Dr. Kirk Smith ist Professor für Global Environmental Health (globale umweltbedingte Gesundheit) an der Universität Berkeley. Er hat den Maxwell-Stiftungslehrstuhl für Öffentliche Gesundheit an der Berkeley-Universität in Kalifornien inne. Seine Forschungsarbeit konzentriert sich auf Umwelt- und Gesundheitsprobleme in Entwicklungsländern, besonders in Ländern mit gesundheitsschädlicher und Klima verändernder Luftverschmutzung, dazu gehören auch ständige Feldstudien in Indien, China, Nepal und Guatemala.
Dr. Smith sitzt in vielen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Beratergremien, u. a. der Globale Aktionsplan für Pneumonie, die Weltumfassende Energiebedarfsbeurteilung (GEA) und die WHO-Luft-Qualitäts-Richtlinien. Er ist im Redaktionsvorstand zahlreicher internationaler Zeitschriften und hat mehr als 250 wissenschaftliche Artikel und 7 Bücher veröffentlicht. 1997 wurde Dr. Smith zum Mitglied der US National-Akademie der Wissenschaften gewählt, eine der höchsten Ehren, mit denen ein US-Wissenschaftler durch seine Kollegen ausgezeichnet wird.
In einem Interview mit Supreme Master Television berichtete Dr. Smith über seine Forschung und sein Kenntnisse über Gesundheitsprobleme hinsichtlich der globalen Erwärmung und die schädlichen Auswirkungen von Methan, dem zweithäufigsten Treibhausgas. Dr. Smith erläutert eine der besten Möglichkeiten, seine Entstehung zu mindern.
Heute haben wir das Glück, mit Dr. Kirk Smith sprechen zu können. Er ist Professor an der Berkeley-Universität in Kalifornien und sein Hauptthema ist die globale umweltbedingte Gesundheit. Willkommen, Dr. Smith.
Dr. Kirk Smith: Danke, es ist schön, hier zu sein.
Können Sie uns bitte erklären, was Sie dazu bewogen hat, sich auf diesem Gebiet zu betätigen, wie viele Jahre Sie schon im Bereich der Klimawandels arbeiten und wie er die allgemeine Gesundheit beeinflusst?
Dr. Kirk Smith: Gut, anfangs hatte ich eigentlich eine Ausbildung als Astrophysiker und wollte auf diesem Gebiet Karriere machen. Aber in den 70ern dachte ich dann, vielleicht sollte ich etwas tun, das für die Welt relevanter ist.
Also machte ich eine lange Reise durch Asien und den Pazifikraum. Ich sah die Bedingungen in der Dritten Welt, wie Menschen in Armut und unter schrecklichen Umweltbedingungen leben, und als ich zurückkam, entschied ich mich, den Beruf zu ändern und meine wissenschaftlichen Kenntnisse für umweltbedingte Gesundheitsthemen einzusetzen.Und daran arbeite ich jetzt schon mehr als 30 Jahre. Natürlich waren wir uns schon in den 70ern und 80ern des Klimawandels bewusst, aber erst gegen 1990 wurde mir klar, dass das ein ernstes Problem ist, und deshalb widmete ich einen Teil meiner Forschung dem Klimawandel in der Dritten Welt.
Die Leute hören vom Hitzestress in den Städten. Wird es mehr solche Geschichten geben wie vor einigen Jahren in Paris oder vor ein paar Jahren in Chicago?
Das ist die eine Kategorie der Auswirkung. Eine andere ist die Verlagerung bei den Krankheitsüberträgern, nicht nur bei den Moskitos, auch bei anderen. Die Malaria existiert aufgrund des Moskito-Vorkommens in einem bestimmten Gebiet in Afrika, aber nicht in den Bergen von Afrika, weil es dort zu kalt ist. Wenn sich nun aber die Temperatur verändert, ziehen die Moskitos weiter in die Berge.
Einige Hauptstädte Afrikas wurden zum Beispiel absichtlich in die Berge gebaut, um Malaria zu vermeiden. Nairobi und Harare sind gute Beispiele dafür; es sind jetzt Großstädte. Und jetzt gibt es Malaria auch in Nairobi. Und man sieht, wie sich Krankheitserreger immer mehr ausbreiten. Auch Durchfallerkrankungen vermehren sich, weil die Abwässer, die in die Umwelt gelangen, wärmer werden und das Ungeziefer dadurch stärker wächst; das ist eine der Auswirkungen.
