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Klimawandel, Fleischverzehr und die Umwelt

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Noam Mohr von EarthSave im Interview mit Claudette Vaughan

 

Noam Mohr ist ein Physiker mit Abschlüssen der Universitäten Yale und Penn. Er hat für Kampagnen gegen globale Erwärmung gearbeitet, und zwar für die Forschungsgruppe des öffentlichen Interesses Amerikas, für die er zahlreiche Berichte über den Klimawandel und über ökologische Benzinstandards veröffentlicht hat. Darunter waren auch die Titel „Flirting with Disaster“, „Pumping Up the Price“ und „Storm Warning“ [deutsche Übersetzung etwa: „Flirten mit dem Desaster“, „Den Preis aufblähen“ und „Sturmwarnung“ Anmerkung des Übers.]

noam_mohr_2Frage: Warum sind so viele gute Ratschläge zur Verringerung der Treibhausgase grob irreführend?

Noam Mohr: Die Umweltschutzorganisationen haben ihre Bemühungen fast ausschließlich auf ein Treibhausgas beschränkt, – Kohlendioxid – weil dieses Gas den größten Teil aller Gasabsonderungen ausmacht. Das Problem ist aber, dass andere Gase, die in viel kleineren Mengen produziert werden, viel stärker darin sind, die Erde zu erhitzen. Methan ist 23 Mal so stark und Stickstoffoxyd ist 297 Mal so stark. Wenn man das in Betracht zieht, ist Kohlendioxid nur für etwa die Hälfte der globalen Erwärmung, die wir sehen, verantwortlich.

Sogar noch wichtiger ist, dass die Quellen von Kohlendioxid – Autos und Kraftwerke, die fossile Energieträger verbrennen – auch Aerosole absondern – die klitzekleinen Partikel, aus denen der Smog besteht, die die Atmosphäre kühlen, weil sie das Sonnenlicht zurückwerfen. Wenn man sich das Ausmaß der kühlenden Wirkung anschaut, stellt man fest, dass sie in etwa den Erwärmungs-Effekt des CO2 zunichte macht. Das bedeutet, dass diese Quellen wenig zum Problem der globalen Erwärmung beitragen, die wir beobachten; und Reduzierungen dieser Quellen werden auf kurze Sicht kaum etwas bewirken.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es in Ordnung wäre, fossile Energieträger zu verbrennen. Einsparungen von Kohlendioxid sind immer noch absolut notwendig, weil wir nicht daran festhalten können, mehr und mehr Smog zu produzieren, um die Auswirkung von Kohlendioxid zu verbergen. Aerosole halten sich nur für sehr kurze Zeit in der Atmosphäre auf, während das CO2 die Erde ein Jahrhundert lang weiter aufheizt. Wenn wir das CO2 nicht jetzt ins Visier nehmen, holt uns das später ein.

Nichtsdestotrotz bleibt die Tatsache bestehen, dass die Quellen anderer Gase die Hauptursache für die globale Erwärmung heute und in näherer Zukunft sind. Und da sich der Planet dem Punkt des irreversiblen Klimaschadens nähert, sollte diesen anderen Quellen unsere Priorität gelten. Die größte weltweite Quelle sowohl von Methan als auch von Lachgas – die mehr globale Erwärmung als alle anderen nicht-CO2-Gase zusammen verursachen – ist die Viehzucht. Diese Gase werden durch den besonderen Verdauungsvorgang dieser Tiere produziert und durch ihren Mist. Das bedeutet, dass wir im Kampf gegen die größte Umweltkrise, der die Menschheit je gegenüberstand, besonders viel bewirken können, indem wir tierische Produkte nicht auf unsere Teller kommen lassen.

