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UN fordert eine weltweite Hinwendung zu einer Ernährung ohne Fleisch und Milchprodukte

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guardian

Im UN-Bericht heißt es, dass ein geringerer Verzehr tierischer Produkte notwendig ist, um die Welt vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu retten.

Felicity Carus
guardian.co.uk, Mittwoch, den 2. Juni 2010, 18:09 Uhr

Eine Rinderfarm in Mato Grosso, Brasilien. Die UN sagt, dass die Landwirtschaft mit dem Verbrauch fossiler Brennstoffe gleichauf liegt, weil beide bei steigendem Wirtschaftswachstum rapide anwachsen. Foto: HO/ReutersEine globale Hinwendung zu einer veganen Kost ist lebenswichtig, um die Welt vor Hunger, Treibstoffarmut und den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu bewahren, sagte heute ein UN-Bericht.

Da vorausgesagt wird, dass die Weltbevölkerung bis 2050 auf 9,1 Milliarden anwachsen wird, ist der Appetit des Westens auf eine stark fleischhaltige Kost und Milchprodukte nicht zukunftsfähig, so heißt es im Bericht des Ausschusses für nachhaltiges Ressourcenmanagement des Umweltprogramms der UN (UNEP).

„Es wird erwartet, dass aufgrund des durch das Bevölkerungswachstum zunehmenden Verzehrs tierischer Produkte die Auswirkungen der Landwirtschaft wesentlich zunehmen. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen ist es schwierig, Alternativen zu finden: Die Menschen müssen essen. Eine wesentliche Reduzierung der Folgen wäre nur möglich durch eine substanzielle weltweite Ernährungsumstellung – weg von den tierischen Produkten.“

Professor Edgar Hertwich, der Leittautor des Berichts, sagte: „Tierische Produkte verursachen mehr Schaden als die Produktion von Baumineralien wie Sand oder Zement, Plastik oder Metall. Die Biomasse und die Futtermittelproduktion für Tiere sind so schädlich wie [das Verbrennen] fossiler Brennstoffe.“

Die Empfehlung folgt dem Rat, dass eine vegetarische Ernährung besser für den Planeten sei den Lord Nicholas Stern, der frühere Berater der Labour-Regierung bezüglich der wirtschaftlichen Folgen durch den Klimawandel letztes Jahr gab. Dr. Rajendra Pachauri, der Vorsitzende des Weltklimarates der UN (IPCC), forderte die Menschen ebenfalls auf, einen fleischfreien Tag pro Woche einzuhalten, um den Kohlendioxidausstoß zu drosseln.

Der Expertenausschuss teilte Produkte, Ressourcen, wirtschaftliche Aktivitäten und Transportmittel hinsichtlich ihrer Umweltfolgen ein. Die Landwirtschaft läge gleichauf mit dem Verbrauch von fossilen Brennstoffen, denn beide steigen rapide durch das Wirtschaftswachstum.

Ernst von Weizsäcker, Umweltwissenschaftler, Vize-Vorsitzender des Ausschusses, sagte: „Steigender Wohlstand ruft eine Veränderung der Ernährung hin zu mehr Fleisch und Milchprodukten hervor – die Nutztierhaltung konsumiert bereits jetzt den größten Teil der Welternte und schlussendlich auch einen großen Teil des Trinkwassers, der Düngemittel und der Insektenvernichtungsmittel.“

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Essen Sie weniger Fleisch, um den Planeten zu retten – UN

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Laut einem großen neuen Bericht der Vereinten Nationen muss die Welt zu einer eher vegetarischen Ernährung übergehen, um die Chance zu haben, gegen den Klimawandel anzugehen.

Von Louise Gray, Umweltkorrespondentin
Veröffentlich am 2. Juni 2010 um 13.36 Uhr

Die Gruppe internationaler Wissenschaftler sagte, dass die Hauptursache des Treibhausgasausstoßes die Nahrungsmittelproduktion und die Verwendung fossiler Treibstoffe ist.

Aber während die Verwendung von Kohle und Öl allmählich durch erneuerbare Energiequellen, wie Wind- und Solarkraft, ersetzt werden kann, wird die Welt immer essen müssen.

Es wird befürchtet, dass die Nahrungsproduktion bei wachsender Weltbevölkerung zur Hauptursache des Klimawandels und der Umweltzerstörung wird.

Der Internationale Ausschuss für nachhaltiges Ressourcenmanagement (The International Panel of Sustainable Resource Management) weist darauf hin, dass die landwirtschaftliche Produktion mehr als 70 % der globalen Trinkwasserproduktion, 38 % des Landverbrauchs und 19 % des Treibhausgasausstoßes der Welt ausmacht.

In dem Bericht, der den Regierungen der Welt vorgelegt werden wird, heißt es, die einzige Möglichkeit, die Welt zu ernähren und gleichzeitig den Klimawandel zu reduzieren, ist der Übergang zu einer eher vegetarischen Kost.

„Eine bedeutsame Verringerung der Folgen sei nur möglich durch einen umfangreichen weltweiten Übergang auf eine andere Kostform“, heißt es in dem Bericht.

Achim Steiner, der Geschäftsführer des UN-Umweltprogramms, sagte, gewöhnliche Verbraucher können zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, indem Sie weniger Fleisch essen. Er meinte:

„Der Ausschuss hat alle verfügbaren wissenschaftlichen Beweise überprüft und den Schluss gezogen, dass zwei breite Bereiche derzeit unverhältnismäßig starke Auswirkungen auf die Menschen und die Lebenserhaltungssysteme des Planeten haben – diese sind Energien in Form von fossilen Treibstoffen und die Landwirtschaft, besonders die Viehzucht zur Erzeugung von Fleisch und Milchprodukten.“

Herr Steiner meinte, dass die Regierungen die Menschen dazu ermutigen sollten, weniger Fleisch zu essen, indem sie das Steuer- und Subventionssysteme reformierten, um vegetarische Nahrungsmittel billiger zu machen.

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