenstadt", warnt der frühere Chefökonom der Weltbank, Sir Nicholas Stern. Die große Hoffnung von Stern und von Häuptling Surui heißt "Redd", und sie gehört zu den zentralen Themen der Weltklimakonferenz. Das englische Kürzel steht für "Reduzierte Emissionen aus Waldzerstörung und Walddegradierung" und den Versuch, dem lebenden Wald einen ökonomischen Wert zu geben. "Es ist absurd, wenn erst der abgeholzte Wald etwas wert ist", mahnte Prinz Charles am Dienstagabend bei der feierlichen Eröffnung des Treffens der Minister- und Regierungschefs in Kopenhagen. Finden die Politiker eine Einigung, könnte es demnächst Geld dafür geben, den Wald zu bewahren. Denn in den Bäumen und dem Boden unter ihnen sind gigantische Mengen Kohlenstoff gespeichert. Diese werden sukzessive als Kohlendioxid und Methan frei, wenn der Wald abgeholzt und abgebrannt wird. Zu den vom Menschen verursachten Treibhausgasen trägt die Waldzerstörung je nach Berechnungsmethode 12 bis 20 Prozent bei.

Österreich: 100 % sauberer Strom im Jahr 2020 ist möglich (16.12.2009)
Die Verbände für Strom aus erneuerbarer Energie haben sich zu einem Stromgipfel zusammengetan und sind zu einem klaren Ergebnis gekommen: "100 % sauberer Strom aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse (Biogas) bis zum Jahr 2020 ist in Österreich möglich." [...] Österreich ist reich an Wasser, Wind, Sonne und Biomasse. Werden ungenutzte Potenziale an erneuerbarer Energie bis 2020 erschlossen, könnte Österreich vollständig auf saubere Stromversorgung umgestellt werden.

Kampf für Klimaschutz in Indonesien: Fluch des Wohlstands (15.12.2009)
Rund zwei Milliarden Tonnen Kohlendioxid werden jährlich frei, wenn indonesische Regenwälder abgeholzt werden. Das ist doppelt so viel wie der gesamte Ausstoß von Deutschland, der größten Volkswirtschaft der EU. Eine Waldfläche von etwa 115 mal 115 Kilometer Größe verschwindet jedes Jahr in Indonesien. Das Inselreich zerstört seine Wälder so schnell wie kaum ein anderes Land - und wird dadurch laut Weltbank zusammen mit Brasilien zum wichtigsten Verursacher von Treibhausgasen nach China und den USA, zum Hauptantreiber einer gefährlichen Erderwärmung. [...] "Viele unserer Wälder stehen auf meterdickem Torfboden, der sich zu Treibhausgasen zersetzt, wenn die Pflanzendecke weg ist", warnt Rosenda Chandra Kasih vom WWF Indonesien. Methan und CO2 aus trocknendem Torf könnten Schätzungen zufolge für zehn Prozent der weltweiten Treibhausemissionen verantwortlich sein. [...] Auf 100 Milliarden bis 300 Milliarden Euro jährlich wird der Bedarf geschätzt, um alle Entwicklungs- und Schwellenländer auf einen grünen Kurs zu bringen.

Methan und Lachgas – die vergessenen Klimagase: Kühe als Klimasünder (15.12.2009)
250 Kilometer mit dem Kleinwagen auf der Autobahn oder ein Kilo Rindfleisch im Supermarkt – beides belastet das Klima im gleichen Maß. Doch während allgemein bekannt ist, dass Industrie und Verkehr erheblich zur globalen Erwärmung beitragen, wird die Rolle der Landwirtschaft wenig beachtet.

Anstieg der Treibhausgase: Forscher fordern Säure-Limit für Ozeane (14.12.2009)
Die Ozeane nehmen in gigantischen Mengen Kohlendioxid auf, das die Menschheit aus Schornsteinen, Autos und brennenden Wäldern in die Luft pumpt. Das verlangsamt zwar den Anstieg der CO2-Konzentration in der Luft - doch es führt dazu, dass im Meer Kohlensäure entsteht. Das ist der Stoff, der auch Mineralwasser leicht säuerlich macht. Im Meer kann zu viel Kohlensäure eine katastrophale Wirkung haben. Die Uno-Agentur für biologische Vielfalt und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) stellten am Montag in Kopenhagen eine Studie vor, der zufolge die Ozeane bis 2050 um 150 Prozent saurer werden könnten, wenn es zu keiner dramatischen Reduktion der CO2-Emissionen kommt. [...] Sehr viele Meeresorganismen besitzen eine Kalkschale, entweder im Larven- oder im Erwachsenenstadium. "Wenn man einen Organismus mit Kalkschale in saures Wasser legt, dann hört er zuerst auf zu wachsen und irgendwann löst er sich einfach auf", sagte Dickson. [...] Klar sei aber, dass ab einer Konzentration von 400 ppm (Teilchen pro eine Million Teilchen) CO2 in der Atmosphäre massive Auswirkungen auf die Meereswelt zu erwarten seien. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist von rund 280 ppm vor der Industrialisierung auf über 380 ppm heute gestiegen.
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Neue Erkenntnisse über bekannte und neue Kippelemente – Wann werden endlich Taten folgen auf die drohenden Katastrophen? (10.12.2009)
"Gegenwärtig funktioniert das Klimasystem noch im Holozän-Modus, doch die hier vorgestellten Forschungsergebnisse belegen, dass ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um mehr als zwei Grad Celsius das System in den Bereich singulärer Veränderungen drücken könnte und daher verhindert werden muss", so Schellnhuber weiter.
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Klimaschutz: Über den Tellerrand hinaus (10.12.2009)
[...] schon ein einmaliger Fleischverzicht pro Woche zur Einsparung von 170 Kilogramm CO2 im Jahr führe. Wenn also alle 240.000 Einwohner der Stadt Gent sich einmal in der Woche vegetarisch ernährten, könnte man damit die Emissionen von 18.000 Autos wettmachen. [...] Nach längeren Diskussionen im Stadtrat hat Gent inzwischen als erste Stadt der Welt einen fleischfreien Wochentag eingeführt. [...] Zwei weitere belgische Städte haben sich bereits angeschlossen, und seit Anfang Oktober gibt es auch in Brasiliens Zehnmillionenmetropole São Paulo einen fleischfreien Tag, hier heißt er segunda sem carne.
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Datenerhebung: Wie Forscher das Klima messen (10.12.2009)
Die Erde erwärmt sich, doch woher weiß man das? Seit Jahrzehnten sammeln Wissenschaftler Klimadaten. Wo diese herkommen und wie sie für Zukunftsprognosen genutzt werden.

Wachsende Gefahr (10.12.2009)
Wie der Zeckenalarm hat eine Fülle ähnlicher Inlandsnachrichten im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz den Deutschen eine bedrückende Einsicht vermittelt: Die globale Erwärmung betrifft nicht nur Eisbären in der Arktis oder Bewohner ferner Atolle, sondern auch sie selbst. [...] Wohl nie zuvor haben so viele Berichte über bedrohte Nordseedeiche und versiegende Wasserläufe, über gefährdete Ernten oder bislang unbekannte Schädlinge verdeutlicht, was die Erhöhung der Durchschnittstemperatur in der Bundesrepublik um 0,9 Grad im letzten Jahrhundert schon bewirkt hat - und was die vorhergesagte Steigerung um 1,5 bis 3,5 Grad bis 2100 noch alles heraufbeschwören könnte.

Fleischlos glücklich - Kochen für's Klima (09.12.2009)
ZDF-Reporter Andreas Stamm will wissen, ob das Zwei-Grad-Ziel auch ohne große Beschlüsse hochrangiger Politiker zu erreichen ist. Dafür macht er sich auf die Suche nach innovativen und effektiven Klimaschutzideen, die jeder umsetzen kann. Im belgischen Gent findet er eine wahre "Klimaküche".

Abbitte für Klimasünden (09.12.2009)
Seit 1993 führt der Umweltschutzverein Bergwaldprojekt e. V. in deutschen Wäldern Baumpflanzungen durch. Das Interesse an dem Projekt ist groß: An den 43 Freiwilligenwochen des Jahres 2009 haben insgesamt 1200 Leute teilgenommen. Allein in diesem Jahr wurden so 50000 neue Bäume gepflanzt. [...] Nach einem anstrengenden Tag ist das Ziel erreicht, der 75. Baum steckt in der Erde. Andreas Stamm ist erschöpft und erleichtert seine Abbitte geleistet zu haben. Die negative Klimabilanz seiner Reisen wird aber erst in 60 Jahren vollständig neutralisiert sein. Erst dann haben die Bäume das CO2 vollständig gespeichert.

Die umweltfreundlichsten Städte Europas (09.12.2009)
Zürich hat auf der Rangliste der Siemens-Studie zu den ökologisch besten Städten in Europa einen Spitzenplatz erreicht.

Risiko-Index: Wo der Klimawandel die schlimmsten Folgen hat (08.12.2009)
Die Reichen sorgen für die globale Erwärmung, die Armen tragen die Folgen: Der "Klima-Risiko-Index 2010" zeigt, wo extremes Wetter von 1990 bis 2008 die größten Schäden und die meisten Todesfälle verursacht hat. Kein einziges Industrieland ist von den schlimmsten Katastrophen betroffen.

Klimagipfel: Obamas "neue Trumpfkarte" für Kopenhagen (08.12.2009)
Die Epa stufte Treibhausgase offiziell als "gesundheitsschädlich" ein. Damit kann Obama künftig notfalls auch ohne Zustimmung des bisher zögernden Kongresses den Ausstoß von Kohlendioxid regulieren.
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Gipfel der großen Worte (08.12.2009)
Vom Klimawandel ist die Erde – wenn auch regional unterschiedlich – als Ganze betroffen. Direkt oder indirekt wird jeder die Folgen zu spüren bekommen. Eine zweite Erde gibt es jedenfalls nicht. Der Klimawandel hat einen Vorlauf von rund fünf Jahrzehnten. Was wir heute spüren, sind erst die troposphärischen Treibhausgaskonzentrationen, die in den 1960er Jahren angereichert wurden. Die danach stecken schon im System und werden zu einem weiteren Klimawandel führen. In den nächsten Jahrzehnten kann ein weiterer Temperaturanstieg nicht mehr verhindert werden, nur noch durch massive Aufforstungsprogramme und eine Stabilisierung der Senken etwas verlangsamt. [...] Die gefährdete Welt braucht mutige Pioniere, die andere Staaten unter Legitimationsdruck setzen. [...] Es muss aber jemand anfangen, damit andere Staaten durch eine breite öffentliche Debatte über das positive Vorbild unter Legitimationsdruck gesetzt werden, ähnliches zu tun. Das Gesetz über die erneuerbaren Energien hat gezeigt, dass das möglich ist. [...] Unbedingt notwendig ist ein Wald- und Naturschutzprotokoll. Schon heute macht die Zerstörung der Natur einen Anteil von rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen aus.
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Der Klimawandel und die Folgen vor Ort (08.12.2009)
Bei der Klimakonferenz in Kopenhagen steht viel auf dem Spiel – auch für den Landkreis, wo sich die globale Erwärmung unmittelbar auswirkt. In die Zukunft kann keiner schauen: Und doch gibt es konkrete Hinweise darauf, welche Folgen uns der Klimawandel vor der Haustür bringt. Dazu zählen häufigere und intensivere Hochwasser-Ereignisse.

Treibhausgase: US-Umweltbehörde definiert CO2 erstmals als gefährlich (07.12.2009)
Dieser Schritt könnte künftige Gesetze entscheidend beeinflussen: Erstmals stuft die US-Umweltbehörde EPA den Klimakiller CO2 als gesundheitsschädlich ein - und erleichtert damit eine mögliche Regulierung von Treibhausgasen.

Kopenhagener Klimagipfel eröffnet: "So einen Andrang hat keiner erwartet" (07.12.2009)
In Kopenhagen konzentrieren sich daher nicht nur die Demonstranten auf die zweite Hälfte der Konferenz - die ersten Großveranstaltungen soll es erst am Wochenende geben. Auch die vielen Vertreter von Staaten, Nichtregierungsorganisationen oder aus der Wissenschaft, nutzen die Gelegenheit, um bei zahlreichen Pressekonferenzen und Nebenveranstaltungen, ihre Erwartungen an die Konferenz kundzutun - während im Bella Center die offiziellen Arbeitsgruppen sich noch formieren und über Tagesordnungen abstimmen. Und bei all diesen Erklärungen, so gehört es sich wohl bei großen Konferenzen, ist ein Wort fast genauso oft zu hören wie "historisch". Es ist das Wort "Hoffnung".

Landwirtschaft muss Bestandteil der Klimaschutzpolitik werden (05.12.2009)
Hauptemissionsquellen in der Landwirtschaft sind trockengelegte Moore, intensive Tierhaltung und Stickstoffüberschüsse der Düngung. Es bestehen aber sowohl große Potenziale, die landwirtschaftlichen Emissionen zu reduzieren, als auch die Bindung von CO2 in landwirtschaftlich genutzten Böden zu erhöhen. „Der Ökologische Landbau ist eine geeignete Lösungsstrategie, denn er beinhaltet beide Wirkungsrichtungen“, so Löwenstein. Durch den knappen Faktor Stickstoff und die organische Düngung werden Stickstoffemissionen minimiert und der Humusaufbau und damit die CO2-Sequestrierung maximiert. Ebenso ist der Umfang der Tierhaltung begrenzt, da sie an die Fläche gebunden ist. Löwenstein fordert die Politik auf, die Förderung der Landwirtschaft künftig an ökologische und Klimaschutz-Leistungen zu binden, Stickstoffüberschüsse zu besteuern und Programme zur Wiedervernässung der Moore aufzulegen.

Der einzelne Mensch und das globale Klima (04.12.2009)
Angenommen, wir würden in Deutschland sofort alle Glühbirnen raus- und Energiesparlampen reindrehen, was hätten wir dann für den Klimaschutz erreicht? Wir hätten 4,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ist das jetzt viel oder wenig? Es ist nichts: Deutschland produziert mehr als 800 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Dann sind 5 Millionen Tonnen gerade mal 0,6 Prozent. Also: Energiesparlampen können bestenfalls nur ein "Maßnähmchen" sein, um dem Klimawandel die Stirn zu bieten. Trotzdem sind sie sinnvoll. Auch wenn ihre Leuchtintensität hier und da zu wünschen übrig lässt: Symbolkraft haben sie alle mal. Die Diskussion um die Stromsparer ist ein echter Beitrag zur Bewusstseinsbildung, zum Meinungswandel und zum veränderten Verbrauchs-Verhalten in jedem einzelnen Menschenhirn. Und das wirkt sich aus. Zunächst mal auf den eigenen Geldbeutel, denn über lange Sicht sind E-Sparlampen auch Geld-Sparlampen. Dann aber wird das Nachdenken über sie transformiert auf andere Bereiche, Prozesse und Entscheidungen des alltäglichen Lebens. Wärmedämmung am Haus, alternative Energien vom Dach, Bahncard statt Tanksäule, Lebensmittel aus der Region, mehr Gemüse, weniger Fleisch und letztendlich: Der Blick auf die kleine und große Politik. Wie ticken denn unsere Politiker? Wer hat die besten Ideen zum Klimaschutz?