Es ist wichtig auch zu bedenken, dass selbst wenn wir die Auswirkungen von Aerosolen ignorieren, die Viehzucht ebenfalls eine große Quelle des Kohlendioxidausstoßes ist. Es handelt sich um einen sehr Energie intensiven Landwirtschaftszweig, der elfmal so viele fossile Energieträger verbraucht, um eine Kalorie Eiweiß herzustellen, als der Pflanzenanbau. Hinzukommt, dass die Viehzucht die Hauptursache für Brandrodungen ist, die enorme Mengen von Kohlendioxid freisetzen, das von den Bäumen aufgenommen worden war. Mindestens 70 % des früheren Amazonas-Regenwaldes wird jetzt für die Viehzucht genutzt und sogar noch mehr davon wird dafür verwendet, Futter für die Viehzucht anzubauen. Auch ohne den kühlenden Effekt der Aerosole zu berücksichtigen, hat die UNO aufgezeigt, dass die Viehzucht für 18 % des Treibhausgasausstoßes verantwortlich ist – das ist mehr alle Autos, Lastwagen, Flugzeuge und Züge der Welt zusammen genommen. Während Umweltschutzgruppen für die Vorteile des Wechsels zu Autos mit Hybridmotoren werben, sind sich laut einer Studie der Universität Chicago nur sehr wenig Leute darüber bewusst, dass man wesentlich mehr Treibhausgasemissionen einsparen kann, indem man zum Veganer wird.

Frage: Gibt es etwa eine Verschwörung zur Vertuschung der Tatsache, dass Fleischproduktion und Fleischverzehr eine der Hauptursachen für den Ausstoß von Treibhausgasen weltweit sind?

Noam Mohr: Die Umweltschutzgruppen fangen gerade erst damit an, diese Tatsache zu begreifen, und sie sind eher unwillig, sie anzuerkennen. Das hat zwei Gründe: Erstens befürchten sie, dass ihnen damit der Schwerpunkt ihrer jahrelangen Kampagnen gegen fossile Brennstoffe abhanden kommt und zweitens essen die meisten Umweltschützer selbst Fleisch und sind abgeneigt, etwas zu verurteilen, was sie selbst tun. Wenn jedoch so viel auf dem Spiel steht, ist es ein ernsthafter Fehler, die Leute nicht über einen solch wirkungsvollen Schritt zu informieren, den sie machen können, um gegen die besorgniserregende Bedrohung anzugehen.
Es ist sogar besonders dringlich, wenn man in Betracht zieht, dass eine Verdopplung des Fleischverbrauchs bis 2050 erwartet wird. Wenn wir also meinen, das Problem sei jetzt schon groß, sollten wir darüber nachdenken, wie groß es erst werden wird, wenn wir es nicht heute schon angehen.

Die meisten Menschen fühlen sich hilflos, weil sie nicht wissen, was sie gegen das Problem tun können; und wenn sie nicht gerade ein Auto oder ein großes technisches Gerät kaufen, bleibt ihnen nichts weiter übrig als Energiesparlampen zu wählen. Es ist ungemein bestärkend zu wissen, dass man mit jeder Mahlzeit etwas bewirken kann. Es gibt keinen Grund dafür, warum die Bemühungen zur Förderung der pflanzlichen Ernährung von den ebenso wichtigen Bemühungen ablenken sollten, gegen den Kohlendioxidausstoß vorzugehen. Wir müssen der Krise mit jedem Werkzeug, das uns zur Verfügung steht, begegnen.

Es ist auch sinnvoll, sich daran zu erinnern, dass die Fleischproduktion allein nicht das Problem ist. Milchkühe produzieren z.B. mehr Methan als Rinder.

Frage: Wie sehen die Statistiken über die Methanproduktion durch Milchkühe aus, Noam?

Noam Mohr: Im Jahr 2005 hat eine durchschnittliche amerikanische Milchkuh 168 kg Methan abgegeben, während ein durchschnittliches amerikanisches Rind 45 kg abgegeben hat. Selbstverständlich gibt es mehr Rinder als Milchkühe, so dass der Gesamtwert für Amerika 3,9 Megatonnen für Rinder und 2,2 Megatonnen für Milchkühe beträgt.

Frage: Was sind die Vorteile des Vegetarismus gegenüber der CO2 Reduzierung?

Noam Mohr: Erstens sind Einsparungen von tierischen Produkten eine Form der CO2 Reduzierung, da die Viehzucht für ungefähr ein Zehntel des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist.