Und durch den Anstieg des Meeresspiegels muss die Küstenbevölkerung umgesiedelt werden, was die Gesundheit beeinträchtigt. Und durch den Klimawandel wird die Luftverschmutzung zunehmen, ganz besonders das Ozon, denn das entsteht derzeit aus Temperatur und Sonnenlicht. Sogar in Kalifornien wird eine größere Luftverschmutzung durch den Klimawandel erwartet.
Und was ist mit Lungenkrankheiten wie Pneumonie? Als erstes möchte ich fragen, ob sie zunehmen werden. Und wie steht es um den psychologischen Stress? Gibt es vermehrte psychologische Erkrankungen aufgrund der Veränderungen in der Atmosphäre? Und sehen Sie, dass sie zunehmen?
Dr. Kirk Smith: Ja, natürlich, ich sah erst kürzlich, dass sich jemand so einen Bericht über den Klimawandel anschaute und dass das Stress verursacht. Ja, Sie und ich verursachen in diesem Moment Stress für irgendjemanden.
Stress ist also nicht immer negativ. Er kann Leute zum Handeln bringen, das könnte gut sein. Aber offensichtlich kann er auch negativ sein.
Ich glaube, sehr viel Stress haben die Flüchtlinge. Wenn man aufgrund von Dürren, Überschwemmungen oder dem Ansteigen des Meeresspiegels seine Heimat verliert, dann ist das eine sehr stressige Situation. Und selbst wenn es keine Katastrophen gibt, von denen die Flüchtlinge meistens betroffen sind, so ist es doch großer psychologischer Stress. Und das, denke ich, ist eine Folge.
Es gibt systematische Studien über den Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit. Man hat herausgefunden, dass es schon um das Jahr 2000 – was ja schon lange vorbei ist – auf der ganzen Welt ungefähr 150.000 vorzeitige Todesfälle aufgrund des Klimawandels gab.
Diese Studie wird gerade wiederholt. Ich bin im Komitee, wir sind sicher, dass es noch mehr werden; aber das Problem sind nicht die 150.000. Es ist die Tatsache, dass es mehr werden und wir erwarten viel mehr. Man bekommt eine Vorstellung, wie sich dieser Effekt auf der ganzen Welt ausbreitet.
Und zu 88 % trifft es Kinder in der Dritten Welt, denn sie sind diejenigen, die schon jetzt verletzlich sind, sie sind diejenigen, die unterernährt sind, sie sind diejenigen, die keine medizinische Versorgung haben, sie sind diejenigen, die jetzt schon in schlechter Umgebung leben. Und deshalb sind sie es, die unter dem Einfluss des Klimawandels auf die Gesundheit leiden werden.
Die Welt wird farbloser für uns sein. Das Leben wird teurer, denn wir müssen uns schützen, Klimaanlagen usw., Anstieg des Meeresspiegels und dessen Folgen, aber wir sterben nicht daran.
Es gibt jedoch Menschen in der Welt, die dadurch sterben werden. Und die größte Gruppe sind die Kinder der Dritten Welt. Das ist ein Thema, über das die Leute kaum sprechen. Es ist Tatsache, dass von den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels die Kinder betroffen sind – insbesondere Kinder in Afrika, Indien, den armen Gebieten Lateinamerikas. Sie sind gefährdet durch Malaria, Durchfallerkrankungen, Unterernährung. Eine andere Auswirkung des Klimawandels auf die Gesundheit zeigt sich an den Ernteerträgen – in Gebieten, wo die Grenze schon erreicht ist, wo sie schon am Rande der Unterernährung stehen. Und das ist auch eine schlimme Folge.
Malaria, Unterernährung, Durchfallerkrankungen und das Ansteigen des Meeresspiegels, mehr Orkane, schlimme Unwetter mit ernsten gesundheitlichen Folgen, all das muss als Realität anerkannt werden.
Andererseits gibt es auch subtilere Dinge. Wenn sich zum Beispiel die Niederschläge, die Regenmenge und die Temperatur ändern, dann verändern sich auch die Pollenmuster.
Das könnte zu längeren Allergiephasen führen, oder ...?