"Chili con Carne würde schon sehr viel kosten" (03.12.2009)
Wie teuer wären Lebensmittel, wenn man die Preise inklusive der entstandenen Klimakosten berechnen würde? Alleine beim Frühstück käme man "auf den etwa drei- bis vierfachen Preis", wie die Wuppertaler Biologin Christa Liedtke, die eine Forschungsgruppe über nachhaltiges Produzieren und Konsumieren leitet, sagt. Und: Beim Mittagessen wäre die Preissteigerung noch extremer.

Brief von Paul McCartney und Rajendra Pachauri (03.12.2009 • PDF-Datei • 134 KB)
Da unser Essen, und besonders der Fleischkonsum, so ein entscheidender Verursacher der Treibhausgasausstöße ist, ist das stärkste Mittel, das wir in unserem Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung haben, unsere ... Gabel. Jedes Mal, wenn Sie eine vegetarische statt einer auf Flesich basierenden Mahlzeit zu sich nehmen, tragen Sie dazu bei, die Emmision an Treibhausgasen zu verringern. Also öfters mal das Fleisch beseite lassen ist ein gutes Rezept gegen den Klimawandel. [...] Jeder einzelne hat aber nur begrenzte Möglichkeiten. Es steht also auch in der Verantwortlichkeit von Regierungen und Industrie, sicherzustellen, dass nachhaltige Alternativen wie pflanzliche Produkte in großem Umfang erhältlich und erschwinglich sind. Verschiedene unterschiedliche Maßnahmen und Möglichkeiten können zu einem geringeren Konsum von Fleisch und damit zu einem klimafreundlicheren Lebenswandel führen. Städte wie Gent, Sao Paulo oder Baltimore haben eine Liste guter Maßnahmen vorgelegt, die von viel mehr Städten übernommen werden kann und sollte.

McCartney: Weniger Fleisch essen für Klimaschutz - 'Less Meat - Less Heat' (03.12.2009)
Der britische Popsänger Paul McCartney hat dazu aufgerufen, zum Schutz des Klimas weniger Fleisch zu essen. "Wir müssen die Treibhausgase eindämmen, sie sind gefährlich für unsere Kinder und Enkel", sagte der Ex-Beatle und strikte Vegetarier am Donnerstag in Brüssel. Wenige Tage vor Beginn des Weltklimagipfels in Kopenhagen stellte McCartney gemeinsam mit dem Chef des Weltklimarats (IPCC), Rajendra Pachauri, seine Kampagne für einen "fleischlosen Montag" dem Europaparlament vor.

Paul McCartney wirbt bei der EU für Fleisch-Verzicht (03.12.2009)
Frei nach dem Motto "Fleisch? Let it be!" hat Ex-Beatle Paul McCartney am Donnerstag bei der EU für den Klimaschutz geworben. Der Weltstar legte auf seiner Europa-Tournee einen Zwischenstopp in Brüssel ein. Und warb vor der bevorstehenden Klimakonferenz in Kopenhagen für Fleisch-Verzicht. Dass Journalisten zu Autogrammjägern werden, kommt nicht alle Tage vor im Europäischen Parlament. Aber am Donnerstag war auch ein Weltstar in Brüssel, mit dessen Zugkraft selbst politische Schwergewichte nicht mithalten können: Paul McCartney. [...] Der Ex-Beatle fordert die Menschheit auf, weniger Fleisch zu essen, um die globale Erwärmung zu verringern. Schon ein fleischfreier Tag pro Woche könne helfen, sagt der prominente Vegetarier. Unterstützt wird er von Rajendra Pachauri, dem Vorsitzenden des Weltklimarates. Die Adresse von McCartneys Botschaft ist Kopenhagen – dort verhandeln in den kommenden zwei Wochen 192 Staaten über ein neues globales Klimaschutzabkommen. [...] Viehzucht ist eine der Hauptquellen für den Ausstoß von Treibhausgasen, sagt McCartney den – überdurchschnittlich zahlreich erschienenen – Abgeordneten. Nicht nur weil bei den Kühen hinten viel Methan rauskommt. Außerdem verschlinge das liebe Vieh Unmengen Wasser und Futter, dessen Erzeugung wiederum Energie koste.

Paul McCartney ruft zu Fleisch-Boykott auf (03.12.2009)
Die weltweite Viehzucht produziere mehr Emissionen als der Verkehr, sagte Paul McCartney in Brüssel bei einer Anhörung im Europaparlament. Mit seiner Kampagne "Less Meat – Less Heat" (Weniger Fleisch – weniger Hitze) will der 67-Jährige auf den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Klimawandel aufmerksam machen. [...] Der Sänger beklagte, der Viehzuchtsektor sei einer der größten Umweltverschmutzer. Die Überweidung in weiten Teilen der Erde beanspruche etwa ein Drittel des weltweiten Wasserverbrauchs. Mehr als 18 Prozent aller Emissionen stammten aus der Viehzucht. Der Ex-Beatle forderte das Europaparlament auf, die Menschen mit gezielten Maßnahmen zum Fleischverzicht zu ermuntern. Wenn jeder an einem Tag pro Woche auf Fleisch verzichte, würde die Erde davon "sehr profitieren", sagte McCartney. Die Kampagne "Fleischfreier Montag" ist zugleich Bestandteil seiner Konzerttour durch Europa. Der Vorsitzende des Weltklimarates (IPCC), Rajendra Pachauri, verlangte einen entscheidenden Wandel in der weltweiten Viehzucht. Im Alltag forderte er, anstelle des Fleisch-Burgers zum Tofu-Burger zu greifen. Tofu verursache in der Produktion zehnmal weniger Emissionen als Rindfleisch.

Beatle Paul McCartney: Weniger Fleisch essen für den Klimaschutz (03.12.2009)
Paul McCartney hat dazu aufgerufen, zum Schutz des Klimas weniger Fleisch zu essen. "Wir müssen die Treibhausgase eindämmen, sie sind gefährlich für unsere Kinder und Enkel", sagte der Ex-Beatle und strikte Vegetarier. [...] Wenige Tage vor Beginn des Weltklimagipfels in Kopenhagen stellte McCartney gemeinsam mit dem Chef des Weltklimarats (IPCC), Rajendra Pachauri, seine Kampagne für einen "fleischlosen Montag" dem Europaparlament vor. 18 Prozent aller Treibhausgase entstammen nach McCartneys Angaben der Fleisch-Produktion, etwa durch den Methan-Ausstoß von Rindern. "Das ist mehr als der gesamte globale Transport-Sektor", sagte der Vize-Präsident des Europaparlaments, Edward McMillan-Scott.

Ex-Beatle vor EU-Parlament: Sir Paul wettert über die Fleischeslust (03.12.2009)
"Weniger Fleisch = Weniger Hitze". Auf englisch reimt sich das - "Less Meat = Less Heat" - und ist nicht wörtlich, nicht personell zu verstehen, sondern natürlich global: "Esst weniger Fleisch", will der Spruch sagen, "und ihr tut etwas für den Klimaschutz". Einen Tag pro Woche zumindest, will Beatle-Paul, sollen wir auf Fleisch verzichten. So wie früher, als die Katholiken noch katholisch lebten und freitags Fisch essen mussten. [...] "Die Fleischproduktion emittiert mehr gefährliche Klimagase - 18 Prozent - als der gesamte Transportsektor - 13 Prozent". Diese und ähnliche Erkenntnisse werden von fleißigen Helfern auf vorbereiteten Textseiten und farbigen Flyern im Saal verbreitet und von zwei Klima-Kundigen an Mc Cartneys Seite bekräftigt. Nicht nur CO2, auch Methan und Stickoxide schicken unsere zwei- und vierbeinigen Fleischlieferanten gen Himmel, und das sei alles klimaschädlich. [...] Auch seine Podiumsnachbarn leben fleischfrei, der indische Klimaschützer Rajendra Pachauri und Parlamentsvizepräsident Edward Mc Millan-Scott. Letzterer ist erst seit dem letzten Weihnachtsessen dabei, fühlt sich "fein", hat sechseinhalb Kilo abgenommen, und sein Cholesteron-Pegel sei auch viel besser, sagt er.

McCartney und Nobelpreisträger Pachauri rufen Politiker auf, den Fleischkonsum zu reduzieren (01.12.2009)
Sir Paul McCartney und Dr. Rajendra Pachauri rufen weltweit dazu auf, den hohen Konsum an Fleisch zu bekämpfen. In einem offenen Brief verweisen sie auf den Zusammenhang zwischen Fleisch und Klimawandel und schlagen vor, dass Regierungen Initiativen entwickeln, diesen Zusammenhang auch Ihren Bürgern zu vermitteln. Unter dem Titel "Less Meat = Less Heat" (Weniger Fleisch = weniger Hitze) findet am 3. Dezember eine Veranstaltung im Europaparlament statt, in der Sir Paul McCartney sowie der Nobelpreisträger und Vorsitzende des Weltklimarates, Dr. Rajendra Pachauri, die europäischen Politiker auffordern, konkrete Maßnahmen zur Senkung des Fleischkonsums zu ergreifen. [...] Ob Landverlust, Klimawandel, Luftverschmutzung, Wasserknappheit, Wasserverschmutzung und Verlust an Artenvielfalt – laut der FAO gehört die Tierwirtschaft bei allen bedeutenden Umweltproblemen zu den jeweils drei wichtigsten Ursachen. Weniger Fleisch (und andere tierische Produkte) zu essen, ist nicht nur gesünder für unseren Planeten, sondern auch für unsere Körper. Eine Studie der WHO hat gezeigt, dass eine Reduzierung des Konsums von gesättigten Fettsäuren um ein Prozent in Europa jährlich 13.000 Menschenleben retten könnte. Eine weitere Studie hat gezeigt, dass eine Reduktion der Viehwirtschaft um 30% die Zahl der Tode durch Herzkrankheiten um 17% verringern könnte.

Ozonloch bewahrt(e) Antarktis vor Erwärmung (01.12.2009)
Damit wäre eine Erklärung für den widersprüchlichen Trend auf dem südpolaren Kontinent gefunden: Denn während es auf der antarktischen Halbinsel eine sehr starke Erwärmung gebe, zeige die Zentral-Antarktis allenfalls eine geringe Änderung oder sogar eine Abkühlung, betonte das an der Studie beteiligte Alfred-Wegener-Institut (AWI). "Für mich ist das Erstaunlichste der Nachweis, dass ein menschlicher Umwelteinfluss - das Ozonloch - den Großteil der Antarktis vor der globalen Erwärmung geschützt hat", erklärte John Turner vom British Antarctic Survey, leitender Redakteur des Berichts. Der Grund liege in einer verstärkten Luftmassenströmung um die Antarktis herum, betonte das AWI. [...] Gleichzeitig sei in Teilen des eisigen Kontinents ein schneller Eisverlust zu beobachten, die Steigerung der CO2-Gehalte verlaufe "so schnell wie noch nie seit 800.000 Jahren". Die Temperatur in der Antarktis könne sich im Laufe dieses Jahrhunderts um etwa drei Grad erwärmen.

Klima-Index sagt Industriestaaten gewaltige Aufgaben voraus (01.12.2009)
Deutschland bekommt bei den bisherigen Errungenschaften gute Noten: Es schneidet im Achievement-Index besser ab als die meisten anderen G-20-Staaten. Bei den noch anstehenden Aufgaben, dem Challenge-Index, liegen die Deutschen dagegen zurück. Vor dem Hintergrund seiner hohen Wirtschaftsleistung müsste Deutschland seine Kohlenstoffintensität - die CO2-Emissionen, die im Verhältnis zu seinem Bruttoinlandsprodukt anfallen - bis 2050 um fast 90 Prozent senken. Damit stehe die deutsche Wirtschaft vor größeren Herausforderungen als die meisten anderen Volkswirtschaften der G20. Im Durchschnitt müssten die 20 größten Industriestaaten ihren CO2-Ausstoß in Relation zur Wirtschaftsleistungbis bis 2050 um 85 Prozent senken, um den Klimawandel gerade noch beherrschbar zu halten. [...] Das Konzept des "Green New Deal" kombiniere wirtschaftliche Stimulierung mit grüner Technologie. "Man erzeugt Wirtschaftswachstum, indem man auf Material- und Energieeffizienz sowie Klimaschutz setzt - eine Win-Win-Situation", erläuterte Schade. Auf wirtschaftlicher Seite entstünden neue Arbeits- und Absatzmärkte, auf ökologischer Seite nütze der "Green New Deal" dem Klimaschutz.

Kosten des Klimawandels: Normalzustand Weltwirtschaftskrise (01.12.2009)
Die Erderwärmung zu stoppen, wird bis zu sechs Billionen Dollar im Jahr kosten, rechnen Studien vor. Aber noch teurer wäre es, nichts zu tun.

Weniger ist mehr (12.2009)
In Entwicklungsländern lassen sich die Erträge durch Ökolandbau so stark verbessern, dass viel mehr Menschen satt werden können. [...] Ökolandbau könnte weltweit die Ernährung sichern – nachhaltig. Vorausgesetzt, wir sind bereit, unseren Fleischkonsum einzuschränken.

Ernährung und Umwelt: Fleisch - schlecht für Klima und Herz (30.11.2009)
Zehn bis zwölf Prozent der Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto von Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie. Rechnet man noch die Umwandlung von Wald und Brachland in Ackerfläche hinzu, steigt der Anteil am Ausstoß noch um weitere sechs bis 17 Prozentpunkte, schreiben die Wissenschaftler um Sharon Friel von der Universität Canberra in der Zeitschrift The Lancet. Hauptverantwortlich dafür ist die Fleischproduktion. Und diese wird wegen der zunehmenden Nachfrage bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2000 um 85 Prozent steigen. Um den Klimawandel zu mildern, reicht nach Ansicht der Forscher eine effizientere Landwirtschaft allein nicht aus. Stattdessen sollten die Industrieländer mit starker Viehhaltung ihre Fleischproduktion um 30 Prozent drosseln. Davon profitiere nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit der Menschen. Diese nähmen dann weniger gesättigte Fettsäuren auf, welche zur koronaren Herzkrankheit beitragen. Würden die Menschen um 30 Prozent weniger Fleisch essen, würden den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge allein in Großbritannien pro Jahr 18.000 Todesfälle durch diese Erkrankung abgewendet.

McCartney will Klimawandel mit fleischfreiem Tag bekämpfen (30.11.2009)
Ex-Beatle Paul McCartney will mit einem "fleischfreien Tag" gegen den Klimawandel kämpfen. Am Donnerstag will er im EU-Parlament für seine Kampagne "Fleischfreier Montag" werben.