Zweitens zeigen Einsparungen von Methan starke Resultate, die sich viel schneller einstellen. Auch wenn wir schon morgen Null-Schadstoff-Ausstoß-Autos und -Kraftwerke erfänden, wäre es sehr teuer, sie alle zu bauen; und es würde Jahrzehnte dauern, all die alten zu ersetzen. Im Gegensatz dazu ist die Lebensdauer von Nutztieren gewöhnlich geringer als zwei Jahre; und wir müssen nicht auf neue Erfindungen warten, um eine 100 %ige Reduzierung mit möglichst wenig negativen wirtschaftlichen Auswirkungen zu erreichen. Zusätzlich kann Kohlendioxid ein Jahrhundert lang in der Atmosphäre verbleiben, während Methan in nur einem Jahrzehnt umgewandelt wird, so dass eine Reduzierung der Viehzucht schnell zu einer gesünderen Erde führt.

Drittens ist eine Reduzierung der Viehzucht gut, um gegen eine Unzahl von Umweltproblemen vorzugehen. Die UNO haben diesen Bereich als „einen der wichtigsten von zwei oder drei, die besonders entscheidend zu den schwerwiegendsten Umweltproblemen beitragen, getadelt – auf lokaler und auch auf globaler Ebene.“ Sie [die Viehzucht] ist ein Hauptverursacher der Wasserverschmutzung, der Entwaldung, der Wasserknappheit, des Verlusts der Artenvielfalt und so weiter. Es ist schwer, die Größe dieser Landwirtschaftszweiges zu begreifen, wenn man nur das einzelne Hühnchen sieht; aber in der Tat verbraucht sie [die Viehzucht] 30 % der Landoberfläche der Erde und ist für 20 % der Biomasse der Landtiere der Erde verantwortlich. Sie ist einer der Industriezweige, der die Erde am allermeisten verschmutzt, so dass Reduzierungen in diesem Bereich nicht nur für die Klimakrise, sondern auch für die gesamte Umwelt gut und förderlich sind.

Frage: Wie viel besser wäre es, zum Veganer werden?

Noam Mohr: Sehr viel besser. Eine Studie der Universität Kalifornien fand heraus, dass der Wechsel von der amerikanischen Standardernährung hin zu einer vegetarischen Ernährung – auch wenn man die Auswirkung der Aerosole oder zusätzliche Emissionen durch den Anbau des Viehfutters nicht berücksichtigt – 50 % mehr Treibhausgasemissionen einsparen würde als ein Wechsel vom amerikanischen Standardauto zu einem Hybridfahrzeug. Sich von der Viehzucht zu verabschieden, würde bedeuten, sich der Hauptursache der zu beobachtenden globalen Erwärmung zu entledigen. Dies ist vermutlich das Wirkungsvollste, was wir als Einzelpersonen gegen diese Krise tun können.

Frage: Warum hat Amerika so erschreckend langsam auf den Klimawandel reagiert? Lag es an der Wirtschaft oder ist nun die Zeit reif dafür, den leichtgläubigen Massen die Kernenergie als eine „Lösung“ für den Klimawandel vorzustellen, was Howard, Blair – jetzt außer Amt – und Bush alle zu tun versucht haben?

Noam Mohr: Es gibt eine Menge mächtiger Branchen, die ein finanzielles Interesse daran haben, dass wir weiterhin die Umwelt verschmutzen. Leider ist es unmöglich, eine ernste politische Kampagne ohne größere Geldsummen zu betreiben, was diesen Interessensgruppen einen unverhältnismäßig starken Zugriff und Einfluss verleiht. Umfragen zeigen allerdings regelmäßig, dass das amerikanische Volk auf eine überwältigende Art und Weise Maßnahmen gegen die globale Erwärmung unterstützt.

Frage: Ist es zu spät die Zerstörung der Erde zu beenden?