Dr. Kirk Smith: Ja, längere Allergiephasen; es wird neue Pollenarten geben, auf die die Leute allergischer reagieren, was zu schlimmeren Asthmaformen führt. Wir haben in diesem Land und in vielen anderen Ländern schon eine hohe Asthmarate. Wir müssen uns also auch auf solche Auswirkungen gefasst machen.
Und schon jetzt sehen wir die Belege für das, was Sie sagen.
Dr. Kirk Smith: Ja, es gibt darüber einiges an Belegen.
Es geht nicht um eine ferne Zukunft. Es findet jetzt und hier statt.
Dr. Kirk Smith: Ja. Es beginnt schon jetzt. Und es wird immer offensichtlicher.
In diesem Kreisdiagramm sehe ich, dass sich ein großer Abschnitt auf Tiere bezieht. Würden Sie einfach das Kreisdiagramm durchsprechen und uns ein wenig erklären, was da eigentlich drauf ist, welche Bedeutung es für uns und unsere nahe Zukunft hat?
Dr. Kirk Smith: Dieses Kreisdiagramm zeigt die geschätzte Verbreitung des Methan-Ausstoßes, einem sehr starken Treibhausgas; es verursacht auch Ozon, ein Ozon in Bodennähe, das sich auf die Gesundheit auswirkt und auch ein Treibhausgas ist; es ist also einer der Schadstoffe, dessen Ausstoß wir reduzieren müssen.
Nun gibt es natürliche Quellen, wie die Grafik zeigt: Termiten, der Ozean produziert welches, Feuchtgebiete. Dagegen können wir nichts Direktes tun.
Die anderen – der viel größere Teil davon – sind menschliche Emissionen, von denen einige aus der Energieerzeugung stammen – Emissionen aus Kohlebergwerken, aus Ölraffinerien, aus lecken Gasleitungen – bei diesen technologischen Vorrichtungen lässt sich etwas tun. Die Abwässer von Müllhalden, das ist das Methan aus Kläranlagen, schlecht funktionierenden Kläranlagen oder sagen wir „altmodischen“ Kläranlagen, Müllhalden, wo das Methan nicht aufgefangen wird, wie es bei den meisten in der Welt ist, wo wir unseren Müll abladen.
Es gibt offensichtlich Lösungen für den Reisbau unter feuchten Bedingungen; es gibt auch Trockenland-Reis, der kein Methan produziert.
Aber bei Feuchtland-Reis denkt man an Methan. Man arbeitet an Niedrig-Methan-Variationen von Reis, an Möglichkeiten, das Reisfeld immer wieder mal trockenzulegen, damit die Methan-Erzeugung aufhört usw.
Und dann gibt es noch die Verbrennung von Biomasse, – worauf sich meine Forschung konzentriert – die auch Methan produziert. Und indem man einen Haushaltskocher in der Dritten Welt verbessert oder einen Kamin in Silicon-Valley, kann man Methan-Emissionen reduzieren.
Aber die größte Einzelschnitte hierbei – das rote Tortenstück – sind auf menschlicher Seite die Tiere. Es ist die Tierhaltung, die Massenviehhaltung, die Methan teilweise als Teil ihres Verdauungsprozesses produziert, aber auch durch den Stallmist. Und das ist etwas, wozu wir alle beitragen, wir alle, die wir Fleisch essen und – ich muss es sagen – auch Milch trinken.
Aber den größten Anteil daran hat das Fleisch; die sofortige Lösung ist, weniger Fleisch zu essen. So können Sie und ich Einfluss nehmen. Ich kann Einfluss nehmen und unsere Freunde und Kollegen können Einfluss nehmen, indem sie weniger Fleisch essen. Wenn man weniger Fleisch verzehrt, ist man für weniger dieses Methans verantwortlich. Mit der Zeit würde der Anstieg der Methan-Emissionen geringer.
Mir scheint, dass die meisten Regierungsbehörden sich nur auf die Reduzierung des CO2 konzentrieren, wohingegen Sie doch mehr über die Methanmenge oder den Methanausstoß gesprochen haben, der sich auf die Atmosphäre auswirkt und die globale Erwärmung bewirkt. Könnten Sie uns also ein wenig über den Unterschied sagen, wie CO2 sich auf die Umwelt und auf die mögliche globale Erwärmung im Vergleich zu Methan auswirkt – weil mir doch eines der beiden das Wichtigere zu sein scheint. Es wäre also schön, wenn Sie uns darüber etwas mehr aufklären könnten.