Brennende Torfmoore geben gewaltige CO2-Menge frei (30.11.2009)
Torfgebiete in den Tropen sind riesige Kohlenstoffspeicher; durch menschliches Eingreifen trocknen diese allerdings immer häufiger aus. Wenn solche Moore dann zu brennen beginnen, werden gewaltige Mengen an CO2 frei.

Paul McCartney wirbt für "fleischfreien Montag" (30.11.2009)
Ex-Beatle Paul McCartney will mit einem "fleischfreien Tag" gegen den Klimawandel kämpfen. Einen Tag in der Woche ohne Fleisch auszukommen sei ein einfacher Schritt für jeden und habe bedeutende Auswirkungen, sagte McCartney am Montag in Brüssel dem Magazin "The Parliament".

Intensive Landwirtschaft verschlechtert Klimabilanz (30.11.2009)
Die intensive Landwirtschaft in der EU setzt so viel Klima schädigende Stickoxide und Methan frei, dass der positive Effekt von Wäldern, Grasland und Torfmooren als Kohlenstoff-Speicher gegen Null geht. Das berichtet eine europäische Forschergruppe um Ernst-Detlef Schulze vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena im Magazin Nature Geoscience.

Konsum: Unser täglich Fleisch gib uns heute (29.11.2009)
In keinem anderen Lebensmittel steckt so viel kulturelle Spannung. Die Frage, ob und wie man Fleisch isst, trennt Juden von Christen, Moslems und Hindus. Zugleich geht in fast allen Ländern der Welt ein erhöhter Fleischkonsum einher mit sozialem Aufstieg Einzelner und gestiegenem Wohlstand der Bevölkerung insgesamt. Dementsprechend hat sich der weltweite Konsum seit 1950 verfünffacht. Diese Tatsache bringt jenseits aller kulturellen Fragen massive ökonomische und ökologische Probleme mit sich. [...] Am Donnerstag will der polnische Konservative Jerzy Buzek als EU-Parlamentspräsident erstmals Vegetarier aller Länder in seinem hohen Haus in Brüssel begrüßen. Zweieinhalb Stunden lang dürfen Aktivisten mit Abgeordneten über globale Klimaerwärmung und Lebensmittelpolitik diskutieren. Das Motto der Veranstaltung ist griffig formuliert: „Less Meat = Less Heat“. Weniger Fleisch, weniger Erwärmung. Sprechen werden unter anderem der Ex-Beatle Paul McCartney, [...] und der indische Ökonom Rajendra K. Pachauri, der Chef des Weltklimarates. [...] Tierhaltung sei für 18 Prozent des Ausstoßes klimaschädlicher Gase verantwortlich, rechnet die Uno-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO vor. Das Institut Worldwatch spricht sogar von 51 Prozent. Fleisch wäre damit der Klimakiller Nummer eins. Auf Basis solch unterschiedlicher Ergebnisse scheint eine seriöse Debatte kaum möglich. Tatsache aber ist, dass Verbraucher im Industrieland Deutschland heute frei entscheiden können, ob sie für zwei Euro ein Kilo Fleisch oder ein Kilo Brot im Supermarkt kaufen. Man muss kein Experte sein, um sich vorstellen zu können, dass es im Sinne des Klimaschutzes sinnvoller wäre, mehr Getreideprodukte zu essen als ein Tier zu verspeisen, das erst große Mengen Getreide fressen muss, bis es als Nahrungsmittellieferant taugt. [...] Wahrscheinlich würde es helfen, wenn der Fleischkonsum insgesamt sänke. Laut Statistischem Bundesamt wurde zuletzt aber wieder mehr Fleisch gewerblich produziert. Im dritten Quartal 2009 stieg die Menge auf 1,9 Millionen Tonnen. Das waren 1,8 Prozent mehr als im dritten Quartal 2008.

Wenn das Klima kippt (29.11.2009)
Der Klimawandel wird nicht unbedingt langsam und stetig verlaufen und erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts spürbar sein. Wissenschaftler warnen, dass einige Veränderungen die Erderwärmung stark beschleunigen könnten. Wenn einige der sogenannten Tippingpoints erreicht werden, könnte es bereits in wenigen Jahrzehnten weitreichende Folgen geben. Wir stellen 15 mögliche Tippingpoints vor.

Gefährdete Eisbären: Forscher berichten von massivem Eisschwund (28.11.2009)
Dramatische Berichte aus der Arktis: Das Eis im Nordpolarmeer ist nach Angaben eines kanadischen Forschers an vielen Stellen so dünn geworden, dass es die Eisbären nicht mehr trägt. Andere Wissenschaftler berichten, dass ausgewachsene Bären vermehrt Jungtiere zerfleischen.

Klimawandel: Weltkarte des Waldes (28.11.2009)
Der Mensch hat in den vergangenen beiden Jahrhunderten mehr als die Hälfte der Wälder der Erde zerstört. Das zeigen Satellitendaten. [...] Wälder bedeckten einst 60 Prozent der Landfläche der Erde. Heute sind es weniger als 30 Prozent, wie die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature) betonte. Rund sechs Prozent der Landfläche der Erde, das ist rund ein Fünftel der verlorenen Wälder, ließen sich erfolgversprechend aufforsten. [...] Schuld an der Waldzerstörung ist vor allem der Mensch, der Wälder als Baustoff abholzt oder weil er die Fläche landwirtschaftlich nutzen will. [...] Rund ein Zehntel des Kohlendioxids, das die aufzuforstenden Wälder aus der Luft aufnehmen könnten, wird allein durch gewaltige Torffeuer in Indonesien wieder zunichte gemacht. 900 Millionen Tonnen des Klimagases wurden dadurch 2006 freigesetzt – das entspricht etwa den gesamten CO2-Emissionen Deutschlands in jenem Jahr.

Wie wirkt der Klimawandel? (27.11.2009)
In Teilen Afrikas, Südamerikas und Asiens verändert der Klimawandel den Alltag der Menschen. [...] In Äthiopien beobachten die Bauern Veränderungen bei den Regenzeiten, berichtet Negusu A. Woldemedhin, Direktor des Umweltforums. Dürreperioden und damit der Hunger nehmen zu. [...] "Jetzt sagen die Monatsnamen nichts mehr aus", sagt Woldemedhin, es gibt fast nur noch Dürremonate. [...] "In Laos, Kambodscha, Vietnam und Thailand steigt die Wassermenge des Flusses Mekong wegen der Gletscherschmelze", berichtet Wanun Permpibul aus Thailand. Fluten nehmen zu, kommen immer öfter. Manchmal fließt das Wasser gar nicht mehr ab. "Die Bewohner haben ihr Leben angepasst. Ihre Häuser stehen auf Stelzen. Mancher Reisbauer lebt jetzt vom Fischfang." [...] In Bangladesch können sich die Menschen in den Küstenregionen nicht mehr anpassen. Sie müssen ihre Heimat verlassen, um ihr Leben zu retten. Jeder Zentimeter, den der Meeresspiegel steigt, vertreibt mehr Menschen aus dem Küstengebiet, berichtet Atiq Rahman aus Bangladesch. Der Weltklimarat schätzt in seinem Bericht von 2007, dass allein in Afrika bis 2020 zwischen 75 und 250 Millionen Menschen von Überflutungen betroffen sein werden. [...] In Bangladesch wie auch in Nigeria und Thailand sind die Fälle von Malariaerkrankungen und Dengue-Fieber schon angestiegen. Nach den Schätzungen des Weltklimarates könnte Malaria zusätzlich bei 220 bis 400 Millionen Menschen auftreten.

Natürliche Phänomene lösten Klimaextreme aus (27.11.2009)
Sonnenaktivität und Vulkanismus haben das Klima der vergangenen 1500 Jahre massiv geprägt. Das konnten Forscher nun nachweisen. Das Ergebnis könnte Skeptiker des vom Menschen verursachten Klimawandels bestärken - doch genau davor warnen die Autoren. [...] Klimaskeptiker könnten die aktuelle Arbeit als Indiz dafür nehmen, dass in Wahrheit natürliche Faktoren das Klima weit mehr beeinflussen, als es der Mensch je tun könnte. Doch so will Shindell seine Arbeit ausdrücklich nicht verstanden wissen. Für ihn zeigen die aktuellen Ergebnisse, wie ernst man die vom Menschen verursachte Erwärmung nehmen müsse. Denn zwischen Mittelalterlichem Klimaoptimum und Kleiner Eiszeit hätten sich die Temperaturen statistisch gesehen nur um ein halbes Grad geändert. Für einige Weltregionen waren die Folgen dennoch dramatisch. Seit Beginn der Industrialisierung habe der Mensch bereits für einen Anstieg der Durchschnittstemperatur um etwa ein Grad gesorgt. [...] Michael Mann geht sogar noch weiter: "Natürliche Faktoren hätten für sich genommen zu einer geringen Abkühlung in den vergangenen 50 Jahren führen müssen, weil es mehr vulkanische Ausbrüche und gleichzeitig eine geringe Sonnenaktivität gab." Nur menschliche Aktivität, genauer gesagt der Anstieg der Treibhausgas-Konzentrationen, könne gemessene Erwärmung erklären. Und doch plädiert Shindell dafür, die aktuelle Diskussion um den Klimawandel zu modifizieren. Er tue sich nach seiner jüngsten Studie etwas schwer mit dem Begriff der "globalen Erwärmung", sagt der Nasa-Mann. Zusammen mit seinen Kollegen habe er zeigen können, dass Temperaturänderungen je nach Weltregion stark unterschiedlich ausfallen könnten. Deswegen sei es nicht sinnvoll, immer mit der globalen Durchschnittstemperatur zu argumentieren. Stattdessen müsse es darum gehen, die regionalen Auswirkungen der Klimaänderungen besser zu untersuchen - "wo sie eine Rolle spielen für Menschen, Wasserversorgung und Ökosysteme".

Klimawandel: Inselstaaten vor dem Untergang (26.11.2009)
Die kleinen Inselstaaten könnten bald das gleiche Schicksal erleiden wie einst das mythische Atlantis. Der Klimawandel bedroht ihre Existenz. Angesichts dieser Gefahr hat der UN-Botschafter von Palau, Stuart Beck, die Vereinten Nationen vor dem Verlust etlicher Mitgliedsländer gewarnt, die infolge der Klimakatastrophe im Meer versinken würden. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte sehe sich die Weltorganisation mit dem Verschwinden einzelner Staaten konfrontiert, sagte der Diplomat in dieser Woche vor der UN-Vollversammlung. Mit Blick auf den bevorstehenden Weltklimagipfel in Kopenhagen weisen die kleinen Inselstaaten eindringlich auf die verheerenden Folgen hin, die der Treibhauseffekt voraussichtlich für die Bevölkerung der Region haben wird. Am stärksten gefährdet sind die Malediven, Osttimor sowie die kleinen Pazifikstaaten Fidschi, Kiribati, Marshall-Inseln, Mikronesien, Nauru, Palau, Papua Neuguinea, Samoa, Solomonen, Tonga, Tuvalu und Vanuatu.

Klima-Gipfel in Kopenhagen: Heedegaards Vier-Punkte-Plan soll die Welt retten (25.11.2009)
Hedegaard selbst bekräftigt trotzig ihr Motto: "Wir dürfen nicht als Heuschreckengeneration, die alles auffraß, in die Geschichte eingehen." [...] "Es geht zum einen um Reduktion, also darum, dass wir konkrete Vorgaben über den zukünftigen Ausstoß von Klimagasen machen und darüber, was die verschiedenen Regionen dazu beitragen. Dann geht es um die Anpassung der besonders betroffenen Länder an den Klimawandel. Wir müssen drittens den Transfer von Technologie vereinbaren, damit Entwicklungsländer Zugriff auf energiesparende Technik bekommen. Und wir müssen eine verbindliche Finanzierung hinbekommen." Dabei gebe es aber ein großes Problem: "Sehen Sie, alle Punkte - Reduktion, Anpassung, Technologie-Transfer und Finanzierung - hängen miteinander zusammen. Es nützt deshalb nichts, nur an einem oder zwei Strängen zu ziehen und die anderen außer Acht zu lassen." Und obwohl sich abzeichnet, dass jede Nation Angst hat, in Kopenhagen den ersten Schritt zu machen und in - milliardenschwere - Vorleistungen zu treten, glaubt Connie Hedegaard fest an einen Erfolg. [...] Dazu ist natürlich ein Umdenken nötig, in Dänemark habe das schließlich ja auch funktioniert. Und sich die Einsicht durchgesetzt, dass Investitionen in ein besseres Klima sogar Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und damit die Wirtschaft ankurbeln. Die Vision unseres nördlichen Nachbarn ist deshalb auch nur auf den ersten Blick eine kühne: die hundertprozentige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. [...] "Dänemark hat sich vorgenommen, dass energieeffizienteste Land Europas zu werden", sagt Hedegaard. "Ja, dafür erheben wir auch Steuern." Sie hat ausgerechnet, dass es pro Familie etwa 20 Euro pro Jahr gekostet hat, den Anteil der erneuerbaren Energien von elf Prozent im Jahre 2001 auf heute 17 Prozent zu bringen. "2011 wollen wir bei 20 Prozent liegen, 2020 bei 30 Prozent." Sind die dänischen Bürger denn glücklich über die zusätzliche steuerliche Belastung, will ein japanischer Journalist am Ende wissen? Connie Hedegaard lacht und zitiert flugs eine jüngste Umfrage: "Wissen Sie was? Die Dänen sind die glücklichsten Menschen auf der Welt."

"i speak earth" vereint Bürger weltweit für Massnahmen gegen den Klimawandel (25.11.2009)
Der Copenhagen Climate Council (CCC) gab heute eine bedeutende Massnahme der letzten Minute zur Mobilisierung einer möglichst breiten Öffentlichkeit für ein weitgestecktes und verbindliches Abkommen bei der im Dezember in Kopenhagen stattfindenden Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP15) bekannt. Durch "i speak earth" ermutigt der CCC die Menschen weltweit, sich aktiv gegen den Klimawandel zu wenden und sich über soziale Medien gemeinsam mit ihren Familien und Freunden am Aktionsaufruf zu beteiligen.

"Kopenhagen-Diagnose" - Neue Mahnung der Forscher: Klimawandel schneller als erwartet (25.11.2009)
Der Klimawandel läuft schneller ab, als noch vor zwei Jahren, zum Zeitpunkt des jüngsten Berichts des Weltklimarates (IPCC), erwartet wurde. Ohne eine schnelle Trendumkehr beim Treibhausgasausstoß werden die Folgen der Erderwärmung früher und dramatischer eintreten als bislang prophezeit. Dies zeigt die "Kopenhagen-Diagnose", ein Synthesebericht, mit dem 26 führende Klimaforscher die Weltöffentlichkeit und Entscheidungsträger zum Uno-Gipfel in der dänischen Hauptstadt wachrütteln wollen. [...] "Unser Spielraum ist so gut wie ausgeschöpft", betont Matthew England, Direktor am Klimaforschungszentrum der Universität of New South Wales (Australien). Die Welt brauche dringend eine verbindliche Einigung, "die sicherstellt, dass die großen Emittenten einmütig handeln".