Noam Mohr: Auf keinen Fall. Unabhängig von dem, was wir tun, bleiben die Gase, die bereits ausgestoßen wurden, in der Atmosphäre und heizen die Erde Hunderte von Jahren weiterhin auf. Was wir hier sehen, ist jedoch nur der Anfang. Wir können und wir müssen jetzt handeln, bevor die Situation zu einer Katastrophe wird. Während der letzten Eiszeit waren die weltweiten Temperaturen nur neun Grad kälter als heute und eine Eisschicht dicker als eine Meile bedeckte New York und St. Louis. Die Temperaturen könnten im nächsten Jahrhundert eine sogar noch größere Zuwachsrate erfahren, wenn wir es versäumen zu handeln.

Frage: China, der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen, hat vor kurzem verkündet, es habe das Kyoto-Protokoll bestätigt, was das Umweltschutzabkommen seiner Umsetzung einen Schritt näherbringt. So sagt man zumindest. Ist es glaubwürdig, wenn China schätzungsweise 11 Prozent des globalen Kohlendioxids in die Atmosphäre ausspuckt? Und da es als Entwicklungsland betrachtet wird, muss es dann seine Emissionen nicht drosseln?

Noam Mohr: China hat einige Schritte unternommen, um seine Treibhausgasemissionen zu verbessern, z.B. fordert es einen höheren Treibstoffstandard als Amerika. Als Entwicklungsland muss es jedoch nicht dieselben Ansprüche nach Emissionsreduzierung erfüllen wie die Industriestaaten, weil die Industriestaaten in der Geschichte zum allergrößten Teil der bereits vorhandenen Emissionen, die sich in der Atmosphäre aufgebaut haben, beigetragen haben und fortfahren, den Planeten zu zerstören. Das Geniale an der Reduktion des Fleischkonsums ist, dass das jeder tun kann – vom chinesischen Kleinbauern bis zum Wall Street-Börsenmakler. Durch die Förderung einer vegetarischen Kost für sein Volk kann China große Verminderungen des Treibhausgasausstoßes erreichen, ohne sich um einen wirtschaftlichen Rückgang sorgen zu müssen.

Frage: Joyce d'Silvia von Compassion in World Farming [zu deutsch: „Mitgefühl in der weltweiten Landwirtschaft“, Anm. d. Übers.] sprach auf einer Konferenz über das Wachstum von Massenviehzuchtbetrieben in China vor ein paar Jahren. Sie sagte: „Denn der Fleischverbrauch wächst schnell, nicht nur in China mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern und wo 53 % aller Beschäftigten in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft arbeiten, sondern auch in Ost und Südostasien.“ Wenn die Wirtschaft sich verbessert, sagte sie, erhöhen sich auch die Löhne, und die Menschen betrachten Fleisch als eine ersehnte Zutat zu ihrer Ernährung. Dieser Trend wird durch das Wachstum von Fast-Food-Ketten verstärkt. Die Fleischproduktion hat sich in 13 Jahren bis 2001 von 23 kg pro Kopf auf 49 kg pro Kopf gesteigert, Eier von 6 kg auf 18 kg und Milch von 3 kg auf 8 kg. Was kann dagegen getan werden? Kümmert sich jemand darum?

Noam Mohr: Das ist ein sehr ernsthaftes Problem, nicht nur in China, sondern überall auf der Welt. Die Gemeinschaft der Umweltschützer beginnt gerade erst, diese enormen Auswirkungen der Viehzucht auf die weltweite Erwärmung zu erkennen. Wir müssen anfangen, Menschen darüber aufzuklären, – in den USA und im Ausland – so dass diejenigen, die das Problem bearbeiten, ihr Hauptaugenmerk auf die Ernährungsweise legen.

Und was ist eigentlich mit den Tieren selbst? Im ländlichen China hielten Haushalte sich traditionell ein oder zwei Hühner im Hinterhof. Jetzt zeigt der Westen China, wie man Intensivlandwirtschaft betreibt und größere, wirkungsvollere und „hygienischere“ Arbeitsabläufe einsetzt, die dadurch sogar noch mehr Treibhausgase freisetzen. In China ist der Tiertransport ziemlich unentwickelt und zwischen Kleinbauernhöfen sind die Entfernungen nicht groß. Doch wenn gewerbliche Bauernhöfe zunehmen, nehmen auch Transporte und Gefriermaßnahmen zu. Geht jemand dieses Problem an? Was sind Ihre Ansichten hierzu, Noam?