Dr. Kirk Smith: Sie werfen da eine sehr gute Frage auf; denn es gibt jetzt sehr viele Diskussionen darüber, gute Diskussionen über das Thema CO2. Auf lange Sicht müssen wir mit CO2 umgehen, weil dies das primäre Treibhausgas ist. Aber CO2 ist ein sehr schwaches Treibhausgas. Der Kernpunkt ist, dass es lange Zeit anhält; es bleibt Hunderte von Jahren in der Atmosphäre. Was wir heute ausstoßen, wird für Hunderte von Jahren in der Atmosphäre sein.
Methan ist das zweitbekannteste Treibhausgas, aber es wirkt sehr viel stärker. Methan ist ein in vielfacher Weise heimtückisches Gas. Es ist natürlich an sich ein Treibstoff; natürliches Gas ist Methan, aber es ist ein sehr starkes Treibhausgas, wie ich schon sagte. Es trägt auch noch zur Ozonerzeugung bei. Und ich spreche nicht vom Ozon weit weg, sondern von bodennahem Ozon, das sehr gesundheitsschädlich und auch ein Treibhausgas ist.
Eine der Auswirkungen des Methan ist also, dass es das Hintergrundniveau schafft, eine Art globales Ozonniveau, das in die Atmosphäre aufsteigt. Die Ozonwerte weit außerhalb der Städte sind also fast gleichauf mit denen der gesundheitsschädlichen Gebiete – bezüglich der Verursachung der globalen Erwärmung. Das ist also auch eine Nebenwirkung von Methan.
Pro Molekül, pro Kohlenstoffatom, ist Methan vielleicht 30 Mal schädlicher als CO2, nach spezifischem Gewicht – da sich die meisten Leute das nach Gewicht vorstellen – ist es das vielleicht 100 Mal mehr. Wenn wir also heute etwas Methan ausstoßen, wird es in den nächsten 20 Jahren mehr Schaden erzeugen, als die gleiche Menge CO2.
Und kommt erst die Hitze ins Erd-System, dann ist es egal, ob sie vom CO2 oder vom Methan stammt, das Problem ist die Hitze. Und dann wird diese Hitze – hervorgerufen durch Methan – genauso wie die Hitze – hervorgerufen von CO2 – Gletscher abschmelzen, den Meeresspiegel zum Steigen bringen, Krankheitsmuster verändern und so fort.
Viele von uns, nicht nur ich selbst, sondern noch andere Leute, die im Bereich der Klimawissenschaft tätig sind, beginnen zu denken, dass wir das Methan noch nicht genug hervorgehoben haben.
Natürlich müssen wir mit CO2 umgehen, aber wenn man eine Auswirkung auf das Klima in den nächsten 20 Jahren erzielen möchte, muss man das über die kurzlebigeren Treibhausgase tun, von denen das Wichtigste Methan ist.
Bei den Emissionen in den nächsten 20 Jahren wird also der CO2-Ausstoß dieses Jahres nur etwa 40 % der gesamten Erwärmung ausmachen. Die anderen 60 % oder mehr werden von den kurzlebigeren Gasen kommen, von denen das wichtigste Methan ist. Daher sagen viele von uns, dass wir, wenn man schnell Einfluss nehmen möchte, das Abschmelzen der Gletscher verlangsamen will, den Anstieg des Meeresspiegels bremsen will, wir mehr Zeit brauchen, um die Dinge zu handhaben, die Gesellschaft mehr Zeit braucht. Sollte man nicht mehr am Methan arbeiten?
Vielen von uns ist es ein wenig klar, wie ihre täglichen Aktivitäten zur Verbrennung fossiler Treibstoffe führen – den größten CO2-Erzeugern. Ihr Fahrzeug, das Sie fahren, Ihre Flugreisen, vielleicht der Ofen in Ihrem Haus usw. erzeugen CO2. Die meisten von uns lassen das Methan außer Acht, das sie erzeugen. Es ist etwas geringer, aber wir erzeugen dennoch, ein jeder von uns, bei unseren Aktivitäten viel Methan.