Potsdamer Klimaforscher: Erderwärmung verstärkt sich (25.11.2009)
Vor dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen haben führende Forscher einen dramatischen Appell an die Weltgemeinschaft gerichtet. "Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutzzug in Kopenhagen nicht zu verpassen", erklärte der Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, gestern zur Vorstellung der "Kopenhagen-Diagnose".

Klimawandel: Neuer Alarm (25.11.2009)
Viele Neuigkeiten sind in der 64 Seiten starken Broschüre nicht zu erwarten, sie ist vielmehr als Update für die Unterhändler der Klimakonferenz gedacht, die am 7. Dezember in Kopenhagen beginnt. Dementsprechend anschaulich ist die Aufmachung: teils ganzseitige Fotos von abgeholzten Regenwäldern oder einem Eisbären auf einer kleinen Eisscholle, übersichtliche Grafiken, Faktenkästen und auch Frage-Antwort-Spiele (Kann man die Erderwärmung mit wechselnder Sonnenaktivität erklären?), die man in Fachpublikationen vergebens sucht.

Beim Essen an die Umwelt denken (25.11.2009)
Die Ernährung trägt einen wesentlichen Teil zu den weltweiten CO2-Emissionen bei. Wer pflanzliche statt tierische und saisonale statt im Gewächshaus gezüchtete Produkte konsumiert, kann den CO2-Ausstoss beeinflussen. "Unser Ziel ist, die Leute darauf zu sensibilisieren", sagt Judith Ellens, Masterstudentin der Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich mit Schwerpunkt Ökologie und Evolution, die das Projekt "eaternity" ins Leben gerufen hat und als Koordinatorin amtet. [...] Sie wollen die ETH-Angehörigen nicht zu Vegetariern umerziehen, betont Ellens. "Aber die Leute sollen sich bewusst werden, dass das, was auf ihrem Teller landet, das Klima beeinflusst – und ich glaube, das werden wir mit dieser Aktion erreichen." [...] Zum eaternity-Menü gehört auch ein Saisonsalat. Alles in allem entspricht das Mittagessen am Montag 350 Gramm CO2-Äquivalenten. [...] das eaternity-Menü nach diesen Berechnungen rund 65 Prozent weniger CO2 verursacht als die fleischhaltigen Gerichte.

Klimaforscher stellen "Kopenhagen-Diagnose" (24.11.2009)
Gemeinsame Mitteilung der Autoren des Berichts „The Copenhagen Diagnosis“
Statements von Autoren:
„Dies ist der letzte wissenschaftliche Aufruf an die Unterhändler von 192 Staaten, den Klimaschutz-Zug in Kopenhagen nicht zu verpassen. Sie müssen die ganze Wahrheit über die globale Erwärmung und die damit verbundenen nie dagewesenen Risiken kennen.“
Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Klimawandel in Afrika: Forscher befürchten Zunahme von Bürgerkriegen (24.11.2009)
Laut einer Studie drohen Streitigkeiten um Wasser, Weideland und Ackerflächen massiv zuzunehmen. Wissenschaftler befürchten mehrere Hunderttausend zusätzliche Kriegsopfer. [...] Mit knappen Ressourcen befasst sich auch eine weitere gerade vorgestellte Studie. Die Arbeit der US-Umweltschutzinitiative Global Footprint Network belegt eindrücklich, wie stark die Menschheit mittlerweile auf Kosten ihres Planeten lebt. Der Verbrauch natürlicher Ressourcen übersteige die Regenerationsfähigkeit der Erde massiv, heißt es in dem Bericht. Um den Jahresverbrauch der Menschen zu regenerieren, benötige die Erde inzwischen etwa 18 Monate. [...] Hätten alle Erdbewohner etwa den Lebensstil eines Durchschnittsamerikaners, bräuchte es sogar fünf Planeten, um den Verbrauch an Nahrung und Strom wiedergutzumachen und den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid zu kompensieren. Beim Durchschnittseuropäer wären es immerhin noch zweieinhalb Erden. Und auch in Afrika wird die Regenerationsfähigkeit der Umwelt bald überschritten, wie ein wenige Wochen alter Sonderbericht des Netzwerks für den Kontinent zeigt.

Appell der Forschung: Die Erde heizt sich bedrohlich schnell auf (24.11.2009)
Der Klimawandel wird viel schneller dramatische Folgen haben als bislang angenommen. Dies erklärten am Dienstag weltweit führende Klimaforscher in einem Memorandum, zwölf Tage vor Beginn des Klimagipfels in Kopenhagen. Die Wissenschaftler fordern, den Ausstoß von Treibhausgasen rasch zu senken.

Neue Studie: Forscher warnen vor blitzartigem Klimawandel (24.11.2009)
2008 wurden rund 40 Prozent mehr Kohlendioxid aus fossilen Quellen freigesetzt als 1990. "Selbst wenn die Emissionen nicht weiter zunähmen, wäre schon innerhalb von 20 Jahren das Emissionsbudget aufgebraucht, das der Welt noch zur Verfügung steht, wenn die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad begrenzt werden soll", heißt es in dem Bericht. Der Zeitrahmen für Maßnahmen gegen den Klimawandel hat sich dadurch nach Meinung der Wissenschaftler deutlich verengt. Der globale Treibhausgasausstoß müsse schon in fünf bis zehn Jahren seinen Höhepunkt erreichen "und anschließend schnell abnehmen, damit die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels vermieden werden können". Noch in diesem Jahrhundert müssten die Emissionen auf Null gesenkt werden, um das Klimasystem zu stabilisieren. [...] Anstatt zu sinken, sind die Emissionen in den vergangenen Jahren sogar noch gestiegen - allein zwischen 1997 und 2008 um rund 30 Prozent. Als Ursache gilt vor allem das rasante Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern. Ein neuer Bericht der Uno-Wetterbehörde WMO bestätigt diesen Trend: Der Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre ist 2008 etwas schneller angestiegen als während des vergangenen Jahrzehnts, sagte WMO-Chef Michel Jarraud am Montag. Die Konzentration an Kohlendioxid, Methan und Stickstoff, den Hauptverursachern des Klimawandels, befinde sich auf dem höchsten Niveau seit dem Beginn des Industriezeitalters. Damit könnten die schlimmsten Szenarien zum weltweiten Temperaturanstieg wahr werden, warnte Jarraud.

Studie liefert Fakten zu Europas Treibhausgasen (24.11.2009)
Der Ausstoß von Treibhausgasen ist in mehreren Teilen Europas höher als die Kapazität der Natur, diese aufzunehmen. Das zeigt eine Bilanz, die Wissenschaftler des europaweiten Projekts CARBOEUROPE in der Zeitschrift "Nature Geoscience" publiziert haben. [...] In der Bilanzierung wird deutlich, dass Europas Wälder noch immer den größten Beitrag zur Senkung der Treibhausgase leisten. Es besteht jedoch akute Gefahr, dass sie diese Rolle bald verlieren. Schuld daran ist einerseits der Trend zu immer intensiverer landwirtschaftlicher Produktion als auch die häufigere Verwendung von Holz als Brennstoff wie zum Beispiel in Kleinfeuerungsanlagen.

Studie der UN-Wetterorganisation: Treibhausgase auf Rekordniveau (23.11.2009)
Der Ausstoß der meisten Treibhausgase nimmt trotz weltweiter Bemühungen zum Kampf gegen den Klimawandel zu. Zu diesem Ergebnis kommt die Weltwetterorganisation (WMO) in einer in Genf vorgelegten Studie. Danach hatten die langlebigen Treibhausgase, wie Kohlendioxid oder Methan, im Jahr 2008 ihren höchsten Anteil in der Atmosphäre seit 1750. Die Werte stammen von rund 200 Wetterstationen auf der ganzen Welt. [...] Seit 1750 stieg die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um 38 Prozent. [...] Die Methankonzentration stieg ebenfalls im vergangenen Jahr an. Der Anstieg liegt 157 Prozent über den Messungen des vorindustriellen Zeitalters. [...] Die Konzentration an Lachgas (Distickstoffoxid) ist um 19 Prozent seit 1750 gestiegen.

Heißeres Klima bringt mehr Bürgerkriege (23.11.2009)
In ihrer neuen Untersuchung kombinierten die Forscher erstmals historische Daten über Bürgerkriege im Afrika südlich der Sahara mit Temperaturaufzeichnungen und Niederschlagsstatistiken. Dabei zeigte sich, dass zwischen 1980 und 2002 Bürgerkriege in besonders heißen Jahren eindeutig häufiger waren. Konkret: Wenn die Durchschnittstemperatur um ein Grad Celsius über dem Normalwert lag, wuchs die Wahrscheinlichkeit um fast 50 Prozent.

Neuseelands Gletscher verschwinden (23.11.2009)
Die Gletscher der Welt schmelzen - an diesem Trend kommt auch Neuseeland nicht vorbei. Dort ist das Volumen der Eismassen im vergangenen Winter erneut zurückgegangen, wie jetzt eine Studie beweist. Und das nicht zu knapp: In den letzten 30 Jahren hat sich die weiße Pracht halbiert.

Umweltbundesamt prüft Verschmutzungsrechte für Landwirte (21.11.2009)
Laut Flasbarth werden in Deutschland 13 Prozent der Klimagase direkt und indirekt durch die Landwirtschaft verursacht. Besonders in der intensiven Tierhaltung mit den hohen Anteilen an Methangasemissionen, die weitaus klimaschädlicher seien als Kohlendioxid, wären starke Anreize für Investitionen zum Abfangen solcher Gase notwendig, sagte Flasbarth. Im Kampf gegen den Klimawandel regte Flasbarth zudem einen geringeren Fleischkonsum an: „Der hohe Anteil an fleischlicher Ernährung in den Industriestaaten bei gleichzeitigem Anstieg dieser Essgewohnheiten in Schwellen- oder Entwicklungsländern könnte zu einer Hypothek weltweit für den Klimaschutz werden“, sagte er unserer Zeitung.

Gestörte CO2-Aufnahme: Ozeane als Kohlendioxid-Speicher offenbar überlastet (19.11.2009)
Die Weltmeere haben während des gesamten Industriezeitalters massiv vom Menschen freigesetztes CO2 gespeichert - insgesamt 140 Milliarden Tonnen. Das belegen neue Rechnungen. Doch der segensreiche Mechanismus scheint zu schwächeln.

Ein Klima des Hungers (18.11.2009)
Die meisten hungernden Menschen leben heute in Afrika und Asien: 64 Prozent in Ländern wie Indien, China und Bangladesh und 25 Prozent vor allem in Zentral- und Ostafrika. Diese Regionen sind gleichzeitig akut von den Folgen der weltweiten Klimaveränderung betroffen. [...] Laut Weltagrarbericht ist in den letzten vierzig Jahren der Pestizideinsatz um 300 Prozent und die Düngung mit dem klimaschädlichen Stickstoff um 800 Prozent angestiegen. Hinzu kommen ein immer größerer Fleischkonsum und der steigende Bedarf an Getreide. Derzeit macht allein die Freisetzung von Methan, Stickstoff und Lachgas rund 14 Prozent des weltweiten Klimaproblems aus. Zur Erderwärmung tragen zudem Transport, Herstellung der Produkte und Landverbrauch durch Rodung von Waldflächen bei. Doch nicht nur dem Klima schadet das, auch Millionen Menschen stürzt das globalisierte Ernährungssystem laut Agrarbericht in die Armut. „Wir haben es mit einer paradoxen Situation zu tun: Noch nie hatten so viele Menschen auf der Welt Hunger und noch nie wurde so viel pro Kopf an Nahrung produziert“, so Haerlin. Auf der Welt gebe eine Milliarde Hungernde und eine Milliarde Übergewichtige. Deshalb gehe es in erster Linie nicht darum wie viel, sondern wie Lebensmittel produziert und vertrieben würden.

Welternährungsgipfel: Beschämende Bilanz (17.11.2009)
Heute werden laut FAO weltweit 270 Millionen Tonnen Fleischprodukte erzeugt. Bis 2050 sollen es 470 Millionen sein. Der größte Teil davon (72 Prozent) kommt in den Entwicklungsländern auf die Teller, denn dort steigen die Einkommen relativ am stärksten, sodass sich immer mehr Leute diesen Luxus leisten können. [...] So bedürfe es zur Erzeugung eines Kilogramms Rindfleisch einer Menge von sieben Kilogramm Getreide, um ein Kilo Schweinefleisch, Eier oder Milch zu produzieren, seien drei Kilogramm vonnöten. Auf die Nahrungsmittelproduktion gehen jedoch schon heute 40 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen zurück. Für 14 Prozent davon ist die Landwirtschaft verantwortlich, einschließlich der methanträchtigen Rinderzucht, für 18 Prozent die Änderung der Landnutzung (beispielsweise die Abholzung von Regenwald für Viehweiden). Der Rest an Emissionen entsteht indirekt, beispielsweise durch Transport, Kühlung und Verarbeitung der Lebensmittel. Bei einer Ausweitung der Fleischproduktion steigt dieser Anteil drastisch. In den Industrieländern verschlingen alle Einwohner, vom Säugling bis zum Greis, im Jahr durchschnittlich 80 Kilogramm Fleisch. Der Weltdurchschnitt liegt bei 39 Kilogramm, in den ärmsten Ländern sind es neun Kilogramm. Der überbordende Konsum ist eine der Ursachen dafür, dass es heute auf der Welt mehr Fettleibige als Hungernde gibt. [...] Sollen wir also alle Vegetarier werden? Das zumindest fordert der britische Ökonom Lord Nicholas Stern. Nur so könne ein gefährlicher Klimawandel abgewendet werden. Stern wurde Ende 2006 bekannt, als er – damals noch Weltbank-Chefökonom – den politischen Führern vorrechnete, wie teuer es käme, wenn sie nichts gegen den Klimawandel unternehmen. Jetzt fordert er in der britischen „Times“, auf Fleisch gänzlich zu verzichten, denn dessen Produktion sei für unseren Planeten ungesund: Der Wasserverbrauch ist gigantisch und die entstehenden Treibhausgase schaden dem Klima enorm. Die steigende Zahl von Rindern auf unserem Planeten verstärkt den Treibhauseffekt, denn ein Tier entlässt aus seinem Verdauungstrakt täglich etwa 150 bis 250 Liter des Treibhausgases Methan. [...] Sicher würde es auch helfen, einen der größten Skandale in der Welternährung zu beenden: die Vernichtung von Lebensmitteln. In den USA, ermittelte der britische Autor Tristram Stuart, landen 50 Prozent davon im Müll, in Großbritannien 30 Prozent. [...] Allein die von Briten und Amerikanern weggeworfenen Mengen genügten, errechnete Stuart, um die Hungernden der Welt siebenmal zu füttern.

Alte Kiefern: Jahresringe beweisen globale Erderwärmung (17.11.2009)
Forscher haben neue Zeitzeugen des Klimawandels gefunden: In den Jahresringen der ältesten Bäume der Welt haben sie Beweise für den extremen Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte gefunden. Seit 1950 wurden die Ringe pro Jahr dicker als in den 3700 Jahren zuvor.

