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Tuvalu an Obama und den Senat: „Das Schicksal meines Landes ruht in Ihren Händen.“

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14. Dezember 2009
von Brad Johnson

Letzte Woche plädierte Ian Fry, der Delegierte von Tuvalu auf der Klimawandelkonferenz in Kopenhagen, Dänemark, leidenschaftlich dafür, dass rechtsverbindliche Vereinbarungen von den Weltführern gemacht werden sollten, um seine Nation und andere niedrig liegende Inselstaaten zu schützen. Die winzige pazifische Inselnation Tuvalu und andere kleine Inselstaaten haben eine neue Vereinbarung vorgeschlagen, um diese Nationen zu schützen. Fry merkte an, dass es „eine Ironie der modernen Welt sei, dass das Schicksal der Welt von einigen Senatoren im US-Kongress bestimmt wird“.

Es scheint so, dass wir auf den Beschluss einiger Senatoren im US-Kongress warten müssen, bevor wir die Angelegenheit ordentlich prüfen können. Es ist eine Ironie der modernen Welt, dass das Schicksal der Welt von einigen Senatoren im US-Kongress bestimmt wird.

Online-Video:
Tuvalu in Kopenhagen: „Das Schicksal meines Landes ruht in Ihren Händen.“

Die New York Times erklärt die Hindernisse, die der Senat für Obama darstellt. Der Delegierte von Tuvalu schlug vor, dass sich Präsident Obama seinen zu Recht oder zu Unrecht verliehenen Nobelpreis verdienen möge, indem er gegen den Klimawandel – „die größte Bedrohung für die Menschheit“ – vorgeht. Unter Tränen zog er den Schluss: „Das Schicksal meines Landes liegt in Ihren Händen.“ Der US-Vertreter Jonathan Pershing sprach ein paar Minuten später, reagierte aber nicht direkt auf den Appell von Tuvalu.

Transkription:

Die Gesamtbevölkerung von Tuvalu lebt weniger als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt über dem Meeresspiegel der gesamten Nation ist nur vier Meter hoch.

Frau Präsidentin, wir stehen den Umständen und den politischen Erwägungen, die vor uns liegen, nicht naiv gegenüber. Es scheint so, dass wir darauf warten, dass einige Senatoren im US-Kongress einen Beschluss fassen, bevor wir das Problem ordentlich angehen können. Es ist eine Ironie der modernen Welt, dass das Schicksal der Welt von ein paar Senatoren im US-Kongress bestimmt wird.

Wir merken an, dass Präsident Obama kürzlich nach Norwegen fuhr, um den Nobelpreis entgegen zu nehmen – zu Recht oder zu Unrecht. Wir schlagen jedoch vor, dass er in Anerkennung des Nobelpreises die größte Bedrohung für die Menschheit, die vor uns liegt, angehen soll – den Klimawandel. Und die größte Bedrohung für die Sicherheit – den Klimawandel. Ich rufe also dazu auf, dass wir auf diesem Treffen einen Beschluss angemessen prüfen, der zu zwei gesetzlich bindenden Vereinbarungen führt.

Frau Präsidentin, das ist nicht nur ein Problem Tuvalus. Die pazifischen Inselnationen – Kiribati, die Marschall Inseln, die Malediven, Haiti, die Bahamas, Grenada – Sao Tome in Westafrika und all die weniger entwickelten Länder: Bhutan, Laos, Mali, Senegal, Timor-Leste – und Millionen anderer Menschen auf der ganzen Welt sind enorm vom Klimawandel betroffen.

Es geht nicht nur um Tuvalu.

In den letzten paar Tagen habe ich Anrufe aus aller Welt erhalten, die mir Glauben und Hoffnung gaben, dass wir zu einer bedeutungsvollen Entscheidung in dieser Frage kommen können. Frau Präsidentin, das ist kein Ego-Trip für mich. Ich habe es abgelehnt, Medien-Interviews zu geben, denn ich denke nicht, dass es für mich nur ein Ego-Trip ist. Ich bin nur ein kleiner unbedeutender Angestellter im Umweltministerium von Tuvalu. Als bescheidener Diener der Regierung von Tuvalu muss ich einen starken Appell an Sie richten, dass wir diese Angelegenheit entsprechend berücksichtigen. Ich möchte Sie oder die Regierung nicht in Verlegenheit bringen, aber ich möchte, dass diese Angelegenheit entsprechend berücksichtigt wird.

Ich möchte ganz klar, dass man den Führern eine Option vorlegt, dass sie eine gesetzlich verpflichtende Vereinbarung bei diesem Treffen unterzeichnen. Ich mache es zu einem starken und leidenschaftlichen Appell. Wir haben unseren Vorschlag seit 6 Monaten auf dem Tisch. Sechs Monate, nicht erst 2 Tage vor dem Treffen. Ich bin heute Morgen aufgewacht und ich habe geweint; und es ist nicht leicht für einen erwachsenen Mann, das zuzugeben. Das Schicksal meines Landes liegt in Ihren Händen.

Quelle:
Tuvalu to Obama and the Senate: ‘The fate of my country rests in your hands’
http://www.grist.org/article/2009-12-14-tuvalu-to-obama-and-the-senate-the-fate-of-my-country/ (14. Dezember 2009)