Manche von uns erzeugen möglicherweise so viel Methan, als hätten sie z. B. eine Art Grube im Hinterhof, die mit Müll oder so gefüllt ist und Methan produziert.
Aber wo erzeugen wir unser Methan? Wir erzeugen es durch die Abwässer, durch die Müllhalden, wo unser Unrat landet, durch die Lecks in den natürlichen Gasleitungen, die unser Haus versorgen, durch den Methan-Ausstoß aus Kohlebergwerken, wo Kohle gefördert wird, um unsere Kraftwerke zu betreiben und aus Quellen, die gar nichts mit CO2 zu tun haben, z.B. Tiere, Viehzucht; die größte Einzelquelle des Methan-Ausstoßes, des von Menschen verursachen Methan-Ausstoßes, ist die Viehhaltung.
Auf dem Diagramm, das wir angeschaut haben, dem Kreisdiagramm, hat ein großer Bereich der entscheidenden Faktoren mit der Viehzucht zu tun.
Dr. Kirk Smith: Das ist richtig.
Auf dieser Grundlage würde ich gerne von Ihnen erfahren ... es wird ja viel davon gesprochen, auf fleischlose Kost überzugehen, auf vegetarische Kost. Wie könnte sich das auf globaler Ebene auf uns auswirken und uns helfen, das Methan zu verringern und durch seine Verringerung den Prozess der globalen Erwärmung zu verlangsamen?
Dr. Kirk Smith: Nun, ich halte das für ziemlich wichtig. Ich meine, es gibt mehrere Gründe anzunehmen, dass eine Hinwendung zu geringem Fleischverzehr oder der Übergang zu einer geringeren Ausweitung des Fleischverzehrs in den reichen Ländern eine Minderung bedeuten und den Anstieg bei Ländern mit mittlerem Einkommen wie China bremsen würde; es ist jetzt amtlich: ein Grund sind Treibhausgase.
Schon die Viehzucht macht 20 % aller Treibhausgas-Emissionen aus – Verzeihung, die Fleischerzeugung, welche die Tiere beinhaltet, den Anbau von Futter für die Tiere beinhaltet, den Transport des Fleisches beinhaltet, den Dünger beinhaltet, um das Futter der Tiere anzubauen.
Letzten Herbst war im „Lancet“, dem bekannten Ärzte-Journal, ein Artikel, der all das ausbreitete, um es klar zu machen.
Es ging darum, Methan nicht mehr so zu betrachten, wie es üblich war. Wenn man sich mehr damit befasst, sich etwas mehr Gedanken darüber macht, wie wir vor einer Minute sagten, dann steigen diese 20 % auf vielleicht 30 % an.
Die 30 % in den nächsten 20 Jahren sind also der Fleischerzeugung zuzuschreiben. Da kann also der Einzelne etwas zu tun. Die meisten von uns erzeugen nicht ihr eigenes Fleisch, aber wenn man sich im Safeway-Markt eine Scheibe Fleisch aussucht, hält man in gewissem Sinn das ganze System in Gang, das sie erzeugt. So wie wenn man in seinem Haus den Strom einschaltet und das Kraftwerk in Gang setzt.
Einfach indem sie diese Fleischprodukte einkaufen, tragen die Leute indirekt zum Methan-Anstieg bei.
Dr. Kirk Smith: So verhält es sich mit Methan und dem ganzen Ablauf bei der Fleischerzeugung. Und ein anderer Teil des Problems mit Fleisch ist, dass viel Land benötigt wird. Es braucht viel landwirtschaftlichen Boden, um die Nahrung für die Nutztiere zu erzeugen. Wir sind alle miteinander verbunden, wir leben auf demselben Planeten; wir tun etwas und das beeinflusst jeden. Und das ist eine sehr wichtige Erläuterung. Es bedarf großer Bemühungen, die Medien und vielleicht die Schulen darauf zu bringen.
Veröffentlichung der Auszüge aus diesem Interview mit freundlicher Genehmigung von Supreme Master Television
Quelle:
Supreme Master Television: Interview mit Dr. Kirk Smith, Professor für Globale Umweltgesundheit an der Universität Berkeley
http://suprememastertv.com/de/bbs/board.php?bo_table=sos_video_de&wr_id=21&goto_url=&sca=sosv_1&url=link1_0#v (11. & 18. Juni 2008)
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