Hunger in Westafrika: Das Glücksspiel der Ärmsten (16.11.2009)
Seit einigen Jahren würfelt der Klimawandel die Jahreszeiten in Westafrika durcheinander. Das Leben der Bauern ist damit unkalkulierbar geworden.

Eis in Grönland schmilzt immer schneller (14.11.2009)
Die Finanzkrise verzögert den bedrohlichen Anstieg der Klimaerwärmung ein wenig, Himalaya-Gletscher sollen angeblich nicht abschmelzen.

Tierschützerin wendet sich an die EU-Kommission: Brigitte Bardot fordert europaweiten Vegetarischen Tag (13.11.2009)
Die französische Tierschützerin Brigitte Bardot fordert einen europaweiten Vegetarischen Tag. Viehhaltung wirke sich unmittelbar auf die Erderwärmung, auf die Verschmutzung des Bodens und auf das Grundwasser aus, erklärte Bardots Stiftung am Freitag. Die frühere Schauspielerin forderte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso deshalb auf, sich für einen Vegetarischen Tag einzusetzen.

Rekordschmelze: Sorge um die Arktis (13.11.2009)
Die Atmosphäre am Nordpol heize sich doppelt so schnell auf wie im globalen Durchschnitt. Die Rekordschmelze der Polkappe sei eine Folge von drei Jahrzehnten Erwärmung. In Zukunft werde die empfindliche Natur der Arktis noch dadurch bedroht, dass der Klimawandel Schifffahrt und die Suche nach Öl ermöglicht.

Klimawandel in der Arktis: Grönlands Eisschild schmilzt so schnell wie nie (13.11.2009)
Der Gletscher hat sich in den vergangenen Jahren um 15 Kilometer zurückgezogen. Scheinbar unaufhaltsam schmilzt das Eis der Insel. Die Schätzungen, wie schnell das passiert, gehen weit auseinander. Doch das Verschwinden des Inlandeises lässt weltweit den Meeresspiegel steigen - mit potenziell dramatischen Folgen für Millionen von Menschen. Insgesamt würden die Pegel etwa sieben Meter höher liegen als sie heute sind, wenn die riesige Insel eisfrei wäre. Dieser Prozess wird nicht über Nacht ablaufen, es wird Jahrhunderte dauern. Doch neue Ergebnisse niederländischer Forscher legen nahe, dass die Wissenschaft die eher konservativen Szenarien zur großen Schmelze zu den Akten legen sollte. Denn in den vergangenen Jahren, so dass Ergebnis der Studie, hat sich die Eisschmelze in Grönland stark beschleunigt. [...] "Alle Zeichen deuten auf einen anhaltenden Eisverlust hin, bei Geschwindigkeiten, die uns noch vor zehn Jahren unmöglich erschienen. Ich würde sagen, dass ist auf jeden Fall etwas, womit sich die Politiker auseinandersetzen müssen", mahnt Forscher van den Broeke vor dem Klimagipfel in Kopenhagen.
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UN-Umweltstudie: Milliarden-Subventionen schaden der Umwelt (13.11.2009)
Die Zerstörung natürlicher Ökosysteme könne jährlich bis zu fünf Billionen Dollar kosten, sie zu bewahren, dagegen nur 45 Milliarden Dollar, heißt es. Die natürliche Leistung der Ökosysteme beziffern die Autoren der Studie auf fast fünf Billionen Dollar.

Neuer Umweltreport: So lohnt sich der Naturschutz (13.11.2009)
Die Zerstörung der Natur und das Artensterben sind nicht nur ein ökologisches Drama, sondern auch ein ökonomisches. Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten haben nun einen Report erarbeitet, in dem sie die drängendsten Probleme nennen - und zeigen, wie sich Umweltschutz auch wirtschaftlich lohnt. [...] Denn nicht nur beim Klimawandel sieht sich die Welt einer drohenden ökologischen und ökonomischen Katastrophe ausgesetzt. Auch kaputte Ökosysteme und Artensterben verursachen hohe Kosten. Jedes Jahr wird eine Urwaldfläche von der Größe der Schweiz gerodet, 3 bis 30 Arten verschwinden täglich von der Erde. Ein Massensterben ist im Gange, schätzt das Umweltprogramm der Uno (Unep) - hundertmal schneller als es aufgrund der Mechanismen der Evolution zu erwarten wäre. Die Idee, Ökosysteme in Geldwerten zu bemessen, entstand vor zwei Jahren, bei einem Treffen der G-8-Umweltminister in Potsdam: Man gab eine Studie in Auftrag, die "Die Ökonomie der Ökosysteme und der Biodiversität" benennt (englisch: The Economics of Ecosystems and Biodiversity - TEEB). Diese TEEB-Studie sollte so etwas wie der Stern-Report der Natur werden. [...] Wie stoppt man nun die fortschreitende Zerstörung der Natur? Nicht durch Verbote, glauben die Autoren des Reports, sondern durch Anreize. "Ökosystemdienstleistungen" nennen sie erhaltende Maßnahmen. Dafür müssten die Staaten finanzielle Mittel bereitstellen. Es soll sich ein Sichtwandel vollziehen: Investition in Ökosysteme soll sich finanziell lohnen. Oder wie es Studienleiter Pavan Sukhdev ausdrückt: "Natürliches Kapital hat das Potential, eine gute Investition zu sein, die die Existenzgrundlagen sichert und nachhaltigen ökonomischen Nutzen bis weit in die Zukunft verspricht." [...] Teure Subventionen, die schädlich für die Umwelt sind, müssen gestrichen werden. Mit der gigantischen Summe von einer Billion Dollar würden jährlich weltweit Landwirtschaft, Fischfang, Energie, Verkehr und andere Bereiche gefördert, kritisieren die Studienautoren.

Zerstörte Ökosysteme könnten bis zu fünf Billionen Dollar kosten (13.11.2009)
Das geht aus einer am Freitag in Brüssel vorgestellten Studie zu Kosten und Nutzen des Erhalts von Wäldern, Feuchtgebieten und anderen Biotopen hervor. Die Bewahrung dieser Gebiete würde demgegenüber nur 45 Milliarden Dollar jährlich kosten, heißt es in dem Bericht des UN-Projekts TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodiversity). Mit Ausgaben in diesem Umfang könnten wertvolle Ökosysteme geschützt werden, deren natürliche Leistungen die Autoren der Studie auf fast fünf Billionen Dollar schätzen. Zu diesen Leistungen gehören die Speicherung klimaschädlicher Treibhausgase, der Schutz und die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Hochwasserschutz. Allein ein internationales Abkommen zum Schutz der Wälder könnte die Kosten für Klimaschutz um 3,7 Billionen Dollar senken, heißt es in dem Bericht.

Erfolg für Brasilien: Regenwaldabholzungen gehen deutlich zurück (13.11.2009)
Die Auswertung von Satellitenbildern ergab, dass von August 2008 bis Juli 2009 geschätzt rund 7000 Quadratkilometer Wald abgeholzt wurden. Dieser Wert ist seit 2004 rückläufig, als ein Rekordareal von 27.000 Quadratkilometern gerodet wurde. Dennoch: Die zerstörte Regenwaldfläche entspricht immer noch fast acht Mal der Fäche Berlins. [...] Der umweltpolitische Direktor der Organisation Conservation International, Paulo Gustavo, sagte jedoch, der Rückgang sei vor allem auf die sinkenden Weltmarktpreise für Rindfleisch, Sojabohnen und andere Nahrungsmittel zurückzuführen. Dadurch sei es weniger lukrativ geworden, Wald zu roden, um Anbauflächen zu gewinnen. Das größte südamerikanische Land will die Abholzung bis 2020 um 80 Prozent reduzieren. Dies wäre dann eine Fläche von immer noch etwa 4000 Quadratkilometern im Jahr. Die Abholzung wird für mehr als 60 Prozent der schädlichen Treibhausgasemissionen in Brasilien verantwortlich gemacht.

«Brutale Klima-Zukunft» für asiatische Großstädte (12.11.2009)
Der Klimawandel bedroht in Asien zahlreiche Millionenstädte. Besonders gefährdet sind nach einer neuen Studie der Umweltstiftung WWF Dhaka in Bangladesch, Manila auf den Philippinen und Jakarta in Indonesien.

Fleisch essen soll Tabu werden (07.11.2009)
Nicholas Stern, Herausgeber des gleichnamigen Reports zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels - und den Kosten bei Unterlassung von Gegenmaßnahmen, ist der Auffassung, dass die Klimaverhandlungen in Kopenhagen nur erfolgreich sein können, wenn sie als Klimaschutzinstrument auch eine Verminderung der Fleischherstellung beinhalten.

Lebensmittel-Kennzeichnung: Futtern für das Klima (07.11.2009)
Als erstes Land Europas führen die Skandinavier eine Klima-Kennzeichnung für Lebensmittel ein. Die Bürger sollen von Rind auf Geflügel umsteigen - und von Tomaten auf Möhren. [...] Möhren, Kartoffeln und Hühnchen, zum Nachtisch Waldbeeren - so sieht eine ideale klimafreundliche Mahlzeit in Schweden aus. Als erstes Land in Europa will Schweden den Kampf gegen die Erderwärmung jetzt auch auf den Tellern der Verbraucher führen. Ein Treibhausgas-Kennzeichen auf Lebensmitteln soll das Bewusstsein der Bürger fördern. Zu Kalorien und Kohlehydraten kommt damit eine weitere Wertekategorie: der Klimaschutz. [...] Ganz oben auf der schwarzen Liste stehen Fleisch und - mit einigem Abstand - Milchprodukte. "Es ist die Gruppe der Lebensmittel mit den größten Auswirkungen auf die Umwelt", betont die Behörde. Denn Rinder produzierten bei der Verdauung große Mengen Methan. Pro Kilo Rindfleisch fielen so zwischen 15 und 25 Kilogramm Treibhausgas an.

Institut: Nutztierhaltung als Klimakiller unterschätzt (06.11.2009)
Der Konsum tierischer Produkte trägt laut einem neuen Bericht der amerikanischen Denkfabrik Worldwatch Institute deutlich stärker zum Klimawandel bei als bisher angenommen. Die Haltung von Schafen, Kühen und Ziegen zeichnet demnach für rund die Hälfte der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen FAO ging bisher von einem Anteil von 18 Prozent aus. Um eine Chance im Kampf gegen die Erderwärmung zu haben, fordert Lord Nicholas Stern, einer der führenden Klimaökonomen der Welt, bereits den weitgehenden Verzicht auf Fleisch.

Weltklimagipfel: Verhandlungen in kritischer Phase (04.11.2009)
UN-Generalsekretär Ban sieht die globalen Klimaverhandlungen in einer kritischen Phase. Er warnt vor einer zunehmenden Flüchtlingswelle durch die Erderwärmung. Die Erwartungen an den Klimagipfel werden weiter zurückgeschraubt.

Studie zu Kosten: "Klimaschutz ist wirtschaftlich verträglich und machbar" (03.11.2009)
Schnell und entschieden - so muss die Welt beim Klimaschutz vorgehen. Zu diesem Schluss kommen deutsche Forscher in einer neuen Studie. Sie belegt, dass sich sogar ein Alleingang der Europäer finanziell rechnen würde. Allerdings müssten die Investitionen bereits in den kommenden Jahren kommen.

Wegen Erderwärmung bald kein Schnee mehr auf Kilimandscharo (02.11.2009)
Infolge der Erderwärmung wird der Kilimandscharo in 20 Jahren nicht mehr mit Schnee bedeckt sein. Dies ergab eine Studie der US-Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences". Nicht nur die Fläche des Eises nehme auf dem Kilimandscharo ab, sondern auch die Dicke, sagte die Studien-Autorin.

Brandrodung auf Sumatra: Ursünde im Urwald (02.11.2009)
In den Sümpfen der Insel Sumatra sollen riesige Wälder gerodet werden. Kurz vor der Kopenhagener Klimakonferenz würde damit einer der größten Kohlenstoff-Speicher Südostasiens in Flammen aufgehen. Umweltschützer kampieren im Urwald, um den Raubbau zu stoppen - ein aussichtsloser Kampf.

Laborversuch stimmt über Zukunft von Muscheln nachdenklich (01.11.2009)
Schon geringfügige Schwankungen des pH-Werts haben dramatische Auswirkungen auf das Wachstum von Muscheln, wie Forscher der Stony Brook University School of Marine and Athmospheric Sciences feststellten. Besonders die Larven der Weichtiere reagieren auf Veränderungen der CO2-Werte und der dadurch verursachten Versauerung der Meere extrem sensibel. Die Forschungsergebnisse werden im Fachmagazin "Limnology and Oceanography" veröffentlicht.

Der Global Deal: Raus aus dem Klimawandel (11.2009)
Der Stern-Report gilt als Meilenstein in Sachen Klimaschutz. In der von der britischen Regierung in Auftrag gegebenen Studie bezifferte der frühere Chefökonom der Weltbank Nicholas Stern erstmals die wirtschaftlichen Folgekosten der globalen Erwärmung. Das Fazit: Noch ist es möglich, mit vergleichbar geringem Aufwand entgegenzusteuern - mit nur einem Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts kann die weltweite Staatengemeinde eine katastrophale Entwicklung des Klimawandels abwenden. Im Buch "Der Global Deal" revidiert Nicholas Stern diese Kosten: Der Report habe die Zunahme an Treibhausgasen unterschätzt, räumt der Ökonom ein - inzwischen wären es wohl schon zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die weltweit in den gezielten Klimaschutz fließen müssten.

Geologe fürchtet 100 Millionen Klima-Flüchtlinge (29.10.2009)
"Wir müssen in Zukunft mit 100 Millionen Klimaflüchtlingen rechnen", sagt der Umweltgeologe Professor Jürgen Schneider . "Flüchtlingsströme sind immer mit Gewalt verbunden, und das kann sich dann zu Kriegen über die Grenzen hinaus ausweiten." Ein Beispiel dafür seien die Konflikte in Darfur.

«Fleisch essen wird einst so verpönt sein, wie betrunken Auto fahren» (27.10.2009)
Lord Nicholas Stern, einer der führenden Experten zur globalen Erwärmung, fordert den radikalen Verzicht auf Fleisch. Nur so könne der Klimawandel abgewendet werden. [...] Mit einem radikalen Vorschlag ruft er in der britischen Zeitung «Times» die Menschen zum Kampf gegen die Klimaerwärmung auf. Lord Nicholas Stern fordert im Interview, auf Fleisch gänzlich zu verzichten. Denn Fleischessen sei für unseren Planeten ungesund: Der Wasserverbrauch ist gigantisch und die bei der Produktion entstehenden Treibhausgase schaden dem Klima enorm. «Die Fleischproduktion verursacht viel Methan und führt zu einem verschwenderischen Verbrauch von Ressourcen. Ein vegetarischer Lebensstil wäre besser», sagt Lord Stern. Methan (CH4) ist ein Treibhausgas und in seiner klimaschädlichen Wirkung viel stärker als Kohlendioxid (CO2). Klimaforscher stufen Methan in seiner klimaschädigenden Wirkung als 21 Mal so stark ein wie CO2. Die steigende Anzahl von Rinderfarmen führen so zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes. Ein Rind stösst aus dem Darm täglich etwa 150 bis 250 Liter Methan aus. Lord Nicholas Stern sagt: «Es ist wichtig, dass die Leute darüber nachdenken, was sie essen.» Und er prophezeit gar, dass der Fleischverzehr in Zukunft gesellschaftlich so geächtet sein wird, wie es heute das Autofahren in betrunkenem Zustand ist.