Noam Mohr: Die dramatische Zunahme von hochverschmutzenden und unabdingbar grausamen Massenviehzuchtbetrieben unterstreicht die Bedeutung dieser Treibhausgasquelle. So schlecht die Dinge bereits sind, so ist zu erwarten, dass sie sich durch die Ausbreitung der intensiven Viehzucht weiter stark verschlechtern. Der Fleischverbrauch hat sich in den letzten fünfzig Jahren schon verfünffacht, mit verheerenden Auswirkungen. Wir müssen dringend den Kurs wechseln.

Kann man denn etwas gegen Fast-Food-Ketten unternehmen? Ich kenne die genauen Zahlen für Amerika nicht, aber in China z.B. hat die Fast-Food-Industrie einen Umsatz von 24 Milliarden Dollar. Jährlich wächst dieser Markt um 20 %. McDonald’s hat in China 400 Restaurants und Kentucky Fried Chicken 681. Zweifellos trägt dieses Wachstum zu einem erhöhten Fleischverbrauch bei und zu einer Intensivierung der landwirtschaftlichen Methoden. Der amerikanische Fleischriese Smithfield Foods hat mit der niederländischen Firma Artal Holland BV ein Gemeinschaftsunternehmen, genannt AFG-Firma, gegründet. Sie liegt in der Provinz Guangdong. Sie stellen jetzt Fleischprodukte für Konsumenten in Fast-Food-Restaurants und im Einzelhandel her. Was sind Ihre Ansichten? Wer ist bereit, sich mit diesen großen Fast-Food-Ketten anzulegen.

Noam Mohr: Eines der Probleme beim Vorgehen gegen die globale Erwärmung liegt darin, dass die Menschen oft ein Gefühl der Machtlosigkeit haben. Die Öffentlichkeit hängt oft passiv von der Entscheidung der Regierung ab, welche politische Linie gefahren wird. Letzten Endes ist es so, dass – obwohl wir die Technologien haben, die Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen um 40 Prozent zu erhöhen, ohne die Größe oder Sicherheit des Wagens zu verringern – die Autohersteller diese Fahrzeuge den Käufern nicht anbieten. Es mit den Ölkonzernen, der Autoindustrie und den Fast-Food-Riesen aufzunehmen, erscheint Otto Normalverbraucher absolut unmöglich.

Sobald wir aber erkennen, dass wir mit jeder Mahlzeit etwas bewirken können, verändert sich das Bild. Wir haben in der Tat eine Wahl, und unsere Wahl hat in der Tat eine Auswirkung auf das weltweite Klima. Wenn die Menschen ihren Verbrauch an tierischen Produkten um die Hälfte verringern, dann fällt diese Quelle der Umweltverschmutzung auch um die Hälfte. Und kein Konzern und keine Lobby kann etwas dagegen tun. Die Zukunft liegt also voll und ganz in unseren Händen ... oder noch eher in unseren Mündern. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass die Regierungen davon entschuldigt sind, keine politische Linie gegen diese Hauptquelle der Treibhausgase zu fahren. Die Regierungen müssen damit anfangen, indem sie die enormen Subventionen für Massenviehzuchtbetriebe aufheben, da sie sie nur dafür bezahlen, die Umwelt zu verschmutzen. In Schulen und in Bundesprogrammen, in öffentlichen Erziehungskampagnen und in Steuer- und Wirtschaftsrichtlinien, müssen sie eine gesunde, umweltfreundliche pflanzliche Ernährung fördern.

Quelle:
abolitionist-online.com: Climate Change, Meat Eating and the Environment – Noam Mohr from EarthSave interviewed by Claudette Vaughan
http://www.abolitionist-online.com/_07mohr.shtml (Februar 2008)