Abschied vom ewigen Eis (23.10.2009)
Der Lebensraum der Eisbären ist in großer Gefahr. Denn das Eis in der Arktis schmilzt schneller als bisher angenommen. Die Lufttemperaturen liegen 4°C über dem Normalwert und sind damit so hoch wie nie zuvor. Das geht aus dem vierten Arktisbericht hervor, der von 71 internationalen Wissenschaftlern erstellt wurde. „In der Arktis wirkt sich die globale Erwärmung schneller als überall sonst auf der Erde aus – mit schwerwiegenden Konsequenzen“, sagt Projektleiterin Jane Lubchenco. So ist die Eisdecke bereits um ein Drittel gegenüber der ersten Messung im Jahr 1979 geschrumpft. Besonders gefährdet sind die tief liegenden Schichten, die bereits seit Tausenden Jahren existieren. „Dieses Eis bekommt man nicht wieder zurück“, sagt der Forscher Richard Spinrad. Aber auch das junge Eis, das regelmäßig im Frühling abschmilzt, verschwindet immer früher im Jahr.

Neue Studie: Biokraftstoffe sind klimaschädlich (23.10.2009)
Biokraftstoffe sind nicht klimafreundlich, sondern werden den Ausstoß von schädlichen Klimagasen noch verschärfen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler anhand von Simulationen. Sie fordern einen Stopp des Anbaus.

Wie klimaschädlich ist Fleischkonsum wirklich? (22.10.2009)
Seit einigen Tagen macht ein Artikel vom Worldwatch Institute (WWI) die Runde, aus dem hervorgeht, dass die Produktion von Fleisch und anderen Lebensmitteln für 51 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Der bislang anerkannte Anteil von 18 % (immerhin ein noch größerer Faktor als der weltweite Straßenverkehr), wie er von der Welternährungsorganisation FAO berechnet wurde, sei aus mehreren Gründen untertrieben. "Starke Behauptungen erfordern starke Beweise", schreiben die Autoren vom WWI, liefern sie allerdings nur begrenzt. Wir beleuchten die einzelnen vom WWI genannten Aspekte.

Treibhauseffekt: Ein Kilo Fleisch – schädlich wie 250 km Autofahrt (21.10.2009)
Wussten Sie, dass Steakliebhaber ähnlich große Klimasünder sind wie Autofahrer? Forscher haben ausgerechnet, dass der Klimaschaden von nur einem Kilo Fleisch rund 36 Kilogramm Kohlendioxid entspricht – wobei noch nicht einmal Energieverbrauch der Rinderfarm und Transport berücksichtigt sind.

Treibhauseffekt: Nutztiere sind weltweit mit die größten Klimakiller (21.10.2009)
Kühe und andere Nutztiere sind ein bislang stark unterschätzter Klimakiller: Das zumindest behauptet das "Worldwatch"-Institut in einer neuen Untersuchung. Dem Bericht zufolge ließe sich durch den Verzehr von weniger Fleisch der Klimawandel effektiver bekämpfen als durch eine neue Energiepolitik.

Kuh als Klimakiller (21.10.2009)
Die friedlich wiederkäuende Kuh ist nach Angaben des „Worldwatch Institute“ ein stark unterschätzter Klimakiller. Etwa die Hälfte der menschenverursachten Treibhausgase entstehe bei der Nutztierhaltung und der Verarbeitung von Tierprodukten, warnte das US-amerikanische Institut am Dienstag in einer neuen Studie. [...] Nutztieratmung allein verursache etwa 14 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase. Dieser Faktor werde bei UN-Klimarechnungen nicht beachtet mit der Begründung, die Tiere fräßen Pflanzenmaterial, und bei der Photosynthese hätten die Pflanzen CO2 aus der Atmosphäre entfernt, daher bestehe ein Gleichgewicht. Diese These lasse sich aber nicht halten, widersprachen die Verfasser der „Worldwatch“-Studie. [...] Es sei aber anzunehmen, dass man durch eine Verringerung der Tierhaltung und eine Hinwendung zu pflanzlicher Nahrung den Klimawandel effektiver bekämpfen könne als mit erneuerbaren Energiequellen. So wichtig eine neue Energiepolitik sei, eine Umstellung bei den Essensgewohnheiten würde schneller wirken, erklärten die „Worldwatch“-Forscher.

Nutztiere erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Treibhausgase! (21.10.2009)
Bereits im Jahr 2006 hat die Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) veröffentlicht, dass die weltweite Fleischproduktion für 18 % der durch Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich ist. Für das World-Watch-Institut haben nun 2 Umweltwissenschaftler der Weltbank diese Zahlen nachgerechnet und korrigiert: Die FAO, welche sich weltweit für einen höheren Fleischkonsum einsetzt, hat bei ihren Berechnungen einiges "übersehen" anderes unterschätzt und manche Emmissionen falsch zugeordnet. Nach Korrektur dieser Fehler und Anpassung an den aktuellen Stand der "Tierproduktion" (von 2006 bis 2009 hat sich diese weltweit weiter erhöht) stellten die Wissenschaftler fest, dass der Beitrag der Produktion tierischer Produkte auf die Treibhausgase mindestens (!) 51 % betragen! Statt den von der FAO berechneten 7516 Millionen Tonnen CO2-eq pro Jahr erzeugt die Produktion tierische Nahrungsmittel ganze 32564 Millionen Tonnen CO2-eq.

Arktis: Bohrkerne belegen rasante Erderwärmung (20.10.2009)
Der Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte ist beispiellos in der Erdgeschichte. Anhand der Bohrkerne aus Sedimentschichten eines arktischen Sees haben Forscher belegt, dass es in den letzten 200.000 Jahren keine vergleichbare Wärmeperiode gegeben hat.

"Jeder kann den Hunger lindern" (20.10.2009)
Ein Bericht des Population Reference Bureau sagt dazu: Würden alle Menschen zu Vegetariern und keine Nahrungsmittel verschwendet, könnte die derzeitige Nahrungs-Produktion 10 Milliarden Menschen ernähren, das ist mehr als die voraussichtliche Bevölkerungszahl im Jahr 2050. Die Frage ist nur: Wer möchte das hören? Wer möchte persönliche Konsequenzen ziehen, um den Hunger zu lindern? Land, Wasser und andere Ressourcen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln für hungernde Menschen eingesetzt werden könnten, werden stattdessen für den Anbau von Futtermitteln für die Massentierhaltung verschwendet. Man benötigt bis zu 16 Kilogramm Getreide, um nur 1 Kilogramm Fleisch zu produzieren. Der Wasserverbrauch für dieses eine Kilo Fleisch liegt bei unglaublichen 15.500 Litern. Fazit: Je mehr Fleisch wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren.

Klima liegt in Konsumentenhand (19.10.2009)
Die Konsumenten entscheiden in hohem Ausmaß mit, ob die globale Erwärmung gebremst werden kann oder nicht. Zu diesem Schluss kommt das Institut für nachhaltigen Konsum der Universität Manchester in einem Bericht im Vorfeld des baldigen UN-Klimagipfels in Kopenhagen. Laut Berechnungen ist der Konsum für bis zu drei Viertel aller vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich. Forschungsleiter Mohan Munasinghe, einer der 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Vorsitzenden des Weltklimarats IPCC, fordert eine "grüne Revolution" des Konsums, um langfristig ehrgeizigere Emissionsziele zu erreichen.

Arktiseis schmilzt: Forscher schlagen Alarm (15.10.2009)
Bis zum Jahr 2030 könnte dann das Packeis im Sommer komplett abgeschmolzen sein, berichteten Forscher der Universität Cambridge und die Umweltstiftung WWF in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Messung der Eisdicke habe Befürchtungen bestätigt, dass das Eis immer dünner werde. Die Forscher hatten auf einer Expedition im arktischen Winter und Frühling vom 1. März bis zum 7. Mai mehr als 6000 Daten auf ihrer rund 450 Kilometer langen Reise durch den nördlichen Teil der Beaufort-See gesammelt.

Neue Prognose: Nordmeer im Sommer in zehn Jahren nahezu eisfrei (15.10.2009)
73 Tage lang haben britische Forscher das Eis in der Arktis vermessen. Das Ergebnis: Die weiße Pracht schmilzt noch schneller dahin als ohnehin befürchtet. In zehn Jahren dürfte das Nordpolarmeer während der Sommermonate nahezu eisfrei sein.
Umweltschadstoffe: Schmelzende Gletscher geben alte Gifte frei (15.10.2009)
Jahrzehntelang waren sie in Alpengletschern eingeschlossen: Schadstoffe wie DDT und Dioxine. Jetzt gibt das schmelzende Eis sie wieder frei. In Sedimentschichten von Gletscherseen finden Forscher die Gifte in Konzentrationen wie zuletzt in den siebziger Jahren.

CO2-Emissionen: Saure Ozeane gefährden Polarmeere (09.10.2009)
Die steigenden CO2-Emissionen sorgen dafür, dass das Wasser der Weltmeere immer saurer wird. Besonders dramatisch sind die Folgen für die Polargebiete. Forscher haben gerade erst begonnen, die Größe des Problems zu verstehen. [...] Bis zum Jahr 2100 könnte der pH-Wert der Weltmeere durch CO2 Eintrag um 0.4 Einheiten sinken. Das klingt zunächst nicht viel, doch der Schein trügt: Die pH-Skala ist logarithmisch eingeteilt. Tatsächlich verdreifacht sich der Säuregehalt der Ozeane. Der Trend ist alarmierend: Bis zum Jahr 2018, prognostiziert Fortunat Joos mit seinen Mitarbeitern eine Übersäuerung von zehn Prozent des Oberflächenwassers in der Region. Im Jahr 2050 wäre dann die Hälfte der Arktis betroffen - und wenn die aktuellen CO2-Prognosen stimmen, dann wäre im Jahr 2100 das gesamte Nordpolargebiet dran.

Tipp: "Klimaexpedition" von Geoscopia (08.10.2009)
[...] Geoscopia lässt einen aber auch mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass jeder einzelne etwas tun kann - und muss! - ging mir jedenfalls so, gerade bei dem obigen Nordpol-Methan-Beispiel, da war sie wieder, diese Angst, dass es schon zu spät ist und sich die einzelnen Einflüsse gegenseitig verstärken. Meine Meinung: Gerade wenn man die Erwärmung nicht mehr aufhalten kann, sollte man sie zumindest so gering halten wie irgend möglich. [...] Beispiel: Kinder kaufen am Jahresanfang von ihrem Taschengeld Energiesparlampen und schaltbare Stecksosen und streichen dafür am Jahresende die eingesparten Stromkosten ein. Gewinnspanne: 70-300 Euro!

Wildkatzen auf der Flucht (07.10.2009)
Nicht nur der Klimawandel, auch der Klimaschutz nimmt vielen Tierarten ihre Lebensräume. Deutschland kann sein beim Weltgipfel 2002 erklärtes Ziel, bis 2010 den Artenverlust zu stoppen, nicht erreichen.

Weltbank: Größter Schaden des Klimawandels in armen Ländern (04.10.2009)
Arme Staaten werden der Weltbank zufolge bei weitem am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben. 75 bis 80 Prozent der Kosten der Erderwärmung dürften zulasten von Entwicklungsländern gehen, heißt es in einer am Sonntag in Istanbul vorgestellten Studie. Zugleich seien die ärmsten Staaten derzeit lediglich für ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich.
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Weniger Menschen, weniger Treibhausgase (30.09.2009)
"Das wirkliche Problem ist nicht Überbevölkerung, sondern übermäßiger Konsum", schreibt Pearce und weist darauf hin, dass sieben Prozent der Weltbevölkerung für 50 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Umgekehrt verursache die ärmere Hälfte der Menschheit nur sieben Prozent der Emissionen. "Immer, wenn jemand von uns in der reichen Welt sich über zu viele Babys in Afrika oder Indien beklagt, verleugnen wir unser eigenes schuldhaftes Verhalten." Der Ökologe Paul Ehrlich ("Die Bevölkerungsbombe") von der Stanford-Universität bringt es auf den Punkt: Genauso wie es nötig sei, das weitere Anwachsen der Menschheit zu verringern, müsse man den exzessiven Konsum der reichen Länder herunterschrauben.

Klimaschutz: Der grüne Lord (30.09.2009)
Nicholas Stern, viele Jahre Chefökonom der Weltbank, stellte als Erster die kühl kalkulierenden weitreichenden Fragen: Was kostet das alles? Und: Welchen Preis hat ein Menschenleben, in Europa und in Afrika, heute und in hundert Jahren? Was müssen wir realistischerweise für eine Tonne zusätzliches Kohlendioxid in der Atmosphäre ansetzen: den Schaden, den sie in der Umwelt anrichtet, oder die Aufwendungen für ihre Vermeidung? Stern wird nicht müde, auf das entscheidende Manko der Industrialisierung, wie sie sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts vollzogen hat, hinzuweisen: Die Zerstörung der Ökosysteme und die damit einhergehende Erderwärmung sei "das größte Marktversagen der Welt" - in tiefer Andächtigkeit legt er wieder die Hände übereinander -, "weil die Menschheit nicht mit den Kosten konfrontiert wird, die sie verursacht". [...] Nur noch 1200 Gigatonnen Kohlendioxid dürfen bis Ende des Jahrhunderts dort abgeladen werden. Um dieses Budget einhalten zu können, müsste bereits heute kohlendioxidfrei produziert werden.

Klimawandel: Umweltexperte sagt globale Lebensmittelnot voraus (30.09.2009)
Ein US-Forscher sorgt mit einem neuen Report für Aufsehen: Wenn der Klimawandel nicht gestoppt werde, sei der Niedergang der modernen Zivilisation ähnlich dem der Sumerer in Mesopotamien oder der Mayas in Mittelamerika "nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich", lautet eine seiner apokalyptischen Thesen.

Klimawandel verteuert Lebensmittel (29.09.2009)
Der Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten Lebensmittel erheblich verknappen und die Weltpreise für Agrarrohstoffe in unbekannte Höhen treiben.

Klimawandel: Freispruch für Bevölkerungsanstieg (29.09.2009)
Die globale Erwärmung steht in keinem eindeutigen Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum. Zu diesem Schluss kommen Forscher des International Institute for Environment and Development (IIED) in der Zeitschrift "Environment and Urbanization". Sie konnten die Ansicht widerlegen, dass ein gebremster Anstieg der Weltbevölkerung den Klimawandel aufhalten könne. "Menschen verursachen keine Treibhausgas-Emissionen, sondern der Konsum", betont Studienleiter David Satterthwaite im pressetext-Interview. Die Aussagen des Wissenschaftlers stützt sich auf den Vergleich des Bevölkerungswachstums aller Länder der Erde mit dem Anstieg ihrer Treibhausgas-Emissionen, und zwar für den Zeitraum von 1980 bis 2005.

Mehr Starkregen durch Klimawandel (28.09.2009)
Sintflutartige Regenfälle werden in Zukunft häufiger – auch und gerade bei uns. Sechs Prozent Zunahme für jedes Grad Erwärmung prognostizieren neue Modelle amerikanischer Forscher, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS). Betroffen sind vor allem die gemäßigten Breiten, in den ohnehin trockenen Subtropen dagegen wird es noch seltener regnen.

Globalen Erwärmung gefärdet auch Chinas Flussdeltas (27.09.2009)
Wegen der globalen Erwärmung und weil ausgesprochen viel Grundwasser verwendet wird, sinkt der Boden in den drei Flussdeltas in China. Dort leben Millionen von Menschen unter einem erhöhten Überschwemmungsrisiko, zeigte ein neuer wissenschaftlicher Bericht. [...] Dabei zeigen Statistiken: Wenn der Grund einer Stadt um einen Millimeter sinkt, dann verursacht das wirtschaftliche Verluste in der Höhe von 200 Millionen Yuan. (etwa 20 Millionen Euro)

El Nino stört das Wettergeschehen auf der ganzen Welt (26.09.2009)
Die globale Erwärmung verschiebt periodisch El Nino tausende von Meilen nach Westen.

Lebensmittel: Einkaufsweg für Klimaschutz wichtiger als Herkunft der Produkte (25.09.2009)
Beim Einkaufen ist der Weg zum Supermarkt für den Klimaschutz entscheidender als die Herkunft der Lebensmittel: Fahren Verbraucher auch für kleinere Einkäufe oft mit dem Auto, spielt die Herkunft aus der Region "nur noch eine untergeordnete Rolle", teilte das Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) am Freitag in Heidelberg mit. Dennoch sei die Klimabilanz regionaler Produkte meist vorteilhafter. Bei der Klimabilanz von Lebensmitteln sei der Verbraucher mit seinem täglichen Einkaufsverhalten die "wichtigste Einflussgröße", schrieb das Institut in einer Studie. Damit die Umweltvorteile regionaler Lebensmittel tatsächlich zum Tragen kämen, sollten Verbraucher deswegen verstärkt auf Großeinkäufe setzen, anstatt mit dem Auto häufiger für kleinere Besorgungen loszufahren.

Welterschöpfungstag 2009: Globales Öko-Defizit nur um 2 Tage verkleinert (25.09.2009)
Am 25. September sind nach Berechnungen des internationalen Global Footprint Network alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die bei nachhaltiger Nutzung in diesem Jahr für die Menschheit zur Verfügung stehen würden. Drei Monate vor Jahresende ist die Erde damit im Minus: Biogene Rohstoffe sind theoretisch aufgebraucht und Umweltbelastungen wie Treibhausgas-Emissionen und Müllproduktionen können von der Natur nicht mehr bewältigt werden. [...] Genauere Untersuchungen zeigen, dass in den OECD Ländern der Kohlendioxidausstoß den größten Anteil an der ökologischen Überschuldung hat. Eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen ist somit eine notwendige Voraussetzung, den Fußabdruck auf ein zukunftsfähiges Maß zu senken.

Die Auswirkungen der Ozeanversauerung auf Schlüsselorganismen im Meer (25.09.2009)
Neben der globalen Erwärmung tragen die CO2-Emissionen zu einem zwar weniger bekannten, aber dennoch ernst zu nehmenden chemischen Phänomen bei: der sogenannten Ozeanversauerung. Im Rahmen einer europäischen Zusammenarbeit mit Forschern des Royal Netherlands Institute for Sea Research haben nun Wissenschaftler des Instituts für Ozeanographie (LOV) in Villefranche-sur-Mer gezeigt, dass im Meer lebende Schlüsselorganismen, wie z. B. Tiefseekorallen und Pteropoden, in den kommenden Jahren stark von der Ozeanversauerung betroffen sein werden. Ihre Arbeiten wurden in zwei Artikeln im Fachjournal Biogeosciences veröffentlicht.
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Wie die Ozeane auf den Klimawandel reagieren (24.09.2009)
Wenn die Wildlachse aus dem Ozean die Flüsse Kanadas stromaufwärts ziehen, ist dies ein unvergleichliches Naturschauspiel. Seit Menschengedenken kämpfen sich immer im Spätsommer und Herbst Millionen Fische die Stromschnellen hoch, bis zu ihren Laichgründen. Bären lauern auf Steinen, um sich für den Winterschlaf fett zu fressen. Doch an manchen Orten kommen nur noch sehr wenige Lachse an, berichtet der Fischforscher Serge Labonté. Nicht Überfischung sei schuld, auch keine Parasiten, gesicherte Erkenntnisse gebe es noch nicht. Aber Lachse brauchen kaltes Wasser. Labonté verdächtigt den Klimawandel, hier möglicherweise bereits spürbar das Ökosystem zu verändern.

Earth Overshoot Day: Die Welt ist nicht genug (24.09.2009)
Ab dem 25. September leben wir über unsere Verhältnisse. Denn ab diesem Zeitpunkt verbrauchen wir mehr Ressourcen, als unsere Erde in einem Jahr produzieren kann. [...] Würden alle Menschen so leben wie die Deutschen, würden sie doppelt so viele natürliche Ressourcen im Jahr verbrauchen, als die Erde wieder nachproduzieren könnte. Das hat die gemeinnützige Organisation "Global Footprint Network" errechnet. Würden alle Menschen so leben wie die US-Bürger, verbrauchten sie im Jahr sogar fünfmal so viel. Die Inder dagegen konsumieren weniger als die Hälfte dessen, was die Erde bereitstellen kann. Im Durchschnitt liegt der Verbauch der Menschheit bei der Kapazität von 1,4 Erden im Jahr 2009.

Erderwärmung: Abschmelzen der Polkappen nicht mehr zu stoppen (24.09.2009)
Eine Auswertung der Messdaten eines Nasa-Satelliten liefert alarmierende Ergebnisse: Das Eis der Arktis und Antarktis schmilzt noch schneller als bislang befürchtet. In manchen Regionen hat sich die Eisschmelze sogar verselbstständigt – Das Eis schmilzt dort unabhängig vom Temperaturanstieg.

Neue Satellitendaten: Warmwasser lässt polare Eisschilde schrumpfen (24.09.2009)
Mit bisher ungekannter Präzision haben britische Forscher den Eisverlust in Grönland und der Antarktis kartiert. Mit Hilfe von Satellitendaten konnten sie zeigen, wie stark vor allem warme Ozeanströmungen den Eisschilden zu schaffen machen - mit fatalen Folgen für den Meeresspiegel.

Klimawandel fördert neuen El Niño-Typ (24.09.2009)
Die globale Erwärmung hat einen dramatischen Effekt auf den El Niño. Wie koreanische Forscher in „Nature“ berichten, wird eine neue Form des Klimaphänomens immer häufiger. Bei dieser erwärmt sich nicht der Ostpazifik, sondern eine Hufeisen-förmige Region im zentralen Pazifik. Dieser El Niño „Modoki“ könnte verstärkte Trockenheit vor allem über Indien und Australien auslösen.

Polkappen: Schmelze nicht mehr zu stoppen (23.09.2009)
In manchen Regionen Grönlands und der Antarktis hat sich die Eisschmelze anscheinend verselbstständigt: Unabhängig vom Temperaturanstieg wird das Eis von frei gewordenen Wassermassen aufgelöst.

Fleischlos in Magdeburg: Im Oktober soll es den ersten Vegetariertag geben (23.09.2009)
Einen Tag lang ganz ohne Fleisch auf dem Teller: Geht es nach dem Willen von Tierschützern, könnte es ab Oktober regelmäßig und stadtweit einen "Vegi-Tag", einen Vegetariertag also, geben. Magdeburg würde damit dem Vorbild der belgischen Stadt Gent folgen und bundesweit eine Vorreiterrolle in der Umsetzung des vegetarischen Ernährungsgedankens spielen. [...] Wenn der Stadtrat dies beschließt, könnte der erste "Vegi-Tag" der 29.10.2009 sein, informierte Josef Fassl. [...] Die belgische Stadt Gent beschloss Mitte Mai 2009 als erste, einen offiziellen fleischlosen Wochentag einzuführen. Dies habe nicht nur im In- und Ausland für Aufsehen gesorgt, "sondern auch viele Magdeburger fanden die Idee toll, zum Nutzen des Klimas, der Weltbevölkerung, der eigenen Gesundheit und auch der verschonten Tiere, einmal pro Woche freiwillig auf Fleisch zu verzichten", erklärte Josef Fassl gestern gegenüber der Volksstimme.

UN-Klimagipfel in New York eröffnet: "Wir riskieren eine Katastrophe" (22.09.2009)
Mit einem eindringlichen Appell zum nachhaltigen Klimaschutz hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den bisher größten Klimagipfel in New York eröffnet. "Die Geschichte dürfte uns keine bessere Chance mehr bieten", warnte Ban. "Angesichts der ständig steigenden Treibhausgase werden wir den kritischen Grenzwert bald erreicht haben". Der UN-Chef hofft, politischen Führern auf der eintägigen Konferenz entscheidende Zusagen für die Kyoto-Nachfolgeverhandlungen im Dezember abringen zu können. Klimaexperten in aller Welt gingen davon aus, dass das schlimmste vorstellbare Szenario in weniger als zehn Jahren erreicht sei, sollte sich die internationale Gemeinschaft jetzt nicht zum energischen CO2-Abbau bekennen, sagte Ban. "Die Konsequenzen werden auf jedem Kontinent zu spüren sein".

500 Konzerne für strenges Klimaschutzabkommen (22.09.2009)
Ein Bündnis aus mehr als 500 internationalen Konzernen hat die Industrieländer zu ehrgeizigen Zielen im Kampf gegen den Klimawandel aufgefordert. Sie veröffentlichten das "Kommuniqué von Kopenhagen", in dem sie ein globales Abkommen über den Klimawandel fordern.

Biokraftstoffe zerstören Golf von Mexiko (22.09.2009)
Die Entscheidung der USA, in Zukunft stärker auf Biotreibstoffe zu setzen, bedeutet für den Golf von Mexiko unweigerlich die Ausweitung seiner sauerstoffarmen Todeszone. Zu diesem Schluss kommen Mikrobiologen der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. In der Zeitschrift "Environmental Science and Technology" berichten sie, dass selbst eine Konzentration der Bioethanol-Produktion auf Zellulose den Sauerstoff im Golf weiter verknappen wird, obwohl die Stickstoffeinträge dadurch geringer wären als bei der Biotreibstoff-Gewinnung aus Maisstärke. Sauerstoffarmut hat in den letzten Jahrzehnten in weiten Teilen des Golfes von Mexiko eine große Todeszone entstehen lassen, in der es für höhere Organismen wie Fische, Krebse und Garnelen kein Überleben mehr gibt.

Ein Wandel liegt in der Luft - Von Ban Ki Moon (21.09.2009)
Vor zwei Wochen habe ich die Arktis besucht. Ich habe die Reste eines Gletschers gesehen, der noch vor wenigen Jahren ein gigantischer Block aus Eis war. Jetzt ist er zerfallen. Nicht langsam geschmolzen, sondern zerfallen. Ich war neun Stunden mit dem Schiff unterwegs, um von der nördlichsten Siedlung aus den Polarkreis zu erreichen. In einigen Jahren könnte dieses Schiff ungehindert bis zum Nordpol fahren, denn im Jahr 2030 könnte die Arktis eisfrei sein.
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Im Kampf gegen die Ausbeutung der Meere (21.09.2009)
Mehr als 80 Prozent der Bestände in Europa sind überfischt. Weltweit sind es 28 Prozent, heißt es bei der UN-Ernährungsorganisation, weitere 52 Prozent werden bereits voll genutzt. Der globale Hunger nach Fisch aber erreicht jährlich neue Rekorde. Wären die Fischwissenschaftler nicht fast so kaltblütig wie ihre Forschungsobjekte, so würden sie ihr Treffen als Krisengipfel sehen. Der Klimawandel verschärft die Situation. Die Erwärmung der Weltmeere lässt den Sauerstoffgehalt des Wassers sinken, Arten wandern.

Forscher-Warnung: Viele Flussdeltas werden verschwinden (21.09.2009)
Das Wasser steigt und zugleich sackt der Boden ab - eine fatale Kombination. Viele Flussdeltas dürften in den nächsten Jahren überschwemmt werden, warnen Forscher. Ursachen sind der klimabedingte Anstieg des Meeresspiegels und Eingriffe des Menschen in die Flüsse und Mündungen. [...] Weltweit leben fast 500 Millionen Menschen auf den Materialaufschüttungen an Flussmündungen. Großstädte liegen genauso wie Landwirtschaftsgebiete auf Flussdeltas. So besteht Bangladesch zu einem großen Teil aus dem Ganges-Delta, dem weltweit größten aller Flussdeltas. Viele dieser Deltas könnten durch den klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels zerstört werden, warnen jetzt Forscher im Fachblatt "Nature Geosciences".

Schutz der Kleinwale - "ASCOBANS"-Konferenz in Bonn (20.09.2009)
"Wir dürfen unseren Mini-Wal in Nord- und Ostsee nicht verlieren. Ich freue mich über das internationale Engagement in Bonn und begrüße, dass auch das Fischerei-Ministerium eine Lösung für die Minderung der Beifanggefährdung von Schweinswalen sucht", lobte Umweltminister Sigmar Gabriel. [...] Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere werden demnach auch Wale, Delfine und Tümmler betreffen. So lösen etwa höhere Wassertemperaturen bei den kälteliebenden Grönlandwalen Stress aus, der sie anfälliger für Krankheiten macht. Ähnlich negativ wirkt sich ein niedrigerer Meeressalzgehalt, hervorgerufen durch das Abschmelzen der Polkappen, auf das Immunsystem der Tiere aus.

UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen ist von wesentlicher Bedeutung für unser Überleben (18.09.2009)
Der erfolgreiche Abschluss der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember dieses Jahres ist von wesentlicher Bedeutung für unsere Zukunft als Spezies Mensch und unsere Zivilisation. Sollte die Zustimmung zu radikalen Verringerungen der Emissionen verweigert werden, so hätte dies mit Blick auf die globale Gesundheit eine Katastrophe zur Folge, warnen Lord Michael Jay und Professor Sir Michael Marmot in einem gleichzeitig in 'The Lancet' und 'The British Medical Journal' vorab 'Online First' veröffentlichten Kommentar. [...] Die Kommentatoren fügen hinzu: "Um Herz und Verstand in den reicheren Ländern zu gewinnen, muss deutlich werden: Was gut für das Klima ist, ist auch gut für die Gesundheit. Eine kohlenhydratärmere Ernährung (insbesondere weniger Fleisch) und vermehrte körperliche Aktivität hätten weniger Krebserkrankungen, Fettleibigkeit, Diabetes und Herzerkrankungen zur Folge. Nochmals also, es geht um Chancen, nicht um Belastungen."

Klimaschaden durch Ruß: Die unterschätzte Gefahr (18.09.2009)
Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind auch in Baden-Württemberg zu spüren. "Einige Apfelsorten wachsen hier schon nicht mehr" sagte Winfried Hermann dazu und warnte: "Auch von Überschwemmungen wird unser Bundesland nicht verschont bleiben." Für die Eindämmung von Rußpartikeln nannte Prof. Axel Friedrich eine einfache Lösung. „Hätte die Bundesregierung ihre Ausgaben für die Abwrackprämie lieber darin investiert, dass alle Dieselautos mit Rußpartikelfiltern ausgerüstet werden, hätte sie einen weitaus größeren Einfluss zum Umweltschutz geleistet“, sagte er. Die Partikel würden schließlich fast vollständig in den Filtern hängen bleiben. Nach einer bestimmten Kilometerzahl erhitzen sich die Filter dann so sehr, dass der Ruß sauber verbrannt werde.

Sommerliches Meereisminimum in der Arktis erreicht - tief greifende Erholung der Eisbedeckung bleibt aus (18.09.2009)
Mit den kürzer werdenden Tagen geht auch die Saison der Eisschmelze in der Arktis zu Ende. Am 12. September registrierten Satellitenaufnahmen das Minimum in der diesjährigen Meereisbedeckung von 5,1 Millionen Quadratkilometern im Nordpolarmeer.

Arktis auf der Kippe (18.09.2009)
Klimaforschung. - Eine der großen Unbekannten in unserem Modell vom Klima sind die Permafrostböden. Sie speichern genug Kohlenstoff, um die Klimaerwärmung heftig anzuheizen. Der Zeitpunkt, an dem sie ihn abgeben scheint nicht mehr fern zu sein. Auf der 8. Internationalen CO2-Konferenz in Jena gaben Forscher die jüngsten Abschätzungen bekannt.

Bilanz für 2009: Arktis-Eis schrumpft auf drittkleinste Fläche seit 1979 (18.09.2009)
Tauwetter im hohen Norden: Das Meereis der Arktis ist in diesem Sommer auf den drittniedrigsten Stand seit Start der Satellitenaufzeichnungen abgeschmolzen. Forscher sind sich sicher, dass eine Erholung ausgeschlossen ist.

Weniger Schwebteilchen: Klimaerwärmung verringert Kühleffekt der Wälder (17.09.2009)
Bislang glaubten Wissenschaftler, dass Bäume der globalen Erwärmung entgegenwirken, weil sie zur Wolkenbildung beitragen. Jülicher Forscher zeigen nun, dass bei Hitze allerdings auch ein Stoff entsteht, der diesen Effekt behindert.

Panda-Zmittag: Stadt Zürich serviert über 7000 vegetarische Menüs (14.09.2009)
Es ist das langfristige Ziel der Stadt Zürich, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss (Treibhausgase) deutlich zu senken. Dazu kann jede und jeder einen kleinen Beitrag leisten, zum Beispiel mit einer bewussten Ernährung. Denn die Ernährung ist für rund 15 Prozent der gesamten Treibhausgase verantwortlich, wobei eine fleischhaltige Ernährung etwa doppelt so viel CO2 verursacht wie eine fleischlose. Die Stadt Zürich engagiert sich daher an der WWF-Aktion Panda-Zmittag vom 15. September. Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung werden aufgefordert, am Dienstag über Mittag auf Fleisch zu verzichten. [...] Die Stadt Zürich leistet mit geschätzten 7000 fleischlosen Mahlzeiten mehr als einen symbolischen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Geht man davon aus, dass die eine Hälfte der Beteiligten so oder so vegetarisch essen würde und nur die andere Hälfte als reale Einsparung gerechnet werden kann, ergibt sich eine Einsparung von rund 7000 kg CO2. Denn ein vegetarisches Essen verursacht durchschnittlich 2 kg CO2 weniger als eines mit Fleisch. Die eingesparten 7000 kg CO2 entsprechen einer Autofahrt von über 20000 Kilometern oder um die halbe Erde.

Wenn die Gletscher schmelzen (14.09.2009)
In den Alpen haben die Gletscher seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mehr als die Hälfte ihrer Masse verloren und der Rückgang hat sich in den letzten Jahren deutlich beschleunigt. Die Gletscher reagieren schon auf geringe Temperaturanstiege sehr stark, gleichzeitig steigen die Temperaturen in den Alpen überdurchschnittlich an. Während die globale Temperatur seit damals im Schnitt um 0,8 Grad angestiegen ist, liegt die Erwärmung in den Alpen derzeit bei 1,7 Grad Celsius. Darüber hinaus dienen die Gletscher als Wasserspeicher. In vielen Gebirgsregionen hängen die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung ganzer Regionen von diesen Gletschern ab. Durch das schnelle Abschmelzen der Gletscher steigt die Gefahr von Überschwemmungen und Hochwässern gefolgt von einem deutlichen Rückgang der Wasserreserven, die auch Flüsse wie die Salzach oder den Rhein treffen können.
Kampf ums Brot: Dürre und Wasser (08.09.2009)
Die Klimaforscher haben eine neue Rechnung aufgemacht. Steigt die Temperatur um ein Grad, sinken die Erträge der wichtigsten Getreidearten zwischen 2,5 und 16 Prozent. Hochgerechnet bedeutet das, dass bis zum Ende des Jahrhunderts die Erträge beispielsweise von Reis und Mais um 20 bis 40 Prozent fallen könnten. [...] Um zum Beispiel ein Kilogramm Rindfleisch zu erzeugen, werden zwischen 15.000 und 20.000 Liter Wasser benötigt. Ein Kilo Camembert verschluckt bei der Produktion 5000 Liter, und ein Kilogramm Gemüse braucht zum Wachsen und Gedeihen rund 1000 Liter. Wenn wir das alles einberechnen, dann verbrauchen wir durchschnittlichen Konsumenten im Westen täglich 2500 bis 3000 Liter Wasser. Als Faustregel gilt: Hinter jeder Kalorie, die wir täglich zu uns nehmen, steckt ein Liter Wasser. Nur 130 Liter verbrauchen wir direkt aus dem Wasserhahn oder dem Duschkopf.

Sedimentkerne: Verborgenes Klimaarchiv belegt arktische Erwärmung (04.09.2009)
"Unsere Rekonstruktion zeigt, dass die letzten 50 Jahre die wärmsten innerhalb der letzten zwei Jahrtausende waren", sagt Forscher Darrell Kaufman. Derzeit lägen die Temperaturen 1,4 Grad über den langfristig, durch den sonnenbedingten Zyklus zu erwartenden Werten. Besonders sticht dabei das Jahrzehnt zwischen 1998 und 2008 heraus.

Globale Erwärmung: Zwei Grad zu viel (04.09.2009)
Der dänische Polar- und Klimaforscher Sebastian Mernild legte in der vergangenen Woche auf einer Klimakonferenz im grönländischen Nuuk neue Modellrechnungen vor, die an der Kopenhagener Universität und am Arctic Research Center der University of Alaska in Fairbanks vorgenommen worden sind. Danach drohe dem grönländischen Inlandeis der "tipping point" - der Punkt, von dem an eine ständig zunehmende Abschmelzung stattfindet - bereits bei einer Temperatursteigerung in dieser Region um 0,7 bis 1,2 Grad. Im IPCC-Bericht von 2007 enthaltene Szenarien erwarten eine solche Erhöhung der globalen Temperaturen für das Jahr 2043. "Dabei ist aber nicht berücksichtigt, dass nach den bisherigen Erfahrungen die Temperatursteigerung in der Arktis doppelt so hoch ist, wie global", sagt Mernhild: "Hält diese Entwicklung an, wäre der kritische Punkt für Grönland bereits mit einer globalen Temperaturerhöhung von 0,4 bis 0,6 Grad gemessen vom aktuellen Niveau aus erreicht." Am "tipping point" wäre man demnach wesentlich früher als 2040 angelangt. Nämlich möglicherweise bereits in zehn bis 20 Jahren. [...] Merhild hält es für "frustrierend", dass sich die politischen Beschlüsse jetzt auf ein Wissen gründen, das vier bis fünf Jahre alt sei "und die Geschwindigkeit, mit der sich die Folgen der Erwärmung in der Arktis auswirken, nicht mehr widerspiegelt". [...] Jansen und Drange sehen nun aber eine Tendenz der Ozeane, immer weniger CO2 aufzunehmen. Unter anderem als Folge der gestiegenen Meerestemperatur. Die war in diesem Sommer so hoch wie noch nie seit 1880 und lag beispielsweise im Juli 0,6 Grad über der Durchschnittstemperatur der vergangenen Jahrzehnte, im Arktischen Meer gar fünf Grad darüber. Wärmeres Wasser absorbiert aber weniger CO2 als kälteres, sagt Eystein Jensen, Direktor des Bjerknes-Zentrums. Auch die Vegetation an Land werde immer weniger zusätzliches CO2 absorbieren. "Nach unseren Berechnungen des gesamten Karbonzyklus kommen wir zum Ergebnis, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre durch den Rückgang der Absorptionsfähigkeit der Natur um 20 bis 25 Prozent steigen wird", sagt Eystein Jensen. Dies führe zu einer um 0,5 bis einem Grad höheren globalen Temperatur. Der "Puffer" von zwei Grad, mit dem man bisher gerechnet habe, schrumpfe damit in Wirklichkeit auf nur noch ein bis eineinhalb Grad.

Korallen statt Staumauern (03.09.2009)
Vor der Klimakonferenz in Kopenhagen: Der indische Ökonom Pavan Sukhdev plädiert für mehr Investitionen in die Natur, um das Klima zu schützen.

Arktisschmelze lässt Welt versinken (02.09.2009)
Die Arktis erwärmt sich schneller als der Rest der Erde. Als Konsequenz wird die globale Klimaerwärmung beschleunigt, der Meeresspiegel steigt an. Bis zu einem Viertel der Menschheit wird bis 2100 von Überflutungen betroffen sein. Derzeit erwärme sich die Arktis doppelt so stark wie die Erde im Durchschnitt. Das sei für die ganze Welt gefährlich, wird Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik beim WWF Schweiz, in einer Mitteilung der Organisation vom Mittwoch zitiert.

Studie warnt vor neuer Gefahr für Grönlands Gletscher (02.09.2009)
"Wenn es uns nicht gelingt, die Arktis kalt zu halten, dann werden Menschen in der gesamten Welt unter den Folgen zu leiden haben", warnt Martin Sommerkorn vom WWF-Arktisprogramm. So heißt es etwa in dem Bericht, dass die Meeresspiegel durch das beschleunigte Abschmelzen der grönländischen Gletscher in den nächsten 100 Jahren um mehr als einen Meter steigen könnten - also deutlich mehr, als der Uno-Klimarat IPCC zuletzt prognostiziert hatte. Bis zu ein Viertel der Menschheit sei dadurch direkt bedroht. Neueste Messungen deuten in der Tat darauf hin, dass Grönlands Gletscher akut gefährdet sind - und zwar durch wärmere Meeresströmungen. Dabei handelt es sich um warmes, subtropisches Wasser, das durch Veränderungen des Nordatlantikstroms bis nach Grönland und in die Fjorde vor die Gletscher gelangt.

Bedrohung durch Erwärmung der Arktis übersteigt bisherige Vorhersagen (02.09.2009)
Der WWF Report fasst die Bewertungen der bedeutendsten Klima-Wissenschaftler und Experten zum aktuellen Stand der Forschung über die arktische Erwärmung zusammen. Demnach werden die Veränderungen in der Arktis den Klimawandel dramatischer verstärken als in bisherigen wissenschaftlichen Prognosen angenommen, die Ergebnisse des IPCC von 2007 mit eingeschlossen. Der rapide Rückgang des Eises wird auch Temperatur und Niederschläge in Europa und Nord-Amerika beeinflussen und neben der Land- und Forstwirtschaft auch die Wasserversorgung betreffen. In den gefrorenen Böden und Feuchtgebieten der Arktis ist doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert wie in der Atmosphäre enthalten ist. In dem Maße in dem die Erwärmung in der Arktis voranschreitet, werden auch die Böden auftauen und in signifikant steigendem Maße Kohlenstoff in Form von CO2 und Methan an die Atmosphäre abgeben.

Die arktische Eisschmelze lässt den Meeresspiegel doppelt so schnell ansteigen (01.09.2009)
"Heute erwärmt sich die Arktis doppelt so stark wie die Erde im Durchschnitt. Das ist für die ganze Welt gefährlich", sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik beim WWF Schweiz. In einem Teufelskreis treiben sich die Eisschmelze in der Arktis und die globale Klimaerwärmung gegenseitig an: Wenn die helle Eisfläche schrumpft und die dunkle Meeres- und Erdoberfläche wächst, wird mehr Sonnenergie absorbiert. Das treibt die Temperaturen weiter in die Höhe. Zudem werden in der Region grosse Mengen des Treibhausgases Methan freigesetzt, die bisher eingefroren waren. Beide Effekte verstärken die globale Klimaerwärmung, die ihrerseits das arktische Eis rascher schmelzen lässt. [...] Die neue WWF-Studie "Arctic Climate Feedbacks: Global Implications" fasst die aktuellsten Daten zusammen und zeigt, dass die Veränderungen viel schneller ablaufen als bisher erwartet. [...] "Den Teufelskreis von gefährlichen Rückkoppelungen im Klimasystem können wir nur durchbrechen, wenn wir die Treibhausgas-Emissionen so stark reduzieren, dass die globale Erwärmung unter 2 Grad bleibt", sagt Patrick Hofstetter. "Dafür müssen die Industrieländer ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent senken – auch die Schweiz."

Korallenriffe erwirtschaften 170 Milliarden Dollar (09.2009)
Laut einer aktuellen Studie des UN-Umweltprogramms UNEP über die Kosten und Nutzen des Klimaschutzes hängt mit den Korallenriffen eine jährliche Wirtschaftsleistung von 170 Milliarden Dollar zusammen. Danach ist die akute Bedrohung der Riffe durch den Klimawandel eine Gefahr für die wirtschaftliche Existenz von einer halbe Milliarde Menschen.

Schützen ist preiswerter als zerstören (09.2009)
In dieser Woche wurde bekannt, dass der Klimawandel für die Menschheit viel teurer werden wird als bisher angenommen. Bislang hatte die UNO jährliche Kosten zwischen 50 und 170 Milliarden Dollar errechnet. Nun aber haben gleich drei international renommierte wissenschaftliche Institute errechnet, dass die Kosten mehr als das zehnfache betragen werden. Die Horror-Rechnung kommt rechtzeitig vor der Klima-Konferenz im Dezember in Kopenhagen. Ein Weckruf!
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